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| PfWB Fels(en)-liese (Bd. 2, Sp. 1114) | DWB liese (Bd. 12, Sp. 1019) | |||||||||||||||||||||||
| 1) bei den bergleuten eine enge kluft, in welche sich kaum die schärfe eines keils einsetzen läszt. bergwb. 327. 2) bei den fleischern das innere fett oder der schmer, welcher an den wammen eines schweins liegt. 2, 615a. 3) liese, ein kleines hautgeschwür, krätzepustel: siro sur, lyesz 538b; etzliche menschen nennen denn solch jücken, krimmen und beiszen der augen, lieszen und sewren (krätze), dieselbigen vermeinen auch es sein etwan solche sachen, wie ofte manchem menschen in henden werden, das man sewren und lieszen nennet. augendienst (1583) 108; dim. lieslein: denn solche scharfe feuchtigkeit gemeiniglich lieslin und blätterlin verursacht und volget daraus grosze hitze und auch röte der augen. 121; vgl. lies, tinea rotunda, ein reidlies. Alb. ff 4b (vgl. reitliese). in Niederhessen heiszen lieser, meist dim. [Bd. 12, Sp. 1020] lieserchen kleine pusteln auf der haut, geringer ausschlag, in Marburg eine lisse der leichdorn, der sich auf der fuszsohle gebildet hat. 250; in Düringen und Obersachsen lies-chen, blütchen auf der haut. 4) liese, auch deute und diese nennen die metallarbeiter die vorderste eiserne röhre an einem blasebalge, wodurch der wind ins feuer bläset. 1, 418b; die schnauzen oder liesen an blaszbelgen. Sar. 149b; wir haben oben erwehnet, .. das die lieszen oder schnauzen an belgen eisznern sein und damit sie dennoch im schmelzofen kein schaden nemen, so sind sie mit einer thenen form bedeckt. 158a; denn wenn ein solcher kirchen blaszbalk kein schnepperlein oder thürlein vor seiner liesze oder lippen hat ... ebenda. Ob die vorstehenden vier bedeutungen éines ursprungs sind, steht dahin. das niederländische verzeichnet an vergleichbaren worten: liesche, inguen et membrana, liese, lijst, diaphragma, disseptum, septum transversum: et adeps, abdomen, membrana pinguis ex ventre porcorum, liese, membrana, sive pellis interior tenuis, liesken, membranula, pellicula interior Kilian; niederrhein. inguen die lies 298c, sächsisch plur. leesche, ags. lesca ebenda; inguen dat ghemechte of die leysche nov. gloss. 216a.
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