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 PfWB ver-wischen (Bd. 2, Sp. 1317)   RhWB verwüsten (Bd. 9, Sp. 676) 
   ver-wischen, -witschenschw.:
1. 'erwischen'.
a. 'bei heimlichem Tun ertappen', ve(r)wische [verbr.], -witsche [westl. WPf SWPf]; vgl. PfWB attrapieren. De Schitz hot'ne an de Kersche verwischt [ BZ-Dernb]. Alleweil hab ich 's Fräulein Amanda mit'm Leutnant im dunkle Newezimmer verwitscht [Zahn Pläsier 204]. —
b. 'erreichen'. Ich han heit de Zug grad noch verwischt [KL-Enkb, verbr.]. —
c.
α. 'packen, fangen, schnappen'. Sie hän de Dieb v. [Kaislt, verbr.]. SprW.: Loß dich net v., sunscht kummscht dezwische 'ins Gefängnis' (auch als elftes Gebot bezeichnet) [ LU-Friesh]. —
β. 'mit der Hand fassen'. Er hot mich am Wammes verwischt [verbr.]. —
d. 'bekommen, erleiden'. Er hot e Buckel voll (Schläge) verwischt [ KU-Schmittw/O]. Pack dich, sunscht verwischde e paar! [KU-Kaulb, verbr.]. Es hat'n verwischt 'Er wurde verwundet' [KU-Bedb, verbr.]. —
e. 'überlisten'. Der (Pferdehändler) hot dich verwischt [ KU-Roßb]; vgl. PfWB versohlen 1 a γ. Sie

[Bd. 2, Sp. 1318]
har'n v. 'hat ihn durch eine Schwangerschaft zur Heirat gezwungen' [ PS-Erfw]. —
2.
a. 'durch Wischen undeutlich oder unkenntlich machen'. Die Schrift esch verwischt, mer kann se net lese [BZ-Klingmst, verbr.], verwitscht [ IB-Ballw]. Die Spur is v. [KU-Schmittw/O, verbr.]. —
b. 'durch Wischen ausbreiten'; die Farb v. [ LU-Alsh]. — Zur Form des Grundwortes s. wischen/witschen. — Südhess. II 666/67; RhWB Rhein. IX 586; Saarbr. 221; LothWB Lothr. 156; ElsWB Els. II 886; Bad. II 126/27.

 

 ver- wüsten: 1. -ud-, etwas v., übel zurichten, beschmieren, verderben Saarl; -o·u.d- Saarbg-Wellen; -ō:sd- Bitb-Bollend. — 2. e vərw:st Feld verwahrlost Altk-Bachenbg.