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 PfWB ver-färben (Bd. 2, Sp. 1154)   RhWB färben (Bd. 2, Sp. 295) 
   ver-färben schw.: sich v.
1. 'die Farbe wechseln'. Er hot sich ganz vefärbt, vor Schreck, vor Scham [ KL-Fischb, KU-A'glan Kaulb]. —
2. 'die ursprüngliche Farbe verlieren'. Das Klääd do es ganz verrbt [ FR-Bockh]; vgl. PfWB abfärben. Syn. s. PfWB verschießen 5. — Südhess. II 479; RhWB Rhein. II 296; Bad. II 55.

 

 färben [Siegld -ārw-; Waldbr -ēə-] schw.: 1. trans. a. wie nhd.; et Kled (Garn, de Hor) f. (losse); Eier f. Rip, Allg. RA.: Gute, in der Farbe haltbare Ware es e jen Woll gefärft Aach. Loss der den Orsch blo f.! Abfertigung für den, der eine neue Hose haben möchte Trier, Allg.; dau kriest de Hinnere gefärbt Rhfrk. Dem han ech de Uhre gefärf ihn geohrfeigt Bergh-Hüchelhv. — Gefärft künstlich gefärbt Allg.; g. Wasser verächtl. Schnaps Schleid-Scheven. — b. malen, anstreichen, Kref, Klevld. — c. mit persönl. Obj.; den sall ek es f.! ihm die Leviten lesen Mörs-Wallach; ene jet f. betrügen Jül; der Mutige, Offene lit seck net f. Prüm-Mürlenb; de es en de Woll gefärf er hat Vermögen, sein Reichtum ist echt; dem geht es gut Nfrk; er ist kräftig, gesund Emmerich;

[Bd. 2, Sp. 296]
er ist nicht aus der Fassung zu bringen Dür; geschäftskundig, superklug Koch; durchtrieben Sol, Köln; charakterfest Aach. — d. sich f. α. sich schminken Allg. — β. die Gesichtsfarbe wechseln Allg. — e. ohne Obj. übertr. aufschneiden, lügen, beschönigen; he es widder am f.; he färf, dat mer et met de Hänn föhle kann Rip, Allg.; he es wer an't blo f. Nfrk, Rip; auch du häs dat (deine Erzählung) arg gefärf Rip; he färf sech ene Stievel tu Hop Kemp-UWeiden. — 2. intrans. die Farbe färft (gut, schlecht); die eben angestrichene Wand färft noch färbt ab; ein unecht gefärbter Stoff färf Rip, Allg.; die roten Trauben f., fangen an zu reifen Allg. — Abl.: die Färverei, dat Gefärfs (bunte Wandmalerei, Stoffe udgl.).