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| PfWB ver-frieren (Bd. 2, Sp. 1157) | PfWB ver-frorenig (Bd. 2, Sp. 1158) | |||||||||||||||||||||||
1. a. 'durch Frosteinwirkung sterben'. 's is so kalt, daß mer grad v. kennt [ KB-Bischh, allg.]. RA.: Hoscht Angscht, die [Bd. 2, Sp. 1158] Lais vefrieren der?, Frage an einen mit langem Haupthaar [GH-Zeisk, verbr.]. Spott über einen, der sich zu warm kleidet: Heit nacht is e Wolf vefror [ KL-Fischb]. Eine BR. s. PfWB Februar. — b. 'durch Frost und Kälte absterben, verderben'. α. von Pflanzen; vgl. PfWB verderben 2 a. Die Blumme sin heit nacht vefrore [ NW-Kallstdt, allg.]. Die Grumbeere sin vefror (und schmecken deswegen süßlich) [HB-Einöd, verbr.]. Die Rewe sin im Saft vefrore [LU-Alsh, verbr.]. RA.: Er macht e Gesicht, wie wann'm 's Korn vefror wär [ KB-Albish]. Ein SprW. s. PfWB besser (I 732 Z. 36 ff.). BR.: Wann se (die Reben) vefriere in de Woll, do werd 's hinnerscht Faß noch voll [Wilde 206 (NW-Dürkh)]; vgl. die Var. bei Bolle 1. VR.: O Zäskäm, o Zäskäm (Zeiskam), du liegscht sou noh am Wald; die Zwiwwle sin verfrore, fer de Knowloch esch's sou kalt [ GH-Nd'lustdt]. — β. von Gliedmaßen und Körperteilen bei Mensch und Tier. Er hot (sich) d' Fieß (die Hand, die Ohre) verfrore [ GH-Kand, allg.]. Er hot sich 's Blut v., von einer langen und starken Erkältung [ LU-Altr]. Dem sin Blut un Marik in de Knoche vefror, dass. [ KL-Reichb]. Sie hot sich 's Gebliet verfror, von Menstruationsstörungen durch Erkältung [ RO-Dielkch]. Dem (Impotenten) es de Same verfrore [ LU-Limbghf]. Er hot e vefrore (blaugefrorenes) Gesicht [ KL-Fischb]. Er hot vefrorene Fieß [ NW-Frankeck, allg.]. Weje meer kannsch d'r de Aarsch verfriere, zu einem Kind, das sich nicht warm anziehen will [ NW-Ellstdt]. RA.: Heit kennt mer's Mark in de Knoche verfreere [ Gal-Dornf]. Mer kennt (vor Kälte) zu'me Nähtskerwel 'Nähkörbchen' verfriere [SOPf], zu'me Äppelkerbche v. [ KU-A'glan]. Volksgl.: Wann en Kind uf die Welt kummt, duscht'm die Händ un Fieß in Springewasser 'Brunnenwasser', noh verfriert's die Händ un Fieß nie net [Fogel Beliefs Penns Nr. 1838]. — 2. a. 'vor Kälte erstarren', gew. im Perf. Du hoscht dich verfrore [ GH-Kand]. Halb vefrore sin mer häämkumm [KL-Enkb, verbr.]. — b. adj. Part. Perf. α. 'leicht frierend'; vgl. PfWB verfrorenig. Du bischt emol so verfrore [ LA-Gommh]. Du bischt e vefrorener Schneirer [KB-Kriegsf, verbr.], e v. Franzos [ GH-Vollmw], e verfrore Hinkel [ KL-U'sulzb]. — β. s. PfWB unverfroren. — Südhess. II 483/84; RhWB Rhein. II 808; LothWB Lothr. 141; ElsWB Els. I 182; Bad. II 56/57.
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