Fehler m.: 1. 'Abweichung vom Richtigen, Verstoß gegen die Regel', Fehler (flər, seltener fēlər) [allg.]. Denk-, Druck-, Rechen-, Schreibfehler. Du hoscht veel F. gemacht, die muschde verbessere [RO-Sippf, allg.]. Sellemols, wie ich denne F. gemacht han, scherzh. von der Heirat [Krieger 28]. RA.: Do werren de Dokder ehr F. begrawe, von einer Beerdigung [ LU-Oggh]. SprW.: For die F., die der Fuhrmann macht, kriet der Ochs die Hieb [ Gal-Obersd]. — 2. 'Mangel, Schwäche, Unzulänglichkeit', insbes. 'körperliches Gebrechen' [verbr.]; vgl. PfWB Macken. Zs. PfWB Haupt-, PfWB Herz-, PfWB Sprachfehler. Er hot 'n F. 'einen Leibschaden' [KU-Schmittw/O PfId. 44]. Er hot alle F. an sich gehatt wie e Juddekuh [Kühn Palz 97]. — Südhess. II 402/03; RhWB Rhein. II 360; LothWB Lothr. 136; ElsWB Els. I 108; Bad. II 32. | | Macken m.: 'schadhafte Stelle, Fehlplatz, Gebrechen', Macke [KU-Kaulb, verbr., Otterstetter 187 Schandein Ged. 242 Kühn Hamet 123, Don-Tscherwk Schowe verbr. Gal Rußl-Alexanderfeld Katht Spey Worms]; vgl. PfWB Fehler 2. Der hot e M. [verbr.], 'einen bleibenden körperlichen Fehler' [ Don-Tscherwk], 'eine Narbe' [ HB-Nd'gailb IB-Hass RO-Falkst KB-Lauth FR-A'lein NW-Iggb Lambr], 'ist verrückt' [Zweibr. (Wilms Alph. 36)], hot Macke (Pl.) im Kopp, dass. [ Rußl-Spey]. Die Pann ('s Dippe, de Hawwe) hot e M. 'einen Sprung, eine Schramme' [Gal-Dornf Krämer Gal 145]. Der Stamm hat Macke 'ist angefault' [Bayer Hackm. 41]. De Gaul hot Macke om ääne Fuß [ KU-Schmittw/O RO-Als]. De Hannes hot Macke aus'm Krieg metbrung [KU-Schmittw/O, Bayer Hackm. 41]. All'mol, Jockob, was zweiwelst so? / An der bin jo kee' Macke [Schandein Ged. 80]. Ja duppt m'r druf, es gebbt kee' Dell; / Hot keen U'dätche, net e' M. [ebd. 185]. RA.: Der hot sein Macke 'seine Bosheiten' [ LA-Venn]. SprW.: Jeder hat sei Macke 'Niemand ist vollkommen' [Pirmas (Kieffer 52)]. — Jidd. make f., makess Pl. 'Hieb, Schlag, Wunde, Geschwür', übertr. 'Plage, Elend' (Althaus 133). Macken ist vom Sg., Mackes vom Pl. abzuleiten. Da das feminine Ableitungssuffix -e im Pfälzischen generell geschwunden ist, wurde das auslautende e des Lehnwortes (Sg.) als Maskulinum oder als Plural aufgefaßt, analog Fahne(n), Tinte(n). — Südhess. IV 470/71; RhWB Rhein. V 692; Lothr. 348/49; ElsWB Els. I 660. |
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