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| PfWB Fuhre (Bd. 2, Sp. 1632) | PfWB Fuhr-mann (Bd. 2, Sp. 1635) | |||||||||||||||||||||||||||
1. 'Fuhrwerk, Gespann', Fuhr (fūr) [weithin herrschend], (fūÄ) [ ZW-Hornb KL-Lind Kaislt], (fūÄr) [mittl. VPf (Bertram § 177) GH-Hatzbühl], (fūər) [ LU-Alsh], Fohr (fōr) [verbr. NWPf], (fōÄr) [ KU-Dietschw], (four) [ WD-Niedkch]; vgl. PfWB Fuhrwerk. Zs. PfWB Pferds-, PfWB Gauls-, Kühe-, PfWB Ochsenfuhre. Warnung an Kinder: Baß uf, daßde net unner die F. kimmscht [Klein Wag. 103]. SprW.: E Fraa trägt mehner im Schorz naus, as de Mann mit de F. haamfährt [ LU-Altr]. Volksgl.: Mer därf net zähle, wieviel Fuhre an're Leicht 'im Begräbniszug' sin [Fogel Beliefs Penns Nr. 588]. a. 1537: Es sollen auch unsere gnädige herrn [Bd. 2, Sp. 1633] der obern burg eigene leuth und hintersaßen, die nit mene 'Gespanne' oder fore halten, ihren gnaden frohnen [Weist. von KL-Trippstdt]. a. 1564: die aber keine fuhre habenn, die frönen nitt [SSp., Beschreibung von KL-Wörsb]. a. 1567: der müller soll ein fuhr haben vnd ieder burger hohlen, .. vnd soll es demselben wieder heimführen [PfWeist. I 321 (RO-Ebbg)]. — 2. 'Wagenladung', vgl. PfWB Fahrt 4, PfWB Fuder 2; en schweri F. [ LU-Alsh]. Das is nore e Fihrche [verbr. Gal]; e F. Heu [ KB-Bischh, allg.]; e F. Wein [NW-Wachh, verbr. VPf]; e F. Holz aus'm Wald hole [verbr. Gal]. Zs. PfWB Bier-, Tabak-, PfWB Erdöl-, PfWB Essig-, PfWB Gemüse-, PfWB Heu-, PfWB Holz-, PfWB Kohlen-, PfWB Mehl-, PfWB Milch-, PfWB Möbel-, PfWB Spreu-, PfWB Stein-, PfWB Stroh-, PfWB Weinfuhre. RA.: Willt gleich e F. voll?, zu einem, der noch mehr essen will [ Gal-Dornf]. SprW.: Em B'soffene weicht e F. Heu aus [verbr. Don Gal Buch]. — 3. 'Fahrt, Transport mit dem Wagen'. Er hat die Fohr [ KU-Bedb A'glan]. Zs. PfWB Bettel-, PfWB Bitt-, PfWB Fronfuhre. — 4. Zs. Ab-, Aus-, Ein-, PfWB Gugel-, Wildfuhr. — Südhess. II 992/93; RhWB Rhein. II 873; Saarbr. 69; LothWB Lothr. 176; ElsWB Els. I 136; Bad. II 248.
| 1. 'wer mit dem Fuhrwerk fährt', Fuhr-, Fohr-, Fouhrmann, s. PfWB Fuhre [allg.]. Zs. PfWB Gaulsfuhrmann. De F. fahrt [ KL-Siegb, allg.]. RA.: Er is e gurer Kerl, awwer e schlechder F. [Klein Wagen 114]. Er is e F. wie de Deiwel e Aposchdel [ KU-Schmittw/O]. SprW.: E alder F. kann knalle [Klein Wagen 114]. Net jeder is e F., wo e Gääschel schwingt [Hebel 45 Klein Wag. 114 Gal-Königsau]. For die Fehler, wu der F. macht, kriegt der Ochs die Hieb [ Gal-Obersd]. VR.: Un se Lebdaa werd kee F. reich, dann was er verdient, des versauft er gleich [Kaislt]; Var. s. PfWB versaufen 1 a. Einen anderen VR. s. PfWB alleweil (I 169 Z. 38 ff.). a. 1563: und losen die 3 dörfer aus den fuhrmann und den nechgenger [PfWeist. I 86 (FR-Beindh)]. a. 1628: die Teutschen Herrn (sollen für jede Getreidefuhre in der Ernte) jeglichen fuhrmann geben ein weck [ebd. II 600 (LU-Fußgh)]. — 2. a. das Klickerspiel F. mit 4 Spielern und 8 Klikkern, die an den 8 Ecken eines inneren und eines äußeren Quadrates gesetzt werden. Die Klicker des inneren Quadrates werden über das äußere Quadrat hinausgeschossen; wem das gelingt, der darf den Klicker des äußeren Quadrates behalten [ ZW-Ixh]. — b. das Springspiel Fuhrmannels [Bd. 2, Sp. 1636] [Wasgau-Bote Nr. 13/1934]. — Südhess. II 995/ 96; RhWB Rhein. II 874 ff.; Lothr. 176; ElsWB Els. I 684; Bad. II 249.
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