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 PfWB Füllsel (Bd. 2, Sp. 1639)   PfWB bräunen (Bd. 1, Sp. 1170) 
   Füllsel n.:
1. wie schd., Fills(e)l [verbr.]; F. for die Brotwärscht [ Gal-Josbg]. Zs. PfWB Grundbirnen-, PfWB Hasen-, PfWB Schwartenmagen-, PfWB Weck-, PfWB Wurstfüllsel. Versuch 's F., ob's gewärzt genung isch [ PS-Erfw]. Do schmecken unser Pälzer

[Bd. 2, Sp. 1640]
Keschde als werzig F. in de Gans [Räder 48]. —
2. = PfWB Füllkanne [ ZW-Dellf]. — Südhess. II 1001; RhWB Rhein. II 882/83; ElsWB Els. I 113.

 

   bräunen schw.:
1. Kuche braine 'Kuchen beim Backen mit Ei (Butter, Milch) bestreichen', damit er an Bräune gewinnt und glänzend wird [NW-Kallstdt, verbr.]; mit'm Bensel (Pinsel) b. [WD-Niedkch, verbr.]; vgl. PfWB abglänzen, PfWB anfeuchten, PfWB pinseln, PfWB bräuneln, PfWB Bräunpinsel. Das Brot wird mit Wasser gebraint, wobei das Bräunen vor dem Einschießen und nach dem Herausholen der Brotlaibe vorgenommen wird. —
2. Mehl braine 'in Fett rösten', um die Einbrenne für Suppen und Gemüse zu gewinnen [ KU-Kaulb BZ-Dierb Albw GH-Kand]; dafür häufiger PfWB rösten. Eine Suppe, der man gebraintes Mehl zusetzt, heißt gebraindi Mehlsupp [ BZ-Albw]; vgl. Braunmehl-, PfWB Brennsuppe, PfWB brennen II 4e. —
3. Gerscht braine 'Gerstenkörner rösten', um sie als Kaffee-Ersatz zu verwenden [ LA-Nußd, Gal-Dornf Obl]; vgl. PfWB Malzkaffee. — F.: vorherrschend brainə; südl. VPf vielerorts brāinə; mittl. u. nördl. VPf manchersort broinə. Südhess. I 1081; RhWB Rhein. I 932; Bad. I 311.