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| PfWB Fusch (Bd. 2, Sp. 1655) | PfWB Fisch (Bd. 2, Sp. 1398) | |||||||||||||||||||
1. wie schd., Fisch (fi) und Fusch (fu) [s. K. 130], (fiχ) [Lu'haf Frankth, vgl. Bertram § 244]; Pl. u. Dim. s. F. Zs. PfWB Angel-, PfWB Back-, PfWB Gold-, Hai-, PfWB Klopf-, PfWB Säge-, PfWB Schell-, PfWB Schlangen-, Sel-, PfWB Stock-, PfWB Wal-, PfWB Weißfisch. Der Fusch fihlt sich so schliwwerich an [ NW-Freinsh]. Der Fusch schwemmt (steht zieht) [WD-Niedkch, verbr.], geht die Bach enuf un erunner [ZW-Battw, verbr.]. RA.: Der isch glattich wie e Fisch 'weiß sich aus jeder Affäre zu ziehen' [ LU-Limbghf PS-Erfw]. Er esch sou stumm wie e Fisch [ LA-Nd'hochstdt, KU-Bedb LU-Opp]. Er is so kalt wie e F. 'ist kaltblütig' ![]() [Bd. 2, Sp. 1399] [NW-Wachh, verbr.]. Er is frisch un gesund wie e Fusch im Wasser [ KL-Fischb]. Des Kind is wie e Fischel uf'm Baam, von einem elend aussehenden Kind [Land]. 's esch'm wuhl wie e Fisch im Wasser [ LA-Nd'hochstdt]. Ich han Dorscht wie e F. [ KU-Bedb]. Er sauft wie'n F. [Penns]. Er schwimmt wie e bleierner Fusch [ KU-Trahw]; dass. in Pirmas mit der Ergänzung: im Kleeacker. Die Fisch wolle aach schwimme 'Zum Fischessen gehört Wein' [Hebel 32]. Da, Katz, haschde de F.! 'Das hast du davon, es geschieht dir recht' [ KU-Bedb LU-Muttstdt]. Du hascht e gurer F. gefang 'eine gute Partie gemacht' [KB-Kriegsf, verbr.]. Zu einem Kind, das in der Nase bohrt: Brauchscht heit kän F. z' fange, mer essen heit eppes anneres [ LU-Opp]. Scherzantwort auf die Frage, was los sei: Mehn Wasser as F. [ BZ-Dierb]. Des sin faule F. 'Ausflüchte' [ NW-Hardbg]. SprW.: Frische F. — gure F.! 'Handle rasch' [ KU-Schmittw/O]. Die große Fisch fresse die kleene [Krieger 33]. Fisch un Gäscht stinken noh drei Daa [Pirmas PS-Saalstdt verbr. Don Gal Buch]. Der Fisch fangt am Kopp an se stinke [verbr. Don Gal Buch]. Volksgl.: Von toten Fischen träumen bedeutet einen Todesfall [ PS-Erfw]. Wer im Traum Fische fängt, hat Hader und Streit zu erwarten; nur frische F. lassen den Streit günstig ausgehen [Journ. 1790, S. 142-44]. Uf Kärfreidag soll mer ken Fleesch esse, ausgenumme Fisch, schunscht hot mer ken Glick mit seim Vieh [Fogel Beliefs Penns Nr. 1303]. Wann 's Beewi (Baby) schlawwert, sei net faul un zieg en Fischel därich sein Maul; des Fischel schmeiß ins Wasser nein, noh werd dei Beewi drucke sein [PennsDeitschEck 13. 8. 1938]. VR.: Ich wääß, was ich mach: Ich hupps iwwer de Bach, ich fang mer e Fischel un leg's uf mein Dischel, ich hol mer e Gäwwelche un steck's in mein Schnäwwelche [ LU-Böhl]. Fische, Fische, weiße, han die ganze Nacht gefischt un han noch kee Fisch erwischt [ KU-Diedk, KU-Krottb]. Im Bastlösereim aus ZW-Nd'aub: Was duschde mit de Steenche? Fischlche werfe, Fischlche werfe; brore, brore; mein Huppe soll gut gerore [Wilde 258]; vgl. PfWB braten 1 a, PfWB Nadel, PfWB Saft. Einen Neujahrswunsch s. PfWB backen 1 b. Pfänderspiel: Der als Fischer bestimmte Spieler legt auf dem Tisch (im Spiel ist es der Teich) eine Schlinge aus. Auf sein Gebot Fischlein, in den Teich! setzen die Mitspieler ihre Zeigefinger in die Schlinge; beim Ruf Fischlein, aus dem Teich! werden die Finger wieder herausgenommen. Das geht so hin und her, bis der Fischer die Schlinge plötzlich zuzieht und einen Finger zu erhaschen sucht [ KU-Bedb]. — Fischspeisen: gebackener, griener, saurer F. [KL-Enkb, verbr.]. Fischgerichte gibt es in der Fastenzeit, zumal an Gründonnerstag und Karfreitag. Mer hän heit Fisch g'hatt [LA-Gommh, verbr.]. Aus einem [Bd. 2, Sp. 1400] Speisezettel für die Fastenzeit von a. 1444: daby eyer, etwan grune etwan dorre fisch [ZweibrLuRb., Bl. 36]. — 2. a. 'das Sternbild und Tierkreiszeichen der Fische'. Volksgl.: Gelbrüben sät man im Zeichen des Fisches, damit sie lang werden [Schandein Bav. IV/2, 379/80, Becker Vk. 143]. Die Gummere planzt mer im Fisch, noh werre sie glatt [Fogel Beliefs Penns Nr. 1026]. — b. Fischel, Fischelche 'das Insekt Silberfischchen' [verbr.]; vgl. PfWB Mehl-, PfWB Silberfisch. — c. α. Kosewort: Mein lieb Fischelche! [WD-Niedkch NW-Kallstdt Land]. — β. Neckname in PfWB Breit-, PfWB Glattfisch. — d. 'Bonbon in Fischform', Fischle [ GH-Schaidt]. — e. das Fischel 'Schweinelende' [ LA-Mörzh]. — f. der Fusch 'Fettschicht auf der gekochten Milch' [ ZW-Gr'bundb]. — g. 'Wirbelwind' in PfWB Saufisch. — F.: Fusch ist wohl als Ablautbildung zu Fisch aufzufassen; Bertram § 84 sieht hier (ebenso wie Lenz 14) eine Analogiebildung zu Busch/ Bisch 'Busch/Büsche'. Die Form mit -i- setzt sich mehr und mehr durch (vgl. Otterstetter 56 Höh 53); diese Feststellung gilt auch für die Auslandspfälzer, bei denen noch um 1939 Fusch überwog. Pl. allg. Fisch. Dim.: Fischche (fiχə, -jə) verbr. NPf nördl. WPf Beam Penns 35 Don Gal Buch; Fischelche (fiəlχə, -ə), Pl. -er verbr. WPf (etwa von KU-Diedk südwärts) KB-Kriegsf verbr. VPf (von der Nordgrenze bis etwa NW-Wachh) LA-Ilbh verbr. Don Gal; Fuschelche [ WD-Niedkch KB-Kriegsf neben Fischelche; Pl. Fischlich im Raum um Land; Fuschel PS-Gersb LU-Altr (neben Fischel). — Südhess. II 745 ff.; RhWB Rhein. II 485 ff.; Saarbr. 64; LothWB Lothr. 162; ElsWB Els. I 153; Bad. II 158.
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