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| PfWB Vieh-mist (Bd. 2, Sp. 1364) | PfWB Mist (Bd. 4, Sp. 1344) | |||||||||||||||
| 1. a. 'Tierkot aus dem Viehstall, als Dünger verwendet', Mischt (mid) [verbr. NOPf SWPf mancherorts übrige Pf, Karch Dahn/ Wilgws/Iggb 230 Schneckenburger 23 Lambert Penns 105 Krämer Gal 149], Mescht (męd, med) [mancherorts mittl. VPf SOPf NPf NWPf KL-Stelzbg Weilb PS-Bundth, Bertram § 79 Christmann Kaulb 14, 79 Heeger Südostpf. 9 Mang 99 PfId. 94 Krämer Gal 149]; Zs.: PfWB Pferds-, PfWB Tauben-, PfWB Gauls-, PfWB Geißen-, PfWB Hühner-, PfWB Hünkels-, PfWB Kuh-, PfWB Kunst-, PfWB Laub-, PfWB Lese-, PfWB Sau-, PfWB Streusel-, PfWB Stroh-, PfWB Viehmist; M. fihre 'M. auf das Feld fahren', [ LA-Nd'hochstdt, mancherorts]; M. fahre, dass. [ KU-Diedk KB-Kerzh]; M. enausschaffe 'den [Bd. 4, Sp. 1345] Stall ausmisten' [ LU-Opp, mancherorts]; M. ausdu, dass. [ KU-Bedb]; M. sprääde 'M. auf dem Feld verteilen' [ NW-Gönnh, mancherorts]; M. suche (lese, raffe) 'Tierkot von der Straße einsammeln' [mancherorts]; korzer M. 'M., bei dem im Ggs. zum lange M. das Stroh schon weitgehend verrottet ist' [ BZ-Albw]. Hasch' de M. ball draus? [ PS-Erfw]. Hänner (Habt ihr) eiern M. schun g'fahre? [ NW-Freinsh]. Er dingt mit M. [ LA-Gommh]. 's Hai is de reinschte M. [ LU-Alsh]. Kannscht moje (morgen) helfe, M. traa'e? [ NW-Freinsh]. Noher kannschde noch M. spräre (spreiten) [ IB-Ommh]. Spat de M. in de Schlag! 'Grabe mit dem Spaten den Mist unter!' (Schlag = Grabfurche) [ BZ-Dernb, KU-Herschw/Petth]. Der Acker hot se Lebdag a noch ken M. g'sehne, von einem schlecht gedüngten Acker [ NW-Kallstdt]. 's is scheen Wedder heit, die Bauere fahre M. [ KU-Diedk]. RA.: naß wie M. [Kaislt PS-Saalstdt, mancherorts Gal]; faul wie M. [ GH-Hatzbühl, mancherorts, auch Gal]. Von einem reichen Bauern: Do is Grund un M. un Saches [ LU-Opp]. Der werd net meh lang M. mache, von einem, der nicht mehr lange leben wird [ Gal-Bagbg, WD-Niedkch]. Der redt do e Dreck z'amme, wie wann er M. g'freß hätt [Kaislt]. Des is net uf sei'm M. g'wachse 'Das stammt nicht von ihm, er schmückt sich mit fremden Federn' [LU-Muttstdt, verbr.]. Er hot Geld wie M. 'Er hat viel Geld' [mancherorts, auch Auslandspfälzer], oft mit einschränkenden Zusätzen: nor nit so lang [ Don-Gottl], awwer kens in de Kischt [ PS-Saalstdt]. Serscht (Zuerst) kummt e Wächel voll M., nocht kummscht lang, lang du [ LA-Wollmh]. Do hilft 's Bede nix, do muß M. nein [ LU-Friesh]. SprW: Kleen Vieh gebbt aach M.! [Feierowend 23/1955 2, mancherorts]. Geld un M. wänn (wollen) niemools lange [ BZ-Dierb]. Geche än Wache voll M. kann äner allää net anstinke [ LU-Friesh]. M. es de Herr 'Die Düngung mit Mist entscheidet über das Wachstum'; vgl. dazu PfWB Mistus [ WD-Niedkch]. BR.: Wann im Feberwar die Schnoke geiche uf M., soll mer's Fuder sperre in die Kischt [ LU-Oggh]. Aprilschnee is so gut wie M. [Zeitw. Gal. 1959]. Volksgl.: Am Freitag soll kein M. untergezackert werden, sonst fressen ihn die Würmer [PfHR 16/1931]. VR.: Wann die Frankesteener M. nausfahre, / brauche se kenn Karch se lare (laden) usw., Forts. s. PfWB Birkweiler. Var. für BZ-Rambg NW-Frankst LA-Birkw s. Hebel 93, Sunndag 14. 9. 1958, PfL 14. 10. 1933. Weitere VR. s. PfWB Dampfknopf, PfWB Lehrer. a. 1297: vnd sollent allen den mist der da wirt uffe daz selbe gut dun [Corpus IV 2 (NW-Lambr)]. a. 1425: myst tragen [Lein-Arch. (Löhne)]. a. 1514: Item 4 β 11 δ vor 8 tage myscht in die wingert zu berghußen zu dragen [GgHospR]. a. 1515: den knechten ... geschenckt do sie den myscht ußgefurt [ebd.]. a. 1528: vnd [Bd. 4, Sp. 1346] sal alle jar 4 karren myst in den wingarten furen [Kurpf. 884 (RO-Duchr/Ohs)]. a. 1553: einen tag mist führen [ABlieskst 40 (IB-Blickw)]. a. 1652: Myst oder Dung [GgHospR]. — b. 'Dungstätte, Misthaufen' [mancherorts], dafür jedoch häufiger f.: Miste. RA.: Sie hot's Geriß (s. PfWB Geriß 2) wie's Birrels (Büttels) Gansert, den hot de Hund uf'm M. verriß [ FR-Albsh]; auch: wie's Biddels Gans, siewe Monet uf'm M. g'hockt un dann hot se de Wolf gefreß [ NW-Haßl Spey]. Redet einer recht dumm daher, so kann er zu hören bekommen: Ebbes Dummeres isch nanit uff'm M. verreckt [Wasgau-Bote 11/1934]. SprW.: Jerer Hahn sell uf seim M. krähe [ BZ-Dierb]. BR.: Wann de Hahn kräht uf'm M., ännert sich's Werrer [ BZ-Stein], meist mit dem scherzh. Zusatz: oder 's bleibt wie's is [verbr.]. Kräht de Hahn uf'em M. bleibt's Werrer wie's is, kräht er uf de Heh, gibt's Rege orrer Schnee [ LU-Alsh]. VR. s. PfWB ausleeren 1. — 2. übertr. a. 'minderwertiges Zeug, Unsinn, Unfug, dummes Gerede'; vgl. PfWB Bockmist. Er macht M. 'Er macht Unsinn, macht etwas verkehrt' [GH-Zeisk, verbr.]. Er dut M. verzabbe, dass. [ LA-Roschb, mancherorts]. Du babbelscht awwer M. [ PS-Kröpp]. Er plaurert M. [ GH-Zeisk]. Der redd e M. sesamme! [ KB-Morschh]. Der macht vieleicht e M. z'samme [ LA-Gommh]. In dem seim Hern is M. [ ZW-Bechhf]. Du host aw'rah nor M. im Kopp, / Drum steht dei' Belz so dick [Schandein Ged. 64]. — b. ewiger M. 'Quecke (Agriopyrum repens)' [ FR-Flomh NW-Duttw LA-Böbing]; Zs.: PfWB Bauern-, PfWB Nachbarsmist; Syn. s. PfWB Quecke. — Südhess. IV 682 ff.; RhWB Rhein. V 1175; LothWB Lothr. 364; ElsWB Els. I 733/34.
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