ver-renken schw.: 1. wie schd.; sich e Glied (de Aarem, de Fuß usw.) verenke (fəreŋgə) [verbr.], (fəeŋgə) [KU-Kaulb KL-Hirschhn ZW-Stamb FR-Bockh LA-Gommh], (fəiŋgə) [ PS-Hintwdth]. Syn. s. PfWB verstauchen 1. Gegensatz: einrenken 1. — 2. 'die Muskeln eines Gelenks verzerren' [KU-A'glan, verbr.]. RA.: sich de Hals v., vor Neugier [ KU-Bedb ZW-Battw]; sich die Zung v., beim Aussprechen eines schwierigen Wortes [Kus]. SprW.: Liewer de Maache (Magen) verenkt, wie 'm Wert 'Gastwirt' was geschenkt [NW-Freinsh, Kaislt SOPf]; dass. mit: die Gorjel (Gurgel) v. [Krieger 6]. Volksgl.: Binn en woll'ner Bändel um en verrenkti Hand [Fogel Beliefs Penns Nr. 1563]. Brauchspruch: Die Juure (Juden) han unser Herr Grischdus g'henkt, un du hosch der de Finger verrenkt. 's schadt 'm Herr Grischdus net 's Henke, un deer net s' Verrenke [Heeger Vhk. 101, KL-Weilb Schandein Bav. IV/2, 405]. — Südhess. II 591; RhWB Rhein. VII 353/54; ElsWB Els. II 271; Bad. II 96. | | verrënkeⁿ, verrëngeⁿ [fərakə fast allg.; fərækə Str. W.; fəraə Obsteinbr. Dunzenh. Ingenh.] wie hochd. verrenken, verstauchen. Er het s Bein vrrënkt Fisl. Su.; derb: ër het dr Knocheⁿ vrrënkt Hlkr. D Hand vrstucht mr, deⁿ Fuess vrrënkt mr Illk. Scherzh.: s ist ihm e Pfurz im A. vrrënkt ebd. Rda. Geʰn wi e ‘Saraʰ verrënk diʰ nit’ in phlegmatischem Tempo gehn Str. Gebet zur Heilung eines verrenkten Gliedes: ‘Ich habe mein Bein (meine Hand) verrengt, Jesus Christus hat sich ans Kreuz gehängt; Tut Jesus ans Kreuz hängen nicht, So tut sich mein Bein verrengen nicht!’ Dazu 5 Vater unser, 5 Ave Maria u. der Glaube Obsteinbr. ‘Merr isch manchmol im Kopf grad wie verrenkt’ Pfm. II 6. — Bayer. 2, 123. | | PfWB ElsWB renken -ę- [WBitb -i-, sonst NWSaarbg, Bitb, Wittl, SPrüm vielfach --] das Simpl. nur vereinzelt in best. Verb. (s. u. die Orte) schw.: 1. mit Obj. a. meist nur in der Verb. den Won (Wagen) r, ihm durch Stellung des Vorderwagens die gewünschte Richtung geben Merz-Bergen (u. reihen), Trier-Ld, Wittl, Bitb, Prüm (also ein geschlossenes Geb.). — In Verb. mit dem Adv. hin on her mit jedem Obj., z. B. jet hin on herrenken Allg.; die Kompos. aus-, ein-, ver- mit jedem Obj. Allg. — b. etwas r., etwas Gewichtiges handhaben; etwas zwingen, überwinden Siegld. — c. einem etwas r. (mit Obj. des Erfolges des R.), nützen, einbringen; dat renkt mek nickst (nich); du häs mek noch kenen Pennek gerenkt eingebracht Gummb-Berghsn. — 2. absol. a. unruhig auf dem Stuhle sitzen Geld-Straelen, Daun-Neroth 1860. — b. den Klicker mit einem (verbotenen) Ruck schnellen Köln; ręnkəs! Zuruf beim Klickersp., der es dem Rufer erlaubt, die Lage seines Kl. zu ändern Prüm-Rommersh. — 3. sich r., sich fügen Zell-Briedel Trarb. — Abl.: die Renkerei, dat Gerenk(s). |
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