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 PfWB froh (Bd. 2, Sp. 1603)   PfWB lustig (Bd. 4, Sp. 1075) 
   froh Adj.:
1.
a. 'lustig, heiter', froh [verbr.], fruh [ RO-Rehborn Odh], frouh (frou, frōu) [mancherorts südl. VPf]; vgl. PfWB fröhlich, PfWB lustig. Zs. PfWB himmel-, immer-, PfWB seelenfroh. Der es immer (aarich) f. [ KB-Bischh]. Er is wirrer frisch un f. [ LU-Opp]. Sie is flink un f. [ KU-Schmittw/O]. Wann ich mol dout bin, häwwich mein Ruh, do

[Bd. 2, Sp. 1604]
bin ich frouh [ NW-Gimmdg]. Er macht e f. G'sicht [NW-Geinsh, verbr.]. RA.: Do war mr f. wie 1000 Mann [Kühn Schnitze II 22]. Er is f. wie de Paff am Oschderdag (über die Spenden der Gläubigen) [Hebel 17]. Einen VR. s. PfWB trotzen (II 551 Z. 39/40). —
b. 'erfreut (über etwas)'. Zs. PfWB schadenfroh. Ich bin f., daß m'r bis jetzt all g'sund waren [ LA-Gommh]. Bei dene areme Zeide muß m'r fruh sin, wammer Brot hot [ RO-Odh]. SprW.: Mer kann doch f. sin, wammer sein grade Glirrer hat [KL-Reichb, verbr.]; dass. mit dem scherzh. Zusatz: un d'r Äärwet ausweiche kann [ GH-Leimh]. Einen VR. s. PfWB Bube (I 1308 Z. 40/ 41). —
2. 'freudebringend'. Ich winsch d'r e frohes Fescht (frohe Oschdere) [verbr.]. — Südhess. II 966; RhWB Rhein. II 821 ff.; LothWB Lothr. 175; ElsWB Els. I 177; Bad. II 235.

 

   lustig Adj.:
1. wie schd., luschdich [verbr., Christmann Kaulb 19, 88 Mang 108 Otterstetter 258 Lambert Penns 101 Buffigton-Barba Penns 155 Krämer Gal 144], luschdisch [vereinzelt, Henn Mda.-Int. 62]; Zs.: PfWB heirats-, PfWB lebens-, PfWB stech-, PfWB tanz-, unlustig; e luschdich Gesicht [ ZW-Bechhf]. Der guckt ääm mit luschtiche Aue oon [ KU-Schmittw/O]. RA.: Er macht sich l. iwwer'n 'belustigt sich über ihn' [LU-Opp, verbr.]. Do geht's l. zu [Krämer Sprachsch. 144]. Alloh, l., daß mer hääm kummen!, Zuruf an die Pferde [ BZ-Dernb]. Mach e bißche l.! 'Bewege dich etwas munterer, beeile dich!' [ PS-Fehrb KB-Dannfs]. Heit simmer emol l. un fidel! [Krieger 23]. Die Buwe waren gescht e' bißche l., sagte eine Wirtin in KL-Queidb nach einer Schlägerei, als ein Fremder wegen der Blutspuren fragte [Schandein Bav.

[Bd. 4, Sp. 1076]
IV,2 386]. E Mädche, hibsch als wie e Ros' ... Un l. wie e Dischtelfink [Münch Weltgesch. 140]. De Woin macht l. [Krieger]. RA.: Der is l. wie e Grickselmais'che [ PS-Saalstdt]. Kommt de Dag, bringt de Dag, l. wolle mer lewe, sagen Menschen, die sorglos in den Tag hineinleben [ NW-Greth, vereinzelt]. SprW.: Sauer (saueres Essen) macht l. [Bergz (Kamm 37) auch Don Gal Buch]. L. uhne Geld esch aach e Gab Gottes [ BZ-Dierb, mancherorts]. En luschtich Haz (Herz) geht iwwer alles [PennsDeitschEck 27. 2. 1954]. L. gelebt un selig g'storwe, isch em Deifl d' Rechnung verdorwe [ GH-Kand, LU-Oggh Opp]. Rätsel von der Geige: 's hängt an dr Wand un wanns erunnerkimmt, dann eðes (ist es) l.? [ KU-Kaulb]. VR.: L. un kä Geld im Sack; / Kerwe un kä Kuche. / Lumperei esch üwerall, die braucht ma nit zu suche [BZ-Wernbg (PfL 15. 9. 1934)]. Sei l., du Schote, / Was babbelscht vun Not? / Du lebscht jo so korz / Un so lang bischte dot! [Palatina 30/1933]. Hochzich, Hochzich - hohe Zeit / L. sin do alle Leit [Krieger 29]. Daß ich e luschtig Mädel bin, / Des sieht ma an unserm Haus, / Die vorderscht Wand, die wackelt schun, / Die hinnerscht fallt ball raus [BZ-Wernbg (Feierowend 2/1950 1)]. Heit esch unser Kerwedag, / Un do geht's l. zu! / Do gitt's Schweinebrote, / Brotworscht, Karmenode, / Jo, do geht's l. zu, valera! / Jo do geht's l. zu (Lied) [ BZ-Dernb]. Weitere VR. s. PfWB Holzapfelbaum, PfWB Joachim, PfWB Karoline, PfWB Kor2, PfWB Mutter, PfWB Wirtschaft.
2. subst.
a. Bruder Luschtich 'lebenslustiger, leichtlebiger Bursche' [GH-Schwegh Krämer Gal 144]. —
b. die Luschtich 'Durchfall' [ KL-Reichb], wohl verkürzt aus die luschtich Katterin, dass. [ebd.]. — Südhess. IV 454; RhWB Rhein. V 648/49; LothWB Lothr. 346; ElsWB Els. I 620.