Vor-hang m.: wie schd., Vorhang (fōrhaŋg) [vorn. WPf NPf selten VPf], (-hḁŋg, -hǫŋg) [vorn. VPf selten WPf]; Pl. Vorhäng (-hęŋg) [allg.]; zu den Formen vgl. Heeger Südostpf § 52, Bertram §§ 23 - 26, Christmann § 9, Höh § 7A4. De Alkov hot e bunde V. [ NW-Dürkh]. Er schlooft hinner'm V. 'erhält eine Gardinenpredigt' [ KU-Schmittw/O]. An alle Fenschter schielen so Vorhängelsgucker hinner de Vorhäng raus uf d' Gaß [Zahn Pläsier 234]. RA.: Han ehr deheem Vorhäng statt Deere?, zu einem, der die Tür offenstehen läßt [ PS-Saalstdt]. Aarme Leit brauchen kää Vorhäng [ NW-Gimmdg]. Einen VR. s. PfWB Bank (I 552, Z. 57 ff.). a. 1580: Ein schwartzer leinen vorhang, so man in der fasten braucht [Seel, Chronik von Deidesheim]. Zs. PfWB Scheibenvorhang. Südhess. II 872; RhWB Rhein. III 222; ElsWB Els. I 356 Vorhenkel; Bad. II 203. | | PfWB ElsWB Vor -hang: 1. Fenstervorhang, Gardine; Spetzenfürh. Tüllgardine [Pl. -hę·ŋ. (usf.); doch -ha·ŋ.ən Saarbg, Trier-Hochw]. — Fürhangkschloss wie nhd. (meist Klauster). — 2. lederner Riemen, mit dem der Dreschflegel an die Rute befestigt ist Meis-Meddersh. |
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