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 PfWB ver-schießen (Bd. 2, Sp. 1258)   PfWB ver-färben (Bd. 2, Sp. 1154) 
   ver-schießen st.:
1. 'durch Schießen verbrauchen', ve(r)schieße [allg.]; die Peil (Pfeile) v. [verbr.]. RA.: Er hot sein Pulver schun verschosse 'hat nichts mehr vorzubringen' [Neustdt, verbr.]. Der hat in de junge Johr sein Pulwer verschoss, jetzt bringt er nix (kää Kind) mehr ferdich [ KL-Reichb]. —
2. 'danebenschießen'; e Elfmeter v., umgspr. [verbr.]. —
3. 'sprengen'. Jetzt is die Aarwet im Stääbruch leichter wie frieher, jetzt werd jo alles verschoss [ KU-Rammb]. Hierher gehört wohl auch der VR.: Schneck, Schneck, streck dein lange Ohre raus! Es kummen

[Bd. 2, Sp. 1259]
zwee mit Spieße, die wollen dein Häusel verschieße. Es kummen zwee mit Stange und wollen mein Schneckl fange [Heeger Tiere II 24]. —
4. a. 1667: 1 silberne Medaille Neustadt zu verschießen gegeben 'durch Schießen als Kampfpreis gewinnen lassen' [Dochnahl 152]. —
5. 'durch Lichteinwirkung verblassen, an Farbe verlieren'. 's Klääd is verschoss [RO-Odh, verbr.]. Die Farb is v. [ KU-Erdb]. Syn.: PfWB abschießen 2, PfWB ausbleichen, PfWB verblassen, PfWB verbleichen, PfWB verfärben 2, PfWB verscheinen 1. —
6. adj. Part. Perf. 'verliebt', ve(r)schoss [verbr. WPf NPf], -schosse [verbr. VPf]; vgl. PfWB verlieben. Er is ganz verschoss [HB-Nd'bexb, verbr.]. Er is in se v. [ZW-Battw, verbr.]; verschosse uf se [ KB-Albh]. Ich war in Millers Annekätt bis in die Hoor verschosse [Müller Luscht un Lewe 55]. — Südhess. II 605; RhWB Rhein. VII 1110/11; LothWB Lothr. 151; ElsWB Els. II 440; Bad. II 101/02.

 

   ver-färben schw.: sich v.
1. 'die Farbe wechseln'. Er hot sich ganz vefärbt, vor Schreck, vor Scham [ KL-Fischb, KU-A'glan Kaulb]. —
2. 'die ursprüngliche Farbe verlieren'. Das Klääd do es ganz verrbt [ FR-Bockh]; vgl. PfWB abfärben. Syn. s. PfWB verschießen 5. — Südhess. II 479; RhWB Rhein. II 296; Bad. II 55.