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 PfWB ver-heißen (Bd. 2, Sp. 1178)   ElsWB heischeⁿ (Bd. 1, Sp. 386a) 
   ver-heißen st.: sich v.
1. 'hoch und heilig versichern, unter Eid beteuern', sich verheeße [Schandein Ged. 239], vehääße [ LA-Venn]; verstärkt in der Verb. sich v. un verschweere (s. PfWB verschwören 1), gebraucht bes. unter Viehhändlern [verbr.]. De Hannelsmann hat sich verhääße un verschwore, er kennt die Kuh nit so billich gewwe; am Enn harrer (hat er) se doch gewwe [ PS-Erfw]. —
2. 'sich verfluchen'. Mer kann's net mit ooheere, wie der sich verhaaße dut [ Gal-Obl]. — Südhess. II 510; ElsWB Els. I 381; Bad. II 66.

 

  PfWB  LothWB  RhWB heischeⁿ [haiə Sier. bis Str.; hæiə K. Z.; hèiə M.; hǽə Barr Dehli.; Part. khaiə, khèiə, khǽə] 1. begehren, verlangen. [Wàs hèiə-n-ər fer ùiər Ros? M.] Wënn r mⁱr das Gëld nit bal bringt, so heisch ich s iʰm Dü. [tər ‘Sori (Georg) hèt en tər Mìatər Prût khaia Dü.] Jemand, der mit Reden gefoppt wird, antwortet gleichmütig: Sajeⁿ können iʰr, was iʰr wëˡˡn, h. mⁱr nur keⁱⁿ Gëld! Dü. 2. abs. betteln. Lieber will iʰ stërbeⁿ aˡs geʰⁿ geʰⁿ h. Sier. Si lëweⁿ vom H. Geisp. Scham diʰ für ze h.! ‘I muss doch heische gehn! Do schlich i so um d’ Hüser erum’ Wasselnh. 1817 JB. XI 73. ‘Im vierten Jahr thut er heischen Brod’ aus einem älteren oberels. Volksl. Als.

[Bd. 1, Sp. 386b]
1854/55, 174. ‘heischen betteln’ Klein. ‘was höschent ir?’ Parz. 307; 3. ‘betteln oder heischen’ Str. 15. Jh. Brucker 7. ‘were ouch eins also arme, das es nit den vollen hette und heischen müsste’ ders. 34. ‘was heischt ir dann von einem jeglichen = frz. que demandez vous donc d'un chascun Antw. 15 Rx.Martin Coll. 34. ‘heischen vnd heissen demandez ou commandez’ Martin Parl. N. 39. 3. eineⁿ h. auffordern, gewöhnlich: [tsə Kəmǽnərôt hæiə den Gemeinderat zur Sitzung einladen Hf.] ‘heischen’ Chron. Schweiz. 2, 1754. Schwäb. 271. Hess. 160. Bayer. 1, 1184.