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1. a. 'Einwohner von Frankreich', bes. 'französischer Soldat', Franzos (franˈdsōs, -ḁ-) [fast allg.], (frḁndsous) [Land u. Umg.], (frḁndsḁus) [ BZ-Billh], Pl. Franzose; vgl. PfWB Franke, PfWB Franzmann. Zs. PfWB Sau-, PfWB Stockfranzose. RA.: Er kann liesche (lügen) wie e F. [ LU-Opp]. VR.: Franzouse kummen geloffe mit lauder Offizier; de Hauptmann scheißt in d' House un ruft: Papier, Papier! [ LA-Nußd]; s. auch die Reime bei Frack 1, PfWB Frau 2 a. AR.: 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, wo sind die Franzosen geblieben? In Moskau im Schnee. O weh, o weh! [Kaislt]. 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, die Franzosen zogen auf die Jagd mit Schlappen und mit Schuh, du haltst zu [Hombg]; vgl. auch PfWB Austerlitz, PfWB Danzig. — b. Neckname. α. für die Bewohner von KU-Aschb. — β. für die Bewohner von Don-St.Hubert, Soltur und Charleville, wegen der Herkunft ihrer Vorfahren aus Elsaß und Lothringen. — 2. = PfWB Franzosenschlüssel [ Gal-Dornf]; vgl. PfWB Engländer 2 c. — 3. Pl. a. Bez. für Krankheiten. α. 'Geschlechtskrankheit beim Menschen', bes. 'Syphilis' [verbr.]; vgl. PfWB Franzosenkrankheit. Er hot die Franzose in de Hose [SOPf]. Warnung vor einer geschlechtskranken Frau: Bleib vun dem, das hat die F. [ KL-Reichb]. Auch von Geschlechtskrankeit beim Vieh [ LU-Oggh]. — β. 'Tuberkulose beim Rind'. Die Kuh hot die F. [(1925) verbr. nördl. u. mittl. VPf östl. NPf]; vgl. PfWB Perlsucht. — γ. 'Menstruation' [ LU-Limbghf]; vgl. PfWB Geblüt. — b. α. 'Küchenungeziefer' [Pirmas LU-Oggh NW-Kallstdt]; vgl. PfWB Schabe. — β. 'große Ameisen' [PS-Nünschw (PfId. 47)]. — γ. 'Lilienhähnchen', eine rote Käferart [ ZW-Battw]; vgl. Geigenmännchen. — c. eine Schweinerasse [ LU-Opp]. — d. FlN Bei den Franzosen, frühere Bez. für die [Bd. 2, Sp. 1568] Waldabteilung 'Neustadter Wald' bei KL-Trippstdt (Antonihof). — Südhess. II 925/26; RhWB Rhein. II 731/32; ElsWB Els. I 182; Bad. II 218.
| 1. a. 'klar, von heller Farbe'; a. 1339: zwei fuder wingeltes, gemeines Huntsches wines, der einz sol sin luter win, vnd daz ander rot win [OttbgUrkb. 403]; a. 1423: Hingegen ein jeder Capellan oder Schulmeister an Lauthern Wein Fünfthalb Viertel [Niedhammer 157]; a. 1629: der soll inen bestellen weyßbrodt, grüen fleisch vnd lauttern wein [PfWeist. 724 (FR-Gr'karlb)]. — b. 'unbefruchtet', vom Hühnerei, lauder [ LA-Leinsw]. — 2. 'nur, nichts als, ausschließlich', lauder (laudə(r), laudÄ) [verbr., Henn Mda.-Int. 93 Karch Gimmdg/Muttstdt 116 Müller Dietschw 47 Schneckenburger 44 Lambert Penns 97 Krämer Gal 139], (lāudə(r), -Ä) [mancherorts südl. VPf, Karch Jockgr/Nd'horb 90 Karch Dahn/Wilgws/Iggb 140], laurer (laurər) [mancherorts], ludder [lothr. SWPf], luller [IB-Ensh (Glass 60)]; l. farwiches (farbiges) Lääb [Runck Du un ich 53]. L. sou Dings (Dummheiten) hot er em Kopp [ LA-Herxh]. Un die annere (Rebstöcke) warn rot un roschdich vun l. Kranket un l. Perenoschpra [ NW-Gimmdg]. Er hot die Sunn gemolt mit l. Strichlich (Dim. Pl.) [ BZ-Dernb]. Er bringt 's Maul nimmi uf var l. Fett, von einem mit einem dicken Gesicht [ LA-Herxh]. Ich sen ganz steif vum l. Hucke (Sitzen) [ KU-Bedb]. Er macht e G'sicht, als wann er l. Essig gesoff hätt [ LU-Limbghf]. RA.: Wo du net bescht Herr Jesu Krischt, esch l. Lumberei, dabei wird mit den Fingern die Bewegung des Geldzählens gemacht [ LA-Nd'hochstdt]. VR.: s. PfWB Apfel, PfWB Franzose, PfWB Gleiche.
| 1. a. 'Einwohner von Frankreich', bes. 'französischer Soldat', Franzos (franˈdsōs, -ḁ-) [fast allg.], (frḁndsous) [Land u. Umg.], (frḁndsḁus) [ BZ-Billh], Pl. Franzose; vgl. PfWB Franke, PfWB Franzmann. Zs. PfWB Sau-, PfWB Stockfranzose. RA.: Er kann liesche (lügen) wie e F. [ LU-Opp]. VR.: Franzouse kummen geloffe mit lauder Offizier; de Hauptmann scheißt in d' House un ruft: Papier, Papier! [ LA-Nußd]; s. auch die Reime bei Frack 1, PfWB Frau 2 a. AR.: 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, wo sind die Franzosen geblieben? In Moskau im Schnee. O weh, o weh! [Kaislt]. 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, die Franzosen zogen auf die Jagd mit Schlappen und mit Schuh, du haltst zu [Hombg]; vgl. auch PfWB Austerlitz, PfWB Danzig. — b. Neckname. α. für die Bewohner von KU-Aschb. — β. für die Bewohner von Don-St.Hubert, Soltur und Charleville, wegen der Herkunft ihrer Vorfahren aus Elsaß und Lothringen. — 2. = PfWB Franzosenschlüssel [ Gal-Dornf]; vgl. PfWB Engländer 2 c. — 3. Pl. a. Bez. für Krankheiten. α. 'Geschlechtskrankheit beim Menschen', bes. 'Syphilis' [verbr.]; vgl. PfWB Franzosenkrankheit. Er hot die Franzose in de Hose [SOPf]. Warnung vor einer geschlechtskranken Frau: Bleib vun dem, das hat die F. [ KL-Reichb]. Auch von Geschlechtskrankeit beim Vieh [ LU-Oggh]. — β. 'Tuberkulose beim Rind'. Die Kuh hot die F. [(1925) verbr. nördl. u. mittl. VPf östl. NPf]; vgl. PfWB Perlsucht. — γ. 'Menstruation' [ LU-Limbghf]; vgl. PfWB Geblüt. — b. α. 'Küchenungeziefer' [Pirmas LU-Oggh NW-Kallstdt]; vgl. PfWB Schabe. — β. 'große Ameisen' [PS-Nünschw (PfId. 47)]. — γ. 'Lilienhähnchen', eine rote Käferart [ ZW-Battw]; vgl. Geigenmännchen. — c. eine Schweinerasse [ LU-Opp]. — d. FlN Bei den Franzosen, frühere Bez. für die [Bd. 2, Sp. 1568] Waldabteilung 'Neustadter Wald' bei KL-Trippstdt (Antonihof). — Südhess. II 925/26; RhWB Rhein. II 731/32; ElsWB Els. I 182; Bad. II 218.
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