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| PfWB Fuß-bahn (Bd. 2, Sp. 1658) | PfWB Fuß-ball (Bd. 2, Sp. 1658) | PfWB Spiel (Bd. 6, Sp. 272) | |||||||||||||||||||||||||||||
| 1. a. 'Ball für das Fußballspiel', -ball [verbr.], -balle [selten Pf, allg. Gal]. — b. Fußball spiele [Kaislt, allg.]. Einen AR. s. PfWB Bäck. — 2. 'der stark ausgebildete vordere Teil der Fußsohle', -balle [ WD-Niedkch LU-Alsh]; vgl. PfWB Handballen. — Südhess. II 1029/30; RhWB Rhein. II 939; LothWB Lothr. 178; Bad. II 266.
| 1. a. '(meist zweckfreie, in Regeln festgelegte) Tätigkeit, die vor allem der Unterhaltung dient (Kinder-, Gesellschafts-, Glücks-, Schauspiel usw.)', Spiel (bīl) [verbr. nördl. und mittl. VPf mittl. WPf SWPf vereinzelt übrige Pf, Lambert Penns 139 Krämer Gal 202], Speel (bēl) [verbr. NWPf NPf mancherorts SOPf O-PS, Christmann Kaulb 14, 60 Mang 99 Müller Dietschw 61 PfId. 134]; Dim. Sg. Speelche [NWPf], Spielche [übrige Pf]; vgl. PfWB Anschlagchens, PfWB Arschplätscherleins, PfWB Ballchens, PfWB Ballens, PfWB Barlauf, PfWB Pfänderleins, PfWB Pferdchens, PfWB Bockhuppsen, PfWB Bohnchens, PfWB Puppchens, Tenneeui, PfWB Treibelns, PfWB Eiergacksen, -rollen, PfWB Fangchens, PfWB Fangmännchens, PfWB Versteckelchens, PfWB Fußballen, PfWB Gäulchens, PfWB Haschchens, PfWB Hickelchens, PfWB Hurrsau, PfWB Indianerchens, PfWB Kartelns, PfWB Kauflädelns, PfWB Kegelns, PfWB Klickerchens, PfWB Knallens, PfWB Knöpfchens, PfWB Kreiselchens, PfWB Kriegens, PfWB Landabnehmen, PfWB Luppert, PfWB Mühlchens, PfWB Quälchens, PfWB Räuberchens, PfWB Ringelreihen, PfWB Sautreiben 2, PfWB Scheibelrädchen, PfWB Schlagball, PfWB Schnellerchens, PfWB Suchens; Zs.: PfWB ABC-, PfWB Alatt-, PfWB Atzelschwanz-, PfWB Bauern-, PfWB Pfänder-, PfWB Blumen-, PfWB Brett-, PfWB Bullen-, PfWB Puppen-, PfWB Büttel-, PfWB Dame-, Domino-, PfWB Tier- 2, PfWB Trauer-, PfWB Tropfs-, PfWB Turn-, PfWB Fastnachts-, PfWB Vor-, PfWB Freuden-, PfWB Füchsel-, PfWB Fußball-, PfWB Gabel-, PfWB Geißenhirten-, PfWB Ge-, PfWB Hüpferles-, PfWB Juden-, PfWB Kartätschen-, PfWB Karten-, PfWB Kautsig-, PfWB Kegel-, PfWB Kinder-, PfWB Klicker-, PfWB Kreis-, PfWB Kugel-, PfWB Lotterie-, PfWB Lukas-, PfWB Quäler-, PfWB Schmitzich-, PfWB Siebener-, PfWB Sommertags-, PfWB Spann-, PfWB Spatzertspiel; Darstellungen zu einzelnen Spielen und Spielbeschreibungen finden sich bei den jeweiligen Wortartikeln, weitere Darstellungen s. Becker Vk. 216-222; Th. Zink Pfälzische Kinderreime. Kaiserslautern 1911; F. Heeger in Feierowend 11/1959 Nr. 24; L. Michel in Donnersberg-Jahrbuch 1981 165-168, 1982 166-171, 1984 180 ff.; F. W. Weber in Westrich-Kalender 1984 132-137, Feierowend 9/1957 Nr. 15; e Speelche mache [ KB-Kriegsf]. Ich hab e Sp. 'Meine Karten sind so, daß ich ein Spiel (gegen die Mitspieler) machen kann' [ LU-Opp]. Kumm, mer fohre noch e Sp. Reitschul 'eine Runde Karussell' [ KU-Schmittw/O]. RA.: sei Finger (die Hand) im Sp. han 'eine Sache (heimlich, unerlaubt) beeinflussen, sich einmischen' [PS-Rodalb, verbr.]; e gefährlich Sp. treiwe [LU-Opp, verbr.]; alles ufs (uf ee) Sp. setze 'alles riskieren' [LU-Opp, verbr.]; 's Sp. verlore gewwe 'resignieren, aufgeben' [Kaislt, verbr.]; e gudi Mien zum beese Sp. mache [ LU-Opp, mancherorts]. Do macht (treibt) de Deiwel sei Sp. 'Es geht nicht so, wie man [Bd. 6, Sp. 273] gedacht hat, die Sache nimmt eine ungünstige Wendung' [KU-Wolfst, verbr.]. Do hat de Deiwel sei Hänn im Sp. gehat, dass. [Krieger 22, mancherorts]. 's Sp. is met Schuh un Strimp verlor 'Das Spiel ist gänzlich verloren' [ KU-Schmittw/O]. Der hot's gewunne Sp. in de Hand 'Er hat schon gewonnen, bei ihm kann nichts mehr schiefgehen' [ KU-Schmittw/O]. Ich han Geld im Sp. 'Ich habe verloren' [ KU-Bedb]. Loß mich aus dem Sp. [ LU-Opp]. SprW.: Unglick im Sp. - Glick in de Lieb [ KU-Bedb, ZW-Battw PS-Erfw]. Zu wenich un zu viel verderbt e jedes Sp. [mancherorts Don Gal, Miller Penns]. Spart sich eener noch so viel, kummt der Deiwel un treibt sei Sp. [mancherorts Don Gal Buch]. Einen VR. s. PfWB Josef 1 a. — b. 'die zum Spielen nötigen Utensilien', z. B. ein Satz Spielkarten, ein Brett mit Spielsteinen usw. [mancherorts]. Ich han zu Weihnachde e nei Sp. geschenkt kriet [Kaislt]. — c. 'ein Satz Stricknadeln; die fünf zum Stricken eines Strumpfes notwendigen Stricknadeln'; e Spiel Stricknoodle [Kaislt]. — 2. a. 'große Menge', Spiel [PfId. 135 Gal-Dornf]; häufiger in den Zs.: PfWB Brot-, PfWB Tier-, PfWB Vieh-, PfWB Frucht-, PfWB Grundbirnen-, PfWB Kinder- 2, PfWB Kleider-, PfWB Leute-, PfWB Menschen-, PfWB Obst-, — b. 'Gruppe der Militärpflichtigen, zur Musterung Ausgewählten'. Er is im Spiel [ PS-Trulb]. — 3. a. 'Zwischenraum, Spielraum' [vereinzelt]. 's Rad hat viel Sp. (zwischen Radbuchse, Achse und Radscheibe) [ KL-Ottb]. — b. 'Seil oder Eisenstange, die die Fähre mit dem über den Fluß gespannten Drahtseil verbindet' [ LU-Opp]. — c. vom Geschmack des Weins. De Woin hot viel Sp. 'ist nuancenreich' [ NW-Dürkh]. — 4. 'Musikant', der Spiel [PfId. 134]; wohl elliptisch zu PfWB Spielmann, PfWB Spielleute. — 5. vgl. PfWB Bei-, Feder-, PfWB Kirchspiel. — RhWB Rhein. VIII 329 ff.; LothWB Lothr. 486; ElsWB Els. II 537/38.
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