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 PfWB Galle (Bd. 3, Sp. 16)   PfWB gallen-bitter (Bd. 3, Sp. 16) 
   Galle1 f.:
1. 'Absonderung der Leber', Gall (gal, gḁl, zur Verbr. von -a-/-ḁ- vgl. PfWB Galgen) [allg.]; bitter wie G. [allg.]; vgl. PfWB gallenbitter. Die G. isch (beim Kranken) ins Blut iwwergange [ LA-Gommh]. Der Griesgrämige hot die G. im Blut [ LU-Opp]. Der Zornige spaucht Gift un G. [LU-Limbghf, verbr.]. Wer sich ärgert, dem isch die G. ins Hemb (Hemd) gange [ PS-Erfw], dem is die G. gestieh [KU-Kaulb, verbr.], dem laaft die G. iwwer [NW-Freinsh, verbr.], dem geht die G. iwwer [LU-Böhl, verbr.], dem kummt die G. unneruf [SOPf]. Was der klään Kerl schun e G. hot!, von einem zornigen Buben [ LU-Opp]. (Die Prozeßgegner haben) Gift un G. gespauzt, sich gleih geheerig abgeschnauzt [Schandein Ged. 62]. —
2. 'Gallenblase'. Er hot's an de G. 'ist gallenkrank' [LU-Opp, verbr.]. Reg dich net uf, sunscht platzt der noch die G.! [ Gal-Bagbg]. — Südhess. II 1063; RhWB Rhein. II 987; Saarbr. 71; LothWB Lothr. 181; ElsWB Els. I 209; Bad. II 280.

 

  gallen-bitter Adj.: 'bitter wie PfWB Galle1', gallebitter [verbr.]; dafür meist: bitter wie Gall, s. PfWB bitter 1. Südhess. II 1064; Rhein. II 987; Bad. II 280.