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 PfWB Fick-mühle (Bd. 2, Sp. 1356)   PfWB Ficke (Bd. 2, Sp. 1355)   PfWB Ge-fick (Bd. 3, Sp. 107) 
 -mühle f.:
1. 'beim Mühlespiel die Stellung der Steine, bei der mit einem Stein zur gleichen Zeit eine Mühle geöffnet und eine zweite geschlossen wird', -mihl [verbr., auch Don Gal Buch]; vgl. PfWB Ficke 2 a, PfWB Ficker.
2.
a. 'das Mühlespiel mit zweimal neun Steinen' [verbr.]; vgl. PfWB Fickmühlchens, PfWB -mühlens. —
b. 'Fuchs- und Gänsespiel der Kinder' [Lambert Penns 55]. — Südhess. II 709; RhWB Rhein. II 440; Saarbr. 63; LothWB Lothr. 158; ElsWB Els. I 674; Bad. II 142.

 

   Ficke1 f.:
1.
a. 'Tasche', Ficke [Klein Prov. 112]. —
b. 'Geschlechtsteil der Kuh', Fick [ RO-Duchr]; vgl. PfWB Tasche 2 b ε. —
2.
a. = PfWB Fickmühle 1 [ LA-Herxh]. —
b. 'gutes Plätzchen, günstige Lage'.
α. 'Quelle materieller Hilfe'. Er hot (bei seinen Großeltern) en F. [ BZ-Dernb LA-Herxh]. —
β. 'günstiges Plätzchen, geeignet als Versteck' [ KU-Wolfst]. —
3. 'Versammlungsort der Klatschbasen'. Bei 's Kleine isch die F. [ NW-Meckh]. —
4. 'was Spaß bereitet'. Des war e F.! [ FR-Studh]; vgl. PfWB Fez. Ironisch: Des is mer e schäni F., wenn man z. B. ein verwirrtes Knäuel Wolle auflösen soll [ FR-Höning].

[Bd. 2, Sp. 1356]

5. s. PfWB Laus-, PfWB Spatzenficke. — Südhess. II 708; RhWB Rhein. II 437; ElsWB Els. I 102/03; Bad. II 142.

 

   Ge-fick, -fuckn.:
1.
a. 'Vorrichtung (Maschine, Werkzeug u. dgl.), die nicht gut funktioniert oder durch Alter unbrauchbar geworden ist', G(e)fick (gəfig, gfig) [allg., auch Don Gal Buch]. Das is d'r e G.! [RO-L'meil, verbr.]; e raulich G. [ RO-Odh]; e dumm G. [ HB-Altstdt]; e aldes G. [HB-Kirrbg, verbr.]; vgl. Gefährt 2. —
b. 'etwas Kompliziertes, Verworrenes' [verbr.]. —
c. verächtlich von einem Ding überhaupt [mancherorts, bes. WPf, Don-Werb verbr. Gal]. —
2.
a. 'Geheimnis innerhalb einer Gruppe von Menschen', vgl. PfWB Ficke 3. Die hän e G. minanner [NW-Ruppbg, verbr.]. Das esch emol e G. unner denne zwee [ IB-Rohrb]. —
b. 'Liebesverhältnis, langwährende Verlobungszeit', abschätzig [KU-Friedhs verbr. SWPf]. —
c. 'was zu lange dauert, sich oft wiederholt, zur Gewohnheit wird', Gefick [mancherorts, bes. WPf], Gefuck [ NW-Weish/Bg]. —
3. 'unablässiges Kratzen und Reiben' [ BZ-Dernb]; vgl. PfWB ficken 1 a. — F.: -u- in Gefuck steht im Ablaut zu -i-; vgl. Fusch/Fisch. Südhess. II 1158; RhWB Rhein. II 438; ElsWB Els. I 103.