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 PfWB Vieh-natur (Bd. 2, Sp. 1364)   PfWB Natur (Bd. 5, Sp. 87) 
  -natur f.: 'kerngesunde, widerstandsfähige Körperbeschaffenheit'. Der hat e Viehnadur [ ZW-Gr'bundb]; vgl. PfWB Viehkraft, PfWB -mensch 2. DWB DWb. XII/2, 93. —

 

   Natur f.:
1. 'was ohne Zutun des Menschen existiert oder sich entwickelt', Nadur (naˈdūr) [verbr., auch Auslandspfälzer]. Isch (bei der) allis N.?, von einer Vollbusigen [ PS-Erfw]. SprW.: Die N. loßt sich nix befehle (loßt sich net vespotte, net veläägele) [Krieger 38]. Im bes.
a. 'Menstruation' [SOPf (Heeger Nachl.)]. —
b. 'Sperma' [ebd.] —
2. 'auf Veranlagung beruhende Eigentümlichkeit'
a. 'körperliche Verfassung, Konstitution'; Zs.: PfWB Bären-, PfWB Pferds-, PfWB Vieh-, PfWB Gauls-, PfWB Hundenatur. Der hot e N. vun Eise [NW-Hardbg u. Umg.], e N. wie e Gaul [ KU-Ulm]. Ich hun e gudi N. 'bin für Krankheiten nicht anfällig' [ Gal-Dornf]; mit dem Zusatz: wie e Perd [ HB-Kirrbg]. —
b. 'seelische Eigenart, Charakter, Gefühl, Gewissen'. Der hot e eiskalde N. [ SP-Mechth]. Ich hun net dem sei N. [Krämer Gal 155]. 's geht mer wedder (geche) die N. 'gegen mein Gewissen' [BZ-Dernb. verbr.]. Voraussetzung für eine gute Ehe ist, daß der Mann e gut N. hat [ IB-Biesing]. — Südhess. IV 936/37; RhWB Rhein. VI 111/12; Lothr. 381/82; ElsWB Els. I 792.