| Netz-Navigator | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| PfWB ver-säckeln (Bd. 2, Sp. 1251) | PfWB sekundieren (Bd. 6, Sp. 58) | PfWB Säckel1 (Bd. 5, Sp. 693) | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| [Bd. 6, Sp. 59] buuch II 245]. Der kann sich nimmeh s. vor der [ KL-Ottbg]. Vun der do Sort han ich mich ball net s. kenne 'Vor der Sorte (Menschen) habe ich mich bald nicht mehr retten können' [ IB-Ommh]. Un stelle die Brischt un mache am närrisch, daß ma sich nit segedeere kann [Kraus Putscheblum 43]. Die iwerlaafen em sou, do kammer sich nimmi s., mer bringt se nimmi lous [ NW-Gimmdg]. Mer kann sich nimmer s. vor Fleh (Flöhe) [ LA-Herxh]. — Seit dem 16. Jh. im Deutschen nachgewiesene Entlehnung aus lat. secundare 'unterstützen, beistehen, begünstigen' (Schulz-Basler IV 110 ff.), frz. seconder 'unterstützen'. — RhWB Rhein. VIII 68.
| 1. a. 'Tasche in Kleidungsstücken', Säckel (segəl, sęgəl) [mancherorts NPf, PfId. 131], Pl. wie Sg.; vgl. PfWB Sack 2 a; Zs.: Hosen-, Rocksäckel. Dem sei Säckel stihn eweg, von einem mit vollgestopften, abstehenden Hosentaschen [ RO-Odh]. Neckspruch auf die Bewohner von Gal-Falkenstein: 's Rußnäckel steht ufm Brickel un halt die Hand im S. [Krämer Gal 179]. — b. 'Geldbeutel, Geldtasche' [mancherorts, Krämer Gal 179]; vgl. PfWB Sack 2 b; Zs.: PfWB Gemeinesäckel; RA.: mit'm Geld im S. kleppere 'Zahlungsfährigkeit bekunden' [ RO-Obd]. Der hot sich de S. net verreß, von einem Knauserigen [ RO-Bistschd]. a. 1515: Item 5 alb. 3 δ 2 heller ist in mor nickelß seckel geweßt [GgHospR]. a. 1529: vnd gath im daran abe, so soll er in sein seckel greiffen vnd soll den costen bezallen [PfWeist. 115 (IB-Bierb)]. a. 1562: soll mann kauffen ein seckel, daß mann daß frevelgeldt darin thu [PfWeist. 673 (LA-Godrst)]. — 2. 'Hodensack' [LA-Siebdg BZ-Albw Dierb Klein Prov. 99 Lambert Penns 148 Beam Penns 99]; vgl. PfWB Sack 4 a. RA.: Hinne draa, wie d'r S. am Eber [Fogel Prov. Penns Nr. 1961]. Volksgl.: Fer Kummetbloder ('Blase, Schwellung durch Druck des Kummets') am Gaul: Der Mann, as strigelt, soll sei Hand an seim S. wärme un sie noo uf die Kummetbloder hewe bis sie abgekihlt is [Fogel Beliefs Penns Nr. 792]. — 3. a. Schimpfwort für schlechte, freche, unzuverlässige, faule Menschen [verbr.]; vgl. PfWB Sack 5; Zs.: Bauern-, Grind- 2, Lumpen- 2, Luren-, PfWB Sausäckel. Du S.! [ ZW-Gr'bundb]. Du bischt e richdiger S.! [ NW-Neidfs]. — b. Pl. 'lärmende Kinderschar', Säckele [Bd. 5, Sp. 694] [ IB-Herbh]. — 4. vgl. Bock-, Farren-, Hexen-, Hirten-, PfWB Queckensäckel. — Südhess. V 17/18; RhWB Rhein. VII 680; ElsWB Els. II 345 Seckel.
| |||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
|
| |||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| © 2010 by Kompetenzzentrum für elektronische Erschließungs- und Publikationsverfahren in den Geisteswissenschaften an der Universität Trier Home | Impressum | Kontakt | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||