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| PfWB flattern (Bd. 2, Sp. 1432) | PfWB schmeicheln (Bd. 5, Sp. 1154) | |||||||||||||||
1. a. 'unsicher mit raschen Flügelschlägen fliegen', flattere (fladərə, -ḁ-) [vereinzelt WPf u. NPf häufiger VPf, s. K. 131], flarrere [ GH-Kand]; vgl. PfWB flatschen 2 a, PfWB flattchen, PfWB flattchern 1 a. E klää Vechele flarrert [ GH-Kand]. Die Flättchermaus flattert [KU-Bechb, verbr.]. — b. 'sich im Winde bewegen'; die Fahne flattere losse [ LA-Wollmh Gommh RO-Dielkch]; vgl. PfWB flattchern 1 c. — 2. a. 'weggehen, sich entfernen', im scherzh. Abschiedsgruß: Fahr wohl un flattere! [ FR-Grünstdt]; vgl. PfWB abflattern, PfWB Flatter1. — b. 'umherstreunen' [ KL-Enkb FR-Dirmst]; vgl. PfWB flanieren 1. — c. einen f. lassen 'das Vertrauen verweigern', z. B. im Verein abwählen. Er esch g'flatterr [ LA-Burrw]; vgl. PfWB fliegen 5 b. Südhess. II 779; RhWB Rhein. II 535; ElsWB Els. I 174; Bad. II 169.
| 1. 'sich liebkosend andrücken, anschmiegen, streicheln, tätscheln', von einem Kind, einem anderen geliebten Menschen, auch: 'Tiere streicheln', schmäächele (mχələ) [verbr. mittl. u. südl. WPf mancherorts NPf VPf, Müller Dietschw 65], schmäächle (mχlə) [verbr. mittl. u. südl. VPf SPf mancherorts übrige Pf, Rußl-Katht Sulz], schmeech(e)le (mēχlə, mēχələ) [BZ-Nd'horb, mancherorts VPf [Bd. 5, Sp. 1155] vereinzelt übrige Pf, Lambert Penns 136 Krämer Gal 188], schmääschele (mələ) [ HB-Peppk NW-Hardbg BZ-Queichhmb], schmääschle (mlə) [ GH-Westh], schmaachele (māχələ, mχələ) [KB-Boland, mancherorts NPf nördl. WPf, Krämer Gal 188], schmaachle (māχlə) [ KL-Obernh LU-Dannstdt LA-Edh], schmaaichele (māiχələ) [RO-Imsw, mancherorts NOPf mittl. NPf LU-Altr GH-Neubg Wörth, Christmann Kaulb 24, 92], schmaaichle (māiχlə) [ RO-Schweisw KB-Albish Orb FR-Albsh Kindh Kl'niedh Merth Quirnh LU-Altr GH-Neubg], schmaaischle (māilə) [ FR-Merth]; Syn.: PfWB abdrücken I 2, PfWB abknutschen, PfWB aiden, PfWB alen1, PfWB andrücken 3, PfWB anheimeln 3, PfWB anschmusen 2, PfWB antätscheln, PfWB plätscheln, PfWB puppeln 1 a, PfWB pussieren 2, PfWB darauftatschen 3, PfWB tätscheln 1 a, drükken 1 b α, PfWB tutscheln2, PfWB fahren I5a, PfWB verdrücken 3 b, PfWB verhätscheln, PfWB verknollchen, PfWB vernudeln 1, PfWB verquirksen, PfWB verschmützeln, PfWB verschnudeln 2, PfWB vertätscheln 1, PfWB flattern2, PfWB hätscheln 1a, PfWB häubeln 2 a, PfWB heimeln 2 b, PfWB herumnudeln, -tätscheln 1, PfWB herzen, PfWB hutscheln1 1bβ, PfWB knollchen, PfWB knöllchen, PfWB knullchen 2 PfWB b, PfWB knotschen, PfWB knozen 2 a, PfWB knutschen, PfWB knötschen 1 bα, PfWB kraueln, PfWB liebdrücken 1, PfWB liebkosen 1, PfWB schmeigen, PfWB schmiegen 1, PfWB schmusen 2, PfWB streicheln, PfWB umarmen; es Kinn schmäächele [ZW-Stamb]; aam (de) Bart schmeechele [ ZW-Battw, KL-Matzb LU-Neuhf]; 's Bärdl 'Kinn' schmäächle, bei Kindern [ NW-Geinsh]. Ich schmächel der de Bagge [RO-N'hemsb, HB-Limb mancherorts ges. Pf]. Hiwwele wie Brischt, / rund un so mollich, / daß ma se schmäächele meecht [Kraus Pädcher 35]. Die Katz schmäächelt gern, streicht um einen herum, drückt sich an die Beine an [NW-Haßl, mancherorts ges. Pf], schmäächelt sich [ RO-Rehborn]. Daß sich es Kätzje so gär (gerne) wollt schmäächele losse [Kraus Unser Babbe 72]. Ich häng's em Kätzel an de Hals, - / Un schmächel em sei Fellche (der Katze eine Glocke umhängen) [Woll 83]. Was er wirrer schmäächelt! 'mir die Wangen streichelt' [ RO-Semb]. Bevor er trinkt, schmäächelt er immer 's Glas [Damm Nawwel 40]. Ich dricke dich, so zart ich kann, / un losse dich hejt nimmeh los. / Komm, krabbel dabber off mei Schoß! / Mir schmächele uns um die Wett. / Herrjeh, wie nett! [Kraus Gutsjer 60]. Dort han ich aach e Schätzche, / das schmäächelt wie e Kätzche [Münch Werke I 238]. Was kann er wirrer schmäächele! [ KU-Ulm]. Doch hinne in der letsche Roi / Sin zwee as nanner gleiche; / Er schmeechelt sich so an re hie, / Dutt Ihr die Backe schtreiche [Birmelin Penns Poems 122]. RA.: Dene Herre muß mer de Bort schmächele, man muß ihnen Gutes sagen, um sie gnädig zu [Bd. 5, Sp. 1156] stimmen [ ZW-Bechhf]. — 2. 'jemandem Angenehmes sagen, um dessen Gunst zu gewinnen, schönreden, Komplimente machen, umwerben' schmäächele [ WD-Hoof LA-Diedf], schmäächle [ SP-Harths BZ-Heuchh GH-Bellh], schmaichle [ LA-Siebdg]; Zs.: PfWB an-, PfWB einschmeicheln; Syn. s. PfWB einschmeicheln; weitere Syn.: PfWB anschieben 3, PfWB bekuren, PfWB flattern2, die Flattesse machen, Flattusen 1 machen, fuchsschwänzen, glünzeln 2, PfWB gockeln1 6, PfWB herumhowenzeln, -scharmieren, -scharwenzeln, -schnäuken 2, -tänzeln, -tanzen 2, den Hof 5 machen, hofieren 1 a u. 1 b, PfWB howenzeln 4, PfWB karessieren, PfWB kascholieren, katzenbukkeln, PfWB krabbeln 3 c, PfWB krabenzeln, PfWB kränzeln, PfWB krawänzeln, die Kur (Cour)1 machen, schmarotzen 2. Der kann schmächle! [ SP-Harths, PS-Burgalb]. Er schmäächelt em [ KL-Fischb]. Un ob der Franzmann droht, ob schmäächelt / Un ob er Lieb un Freindschaft häächelt - / 's hat all kee Wert [Münch Werke II 225]. — RhWB Rhein. VII 1449/50; LothWB Lothr. 453 schmächelen; ElsWB Els. II 478 schmeichlen.
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