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 PfWB frischen (Bd. 2, Sp. 1601)   PfWB bräunen (Bd. 1, Sp. 1170)   RhWB pinseln (Bd. 6, Sp. 863) 
  frischen schw.: 's Brot frische 'vor und nach dem Backen mit Wasser bestreichen' [RO-Münstapp]; vgl. PfWB bräunen 1. Südhess. II 963; RhWB Rhein. II 817.

 

   bräunen schw.:
1. Kuche braine 'Kuchen beim Backen mit Ei (Butter, Milch) bestreichen', damit er an Bräune gewinnt und glänzend wird [NW-Kallstdt, verbr.]; mit'm Bensel (Pinsel) b. [WD-Niedkch, verbr.]; vgl. PfWB abglänzen, PfWB anfeuchten, PfWB pinseln, PfWB bräuneln, PfWB Bräunpinsel. Das Brot wird mit Wasser gebraint, wobei das Bräunen vor dem Einschießen und nach dem Herausholen der Brotlaibe vorgenommen wird. —
2. Mehl braine 'in Fett rösten', um die Einbrenne für Suppen und Gemüse zu gewinnen [ KU-Kaulb BZ-Dierb Albw GH-Kand]; dafür häufiger PfWB rösten. Eine Suppe, der man gebraintes Mehl zusetzt, heißt gebraindi Mehlsupp [ BZ-Albw]; vgl. Braunmehl-, PfWB Brennsuppe, PfWB brennen II 4e. —
3. Gerscht braine 'Gerstenkörner rösten', um sie als Kaffee-Ersatz zu verwenden [ LA-Nußd, Gal-Dornf Obl]; vgl. PfWB Malzkaffee. — F.: vorherrschend brainə; südl. VPf vielerorts brāinə; mittl. u. nördl. VPf manchersort broinə. Südhess. I 1081; RhWB Rhein. I 932; Bad. I 311.

 

 pinseln schw.: 1. leicht mit dem Pinsel überstreichen; er hot norəst paarmol so driwer gebenselt; u. verächtl. anstreichen, de werd gar nit ferdig mit b. an seim Haus Rhfrk, u. so überall mögl. RA.: Der föllt sech onger der Buk (Bauch) gepinselt geschmeichelt MGladb. — 2. übertr. a. et binselt mech es juckt mich May. — b. scherzh. den Taktstock schwingen MGladb-Rheind. — c. Geschlechtsverkehr ausüben Trier-Stdt, Kobl-Stdt [bę-, aber p. 1 -ø- Trier]. — d. Lecker bänselt eine Wend. im Klickersp.; derjenige, der als letzter in der Reihenfolge gilt,

[Bd. 6, Sp. 864]
darf sich, falls er noch zum Wurf kommt, den Rest der eingesetzten Klicker nehmen Trier-Heidenbg. — e. bęnts- sich zimperlich benehmen Wend-Guidesw; em ganzen Dorf erumbänseln herumlaufen Trier-Beuren; pi·n.z- geziert gehen MülhRh. — Abl.: die Pensel(er)ei, dat Gepensels.