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 PfWB füllen (Bd. 2, Sp. 1638)   PfWB April (Bd. 1, Sp. 317) 
   füllen schw.:
1. 'vollmachen', fille (filə), gefillt [verbr.]; 's Glas gut f. [ BZ-Dierb]; die Därem f. (beim Wurstmachen) [PS-Geisbg, verbr.]; de Kessel f. (um Viehfutter zu kochen) [ KU-Schmittw/O]; de Zahn f. 'plombieren' [verbr.]. Zs. PfWB ab-, PfWB auf-, PfWB aus-, PfWB bei-, PfWB ein-, PfWB ver-, voll-, PfWB nach-, umfüllen. Er hot sich de Schuck gefillt, weil er ins Wasser getreten ist [ KU-Schmittw/O]; dass. ohne Objekt: Ich han g'fillt [ Don-Schowe]. Blumennamen: gefillde Schlisselblume [ KU-Schmittw/O]; e gefilldi Ros [ BZ-Dernb]; gefillde Bauremädcher [ GH-Zeisk]. Bez. für Speisen: gefilldi Gans [LA-Gommh, verbr.]; e g'fillt Hinkl [NW-Geinsh, verbr.]; g'filldi Kalbsbruscht [BZ-Albw, verbr.]; g'fillde Pannekuche [ NW-Kallstdt]; gefillde hooriche Knepp [ KU-Bedb]. Scherzh. Antwort auf die Frage, was es zu essen gebe: g'fillde Nuntschele [ Don-Gertianosch]. RA.: sich de Wambe f. 'viel essen' [Ingb]; sich die Säck f. 'sich bereichern' [BZ-Albw, verbr.]. SprW.: E Kindshand is ball gefillt [ KU-A'glan, LU-Friesh]. Speck un Sauerkraut fillt 'm Bauer die Haut [ LA-Nd'hochstdt]. Stambes 'Kartoffelbrei' un Kraut fillt 'm Bauer die Haut [verbr. Don Gal Buch]. E Paffekutt un e Hewammdäsch (Hebammentasche) sin nit se f. [ LA-Nd'hochstdt GH-Kand]. BR.: Nasser April, kihler Mai, fillt die Scheier un gibt viel Haai [ PS-H'einöd]; andere BR. s. PfWB April (I 317 Z. 56), Bauer (I 617 Z. 12), Juli, März.
2. Wein f. 'aus dem Keller auf den Wagen laden' [ KB-Zell NW-Kallstdt Wachh LA-Wey BZ-Heuchh]; Wein uf Flasche f. [ FR-Albsh]; den Taglöhnern 's Trinke f. 'zu trinken geben' [ BZ-Albw]. — Südhess. II 999/ 1000; RhWB Rhein. II 881; LothWB Lothr. 159; ElsWB Els. I 112; Bad. II 250.

 

   April m.: 'der Kalendermonat April', April (aˈbril, Äbril) [allg.]. Die alte Bezeichnung Ostermonat ist nur noch für WD-Niedkch belegt (1930). Am 1. April schickt man sich gegenseitig mit Lügenmeldungen und unmöglichen Aufträgen in den April. Der Gefoppte wird als Aprilsnarr verspottet und es wird ihm zugerufen: April, April!, oder: Am erschde April schickt mer de Narr (oder: Esel), wuhie mer will [allg.]. Mancherorts, so in Gal-Dornf, wird dieser Brauch am 30. April und 1. Mai wiederholt, nur heißt der Genasführte im letzteren Falle Maajstock. Die Wend. 'in de April schicke' wird daneben übertr. für 'zum Narren halten' gebraucht. Volksgl.: En Kind, wu uf der erscht April gebore is, lebt net lang [Fogel Beliefs Penns Nr. 3]. Volksmed.: Was de Winder (oder: Janewar, de März) net will, ho(u)lt sich de A. [verbr.]. BR.:
a. für das Wachstum der Pflanzen: Steckst mich im A., kumm ich, wann ich will, Steckst mich im Mai, bin ich gleich dabei, oder: kumm ich glei [VPf (Wilde 118)]. De A. soll liwere 'liefern', 'm Mai 's halb Laab un's halb Hai [ KU-Bedb, ähnlich: RO-Dielkch GH-Neubg]. Am fufzehnte A., do muß de Kuckuck rufe, er mahn 'mag' stecke, wu er will [ RO-Odh]. —
b. für das Wetter: De A. macht, was er will [allg.]; launisch wie de A. [ NW-Kallstdt]. Is der A. aach noch so gut, er schneet 'm Bauer uf de Hut [ Don Gal Buch, ähnlich BZ-Albw]. Wann de ierschte März die alde Weiwer enaussterzt 'ins Freie lockt', de ierschte A. treibt se sicher wirrer erinn [ RO-Odh]. Bringt de A. noch Schnee un Froscht, gibt's wenich Hai un sauer Moscht [ NW-Frankeck]. Druckner A. is net des Bauers Will [ KL-Reichb, ähnl. LU-Rh'gönh]. Nasser A. es des Bauers Will [ RO-Als, ähnl. PS-Geisbg KB-Kerzh LA-Roschb]. A. kalt un naß, fillt Scheun un Faß [ PS-Geisbg]. A. naß un gelind, gutes Jahr [ NW-Frankeck]. A. trucke un warem macht de Bauer an Hoffnung arem [ FR-Bockh]. Nasser

[Bd. 1, Sp. 318]
A., kihler Mai gibt vel Frucht un Hai [FR-Bockh, ähnl. KU-W'mohr PS-H'einöd Penns Deitsch Eck 4. 5. 1935]. März trocke, A. naß, kiehler Mai, singt de Bauer juchei [ SP-Mechth, ähnl. KU-Hinzw KB-Bubh LA-Gommh GH-Zeisk Don-Gottlob]. Dunnert's im A., macht der Mai, was er will [ GH-Kand]. De A. kann rase, wann nore de Mai hält Maße [ KU-Nerzw]. Is de A. schään un rein, do werd de Mai um so wilder sein [ RO-Als]. Bloost de A. ens Horn, steht's gut for Hai un Korn [ FR-Bockh]. Scherzhaft: Kräht de Hohn am erschte Mai, is allemol de A. vorbei [ KU-Nerzw]. — RhWB Rhein. I 224ff.; LothWB Lothr. 2; ElsWB Els. I 60; Bad. I 69.