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 PfWB ver-lachen (Bd. 2, Sp. 1207)   PfWB lachen (Bd. 4, Sp. 722) 
   ver-lachen schw.: sich v. 'immerzu lachen', ve(r)lache [verbr.]; vgl. PfWB vergickeln, PfWB vergogeln, PfWB verhachern, PfWB verhalgern, PfWB verhotzeln, PfWB verkichern, PfWB verkickern, PfWB verkitzeln, PfWB verkutchern, PfWB verküttern. Alle Syn. s. PfWB lachen. Was der sich verlacht! [ KB-Kriegsf]. RA.: Du velachsch dich noch zu'me Nähkerbche [KL-Enkb verbr. Gal]. Südhess. II 547; RhWB Rhein. V 16; LothWB Lothr. 146; Bad. II 77.

 

   lachen1 schw.:
1. vom Menschen.
a. wie schd., lache (lachə, lḁχə) [allg., Christmann Kaulb 91 Henn Mda.-Int. 116 Karch Gimmdg/Muttstdt 49 Jockgr/Nd'horb 192 Mang 79 Müller Dietschw 46 Otterstetter 40 Schneckenburger 16, 56 Lambert Penns 96 Buffington-Barba Penns 154 Don Gal (Krämer Sprachsch. 137) Buch Rußl], Part. Perf. g(e)lacht; vgl. PfWB an-, PfWB aus-, PfWB ver-, PfWB totlachen; närrisch, laut, dumm l. [verbr.]; eem ens Gesicht l. 'frech, schadenfroh l.' [ LA-Herxh]; iwwer's ganz Gsicht l. [PS-Nd'simt, verbr.]; mim (mit dem) ganze Gsicht l. [ LA-Herxh, vereinzelt]. Er hot e bissi gelacht [ KU-Schmittw/O]. Er dut nix wie l. 'Er ist immer fröhlich' [ PS-Burgalb]. Lach doch net so dumm! [HB-Kirrbg, verbr.]. Intensives, lautes, anhaltendes Lachen wird in folgenden Wendungen zum Ausdruck gebracht: im helle Schmetter l. [Wasgau-Bote 11/1934]; sich (halwer) dot l. [verbr.], sich krank l. [verbr.], sich krumm un bucklich l., sich wegwerfe vor L. [ LU-Opp, mancherorts], sich kugele vor L. [ KL-Stelzbg, mancherorts], sich weljere (wälzen) vor L. [Krieger 22], sich vor L. de Bauch (Leib) halle [ KB-Kriegsf, mancherorts], sich de Bauch (Buckel) voll l. [NW-Hardbg u. Umg.], sich e Buckel l. [ KU-Trahw, mancherorts], sich e Kass 'Buckel' l. [Lu'haf], sich e Bruch l. [ LU-Limbghf]. Weitere RA.: uf de Stockzähn l. 'grinsen'; sich eens l. 'hämisch, schadenfroh lachen' [KB-Rams,

[Bd. 4, Sp. 723]
verbr.]; sich (eens) ins Faischtche (Fäustchen) l. 'verstohlen, schadenfroh lachen' [GH-Kand, verbr.]; l. wie e Atzel [ NW-Deidh], wie e Hawwergääß (s. PfWB Habergeiß) [ NW-Kallstdt], wie e Zickelche [ KU-Ulm]. Der lacht wie e Maikäwer [Pirmas, mancherorts], wie e veheirater Maikäwer [ NW-Elmst, mancherorts], wie e verliebter Maikäwwer [ RO-Dielkch, NW-Kallstdt], wie e Dreckkäwwer [Hebel 15]. Er lacht wie e Häwner, wann'r umschmeißt [ Gal-Dornf]. Der lacht wie der Dumm zum Käs [ Gal-Reichenbach]. Der lacht, wie die Speyerer greinen [LU-Oggh, PfMus. 1907 189]. Dau lachscht jo, wie die Morba'er (Morbacher) heile [ KU-Kaulb]. Er lacht nit un kracht nit, von einem trübseligen Menschen [ LA-Nußd]. Wann er lacht, gibts anner Werrer [ KU-Schmittw/O, LA-Herxh]. Des is zum L.! [KU-Schmittw/O, verbr.]. Daß d' nit lachscht! [Bergz]. Bekräftigung: Des wär gelacht! [Krieger 15, 23, verbr.]. Sell wär gelacht, wammer des net fertich brächt [Krieger 24]. Do lachen jo die Hihner [Bergz]. Do lach ich driwwer 'Das macht mir nichts aus' [ RO-Obd]. Do dätschte l.! 'Das würde dir so passen!' [Krieger 39]. Mach mer doch de Gaul net l., Zurechtweisung, wenn jemand übertreibt [ BZ-Stein, mancherorts], die Gäns net l., dass. [Kaislt], de Babbe net l., dass. [Kühn Schnitze 37, Kamm 34]. Du Narr, du hoscht mich jo l. gemacht! [ KU-Schmittw/O]. Du hascht gut l. [Feierowend 32/1953, verbr.]. Der hot nix se l. [LA-Hainf, verbr.]. Do lachscht dr en Ascht [Lu'haf, mancherorts]. Er lacht sich die Keez (Köze) voll [ NW-Haßl, vereinzelt]. Der lacht sich noch zum Nähkärbche [mancherorts Don Buch], zum Äppelkirbche [ KU-Ulm]. Der lacht, daß em die Auwe Wasser gewwe [ KL-Weilb]. Mer sin aus em L. net erauskomm [Krieger 22, vereinzelt]. Do kinnt mer sich e Been ausreiße vor L. [ BZ-Albw]. Mer han vor L. beinoh in die Hosse gemacht [Krieger 22]. Des hot 's L. un Greine (Heile) in eem Säckelche, von Kindern, bei denen Lachen und Weinen schnell abwechseln [KU-Trahw, verbr., auch Don Gal Buch]. Wann der lacht, hann die Ohre Visit, von einem, der beim Lachen den Mund breit aufreißt [Hebel 20, in Var. vereinzelt]. Reiß mer e Bään aus, daß ich l. muß! [ KU-Hefw, BZ-Dierb]. SprW.: Wer zuletscht lacht, lacht am beschte [Krieger 57, verbr., auch Don Gal Buch]. Wer net iwwer sich selwer l. kann, is nore e halwer Mann [Feierowend 32/1953 7]. VR.: Ich will der was verzäile / vun de lange Bäile (Beele), / Bäile hot ins Bett gemacht, / alle Leit die hän gelacht [ LA-Nußd]. D' Katz kehrt d' Stubb aus, / d' Maus tracht de Dreck naus, / d' Kuh licht uf 'm Dach, / hot sich halwer bucklich gelacht [ GH-Hainf]. Rab, Rab, dein Nescht brennt, / siwwe Jonge sin vebrennt. / Eens lebt noch, eens schwebt noch, / 's anner huckt unnerm Dach, / hat sich halwer schepp gelacht [ HB-Kirrbg]. Weitere VR.

[Bd. 4, Sp. 724]
s. PfWB Amsel, PfWB Dickmadam. Volksgl.: En Kind as im Schlof lacht, wert glei gridlich waker 'wacht quengelich auf' [Fogel Beliefs Penns. Nr. 123]. Wann en Kind im Schlof lacht, sagt mer, die Engel dede mit ihm spiele [ebd. Nr. 124]. Als Anzeichen für den glücklichen Verlauf einer Ehe gilt, wenn die Braut beim Verlassen der Kirche lacht [Kus, KU-Wahnwg]. Vgl. Weinhold Wie der Pfälzer lacht, in: Feierowend 5/1953 7. —
b. 'lächeln', bes. von kleinen Kindern [verbr.]. Guck mol, es lacht schun! [ LA-Gommh]. —
c. 'sich erbrechen', in der Wend.: Brecklcher l. [LU-Iggh, mancherorts, Wilde 263]. —
2. von Tieren.
a. 'wiehern' [mancherorts nordöstl. VPf Danner Penns]; vgl. DWA 19,13. —
b. 'muhen', von Kühen [NPfGV 1926 17]. —
3. von Dingen.
a. vom Herzen, in der RA.: Do lacht eem 's Herz im Leib, vor Freude [ LA-Gommh, mancherorts]. —
b. vom Himmel, der Sonne. Die Sunn lacht [ FR-Bockh]. De Himmel lacht 'Es ist schönes Wetter' [ KU-Schmittw/O]. BR.: Wann d' Sunn am Morche lacht, werd se am Owend weine [ LA-Nd'hochstdt, NW-Haßl]. —
c. vom Geld. Bor Geld lacht 'Bares Geld ist in Aussicht' [ KU-Schmittw/O]. — Südhess. IV 75 ff.; RhWB Rhein. V 11 ff.; LothWB Lothr. 325; ElsWB Els. I 546 f.