Wörterbuchnetz
Netz-Navigator
 
 PfWB ver-bastern (Bd. 2, Sp. 1127)   PfWB Bastard (Bd. 1, Sp. 595) 
   ver-bastern schw.: 'durch wahllose Kreuzung die Art verderben', vgl. PfWB verkreuzen; en verbaschderder Hund [ LU-Alsh]; e verbaschderdi Sau [ PS-Schmalbg]; verbaschderde Hinkele [ NW-Deidh]. Wenn der Wirsingkohl zu dicht an anderen Kohlarten gepflanzt wird, entsteht verbaschderder Saume (Samen) [ GH-Zeisk]. Zu PfWB Bastard. — Südhess. II 442 verbastarden; RhWB Rhein. I 495 verbastern; ElsWB Els. II 109; Bad. II 45.

 

   Bastard m.:
1. 'uneheliches Kind', Baschdert [lothr. SWPf BZ-Dernb Lambert Penns 22], Baschder [ Gal-Obl]; dafür meist PfWB Bankert. —
2. 'Mischling'.
a. bei Menschen: Vater edel, Mutter unedel, oder umgekehrt. a. 1565: so ein bastart versturb, sein verlossenschaft auch Pfaltz zustendig [Grimm Weist. V 553 (GH-Hördt)]. o. J.: alle bastart und wildfenge sollen kunigsleut (leibeigen) sein [Grimm Weist. V 559 (Germh)]. —
b. bei Tieren, bes. bei Hühnern, Haustauben, Hunden usw. Bei den Schweinen bezeichnen die Baschdert eine Rasse von kurzer gedrungener Gestalt [allg. (1930)]. —
c. bei Pflanzen, Kreuzung aus Zucker- und Futterrübe, Baschdert, Baschdat, Boschder [allg.]; vgl. PfWB Bastardrübe. —
3. 'zweigeschlechtiges Wesen' [ KU-Roßb KB-Boland Pirmas PS-Trulb NW-Lambr GH-Leimh Hagb]; vgl. PfWB Zwitter. —
4. 'unartiges Kind', Schimpfwort [verbr. Gal]. — F.: badərd, badÄrd, badÄd, seltener badər, badÄ; -ḁ- [vorn. NWPf u. SOPf], vgl. PfWB Baß. — Das Wort ist herzuleiten aus altfranzös. bastard 'anerkannter Sohn eines Adligen, der nicht von der rechtmäßigen Frau stammt', Kluge-Mitzka17 55. — RhWB Rhein. I 494; ElsWB Els. II 109; LothWB Lothr. 26; Bad. I 124.