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 PfWB Fenster-scheibe (Bd. 2, Sp. 1120)   PfWB Scheibe (Bd. 5, Sp. 905)   LothWB Schiw (Bd. 1, Sp. 445a) 
 -scheibe f.: wie schd., -scheib, Pl. -scheiwe [fast allg.], -schieb [ HB-N'alth], -schiew [lothr. SWPf (Nachlaß Keiper)]. RA.: Er reißt die Auwe uf wie e F. [Kus]; vgl. PfWB Fensterraute. Südhess. II 431/32; RhWB Rhein. II 386; Saarbr. 64; Lothr. 161; ElsWB Els. II 388; Bad. II 43. —

 

   Scheibe f.:
1. 'flacher Gegenstand (für techn. Zwecke, als abgeschnittenes Stück Brot, Wurst u. a.)', Scheib, Pl. Scheiwe [verbr., auch Auslandspfälzer, Christmann Kaulb 15, 89 Mang 121 Müller Dietschw 60 Schneckenburger 24 Höh 54], Schäib [ IB-Blickw], Schiew [lothr. SWPf (Keiper Nachl.)]. Im bes.
a. 'Glaseinsatz des Fensters' [verbr.]; Zs.: PfWB Fensterscheibe. —
b. 'Holzscheibe zum Verstreichen des Mörtels',

[Bd. 5, Sp. 906]
Maurerspr. (als Kurzform für die nachstehenden Zs.) [verbr. VPf mittl. MPf, RO-Bistschd KB-Kriegsf, Der Wasgau-Bote 9/1934]; Zs.: PfWB Verputz-, PfWB Kleib-, PfWB Reib-, Schmirgel-, PfWB Speis-, Streichscheibe. —
c. 'Sch. vor der Radbüchse des Bauernwagens' [ KU-Hefw Hüffl ZW-Battw RO-Feilbg Rehbn KL-Fischb Miesb KB-Bubh LU-Alsh/Gr GH-Berg]; Zs.: PfWB Beilen-, PfWB Vorlege-, PfWB Kappen-, PfWB Leuchsen-, PfWB Lunen-, PfWB Rad-, PfWB Schlag-, PfWB Stoß-, PfWB Stock-, PfWB Wagenscheibe. —
d. 'durchlöcherte Sch. am Ende des Stößels im Butterfaß'; vgl. Abb. 30 [ RO-Imsb KL-Alsbn KB-Gauh Kerzh]. —
e. 'Töpferscheibe' [vereinzelt, Beam Penns 91]; Zs.: PfWB Drehscheibe. —
f. ein Teil der Kelter [ NW-Kallstdt]. —
g. 'Scheibenpflug', eine Pflugart [Don-Lenauheim]. —
h. 'Schnitt', vorn. von Lebensmitteln; saure Scheiwe, eine Kartoffelspeise [ LU-Friesh Neuhf NW-Kallstdt]; Scheibelcher, Dim. Pl. 'Kartoffelkloß' [JKurpf. 1930 66 (WPf)]. Die Grumbeere werre in Scheiwe g'schnidde [ GH-Kand]. —
i. s. die Zs. PfWB Blech-, PfWB Dreh-, PfWB Knie-, PfWB Mond-, Ohren-, PfWB Quer-, PfWB Schieß-, PfWB Sonnenscheibe. —
2. 'Kugel zum Kegeln', Scheib [ KU-Schmittw/O]; Zs.: PfWB Kegel-, PfWB Kielscheibe. — Südhess. V 221/22; RhWB Rhein. VII 995 ff.; LothWB Lothr. 445; ElsWB Els. II 387.

 

  ElsWB  PfWB  RhWB Schiw [íw, Pl. –ə Pfb. Ett. u. s.; íb Schm. Ri. Ha.] f. 1. Glasscheibe: Schiwe insetze. — 2. brennende Holzscheibe in der Wdg. Schiwe schlawe (Am Fastnachtssonntag steigen die jungen Lützelburger hinauf zur Burg, um dort Schiwe ze schlawe. Jeder nimmt einige Hundert viereckiger Holztäfelchen mit, die in der Mitte ein Daumen dickes Loch haben. Diese werden an einen Stock befestigt u. glühend gemacht. Dann wird der Stock auf einen Stein geschlagen; die Scheibe löst sich u. fliegt, wenn sie gut geschleudert wird, bis auf den gegenüber liegenden Berg. Über diese Volkssitte s. Jb. 2, 183; 3, 118; 4, 114; 5, 152; 6, 165; 10, 225; 12, 187).  ElsWB els. 2, 388 Schib 9; baier. 2, 356 Scheiben treiben od. schlagen. — Zs.