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 PfWB Galle (Bd. 3, Sp. 16)   Lexer galle (Bd. 1, Sp. 729) 
   Galle1 f.:
1. 'Absonderung der Leber', Gall (gal, gḁl, zur Verbr. von -a-/-ḁ- vgl. PfWB Galgen) [allg.]; bitter wie G. [allg.]; vgl. PfWB gallenbitter. Die G. isch (beim Kranken) ins Blut iwwergange [ LA-Gommh]. Der Griesgrämige hot die G. im Blut [ LU-Opp]. Der Zornige spaucht Gift un G. [LU-Limbghf, verbr.]. Wer sich ärgert, dem isch die G. ins Hemb (Hemd) gange [ PS-Erfw], dem is die G. gestieh [KU-Kaulb, verbr.], dem laaft die G. iwwer [NW-Freinsh, verbr.], dem geht die G. iwwer [LU-Böhl, verbr.], dem kummt die G. unneruf [SOPf]. Was der klään Kerl schun e G. hot!, von einem zornigen Buben [ LU-Opp]. (Die Prozeßgegner haben) Gift un G. gespauzt, sich gleih geheerig abgeschnauzt [Schandein Ged. 62]. —
2. 'Gallenblase'. Er hot's an de G. 'ist gallenkrank' [LU-Opp, verbr.]. Reg dich net uf, sunscht platzt der noch die G.! [ Gal-Bagbg]. — Südhess. II 1063; RhWB Rhein. II 987; Saarbr. 71; LothWB Lothr. 181; ElsWB Els. I 209; Bad. II 280.

 

 NLexer FindeB galle swf. (BMZ I. 459a)galle, bitteres überhaupt u. bildl. falschheit. allgem., s. noch bitter als ein g. Msh. 3,335 b . sich selben mit der gallen trenken ib. 34 b . galle für honic Renn. 15491. diu galle in mînem lîbe tobet Ls. 3, 25. diu süeʒe âne gallen Gfr. 2573. ir süeʒe diu wart zeiner bittern gallen Wartb. 144, 6 ; jâmers g. Krone 21848. der sorgen g. Msh. 3,167 b . nîdes g. Lieht. 621,30 ( vgl. nîtgalle). leides g. Flore 5865 ; lîden tœtlîch gallen j.Tit. 3887. swie doch ir herze sî gallen vol Renn. 692. grôʒ herze und kleine gallen, dar ob was sîn brust ein dach Parz. 317,26. daʒ ist al mîner freuden galle j.Tit. 1809. wîp sint âne gallen Msh. 2,316 b . sie tragen al in ir herzen bitter gallen und in ir munde honicseim ib. 3,57 b . ganze triuwe âne untriuwen galle Krone 27177. diu juncvrou ist sô gar ân alle gallen Loh. 1206. ân valsche gallen ib. 2087. einem gallen tragen j.Tit. 4210. einem galle wesen ( ihm höchst unangenehm sein ) Pass. K. 331,34. ich hân gên dir niht gallen Ga. 2. 543,381 ; bildl. auch zur bezeichnung eines bösen menschen Gudr. zu gr. χολή, lat. fel Curt 3 . 192.