Wörterbuchnetz
Netz-Navigator
 
 PfWB ver-klemmen (Bd. 2, Sp. 1195)   PfWB klemmen (Bd. 4, Sp. 302) 
   ver-klemmen schw.:
1. 'durch Klemmen beschädigen'; de Finger verklemme [ NW-Hardbg BZ-Dernb]; vgl. PfWB verquetschen. —
2. sich v., vgl. PfWB verkeilen 1 b. 's Fenschder hat sich verklemmt [ KU-Rathsw]. Die Sää (Säge) is v. [KL-Enkb Beam Penns 33]. — Südhess. II 530; ElsWB Els. I 492; Bad. II 72.

 

   klemmen schw.:
1.
a. 'einzwängen', klemme (glęmə) [verbr., auch Gal], klamme (glamə) [ RO-Rehborn], klimme (glimə) [ RO-Als]. Er hot 'm Hund mit de Deer (Tür) de Schwanz geklemmt [ NW-Frankeck]. —
b. sich k. 'zwischen zwei Gegenständen steckenbleiben, sich quetschen'. Ich häb mich geklemmt [PS-Erfw, verbr., auch Gal]. Er hat sich de Finger geklemmt [ KU-Hundh]; vgl. PfWB ein-, PfWB verklemmen. —
c. etwas klemmt 'bleibt hängen, schließt schwer'; 's Fenschder klemmt [NW-Kallstdt, verbr.]. —
d. 's werd sich k. 'Es wird schwer sein, wird kaum gelingen' [nach PfId. 76]. —
2. übertr.
a. '(mit großer Anstrengung) schleppen'. Ich muß Speis 'Mörtel' klemme [ HB-Kirrbg]. —
b. 'stehlen, entwenden' [ IB-Hass KL-Rodb]. — Südhess. III 1411/12; RhWB Rhein. IV 704; LothWB Lothr. 293; ElsWB Els. I 492.