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 PfWB fehlen (Bd. 2, Sp. 1092)   RhWB verfehlen (Bd. 2, Sp. 360) 
   fehlen1 schw.:
1. 'nicht vorhanden sein, abwesend sein, mangeln', fehle (fēlə) [verbr.], (flə) [verbr. bes. NWPf HB-Lu'thal RO-Lohnsf KB-Immh LU-Opp].
a. mit bestimmtem Subj.; in der Schul f. [allg.]. Er hot uns grad noch gefehlt!, wer zu ungelegener Zeit kommt [Krieger 20]. RA.: Dem fehlt e Schraub 'Er ist verrückt' [BZ-Dierb, verbr.], e Sparre [ ZW-Riedbg], e Zichel (Ziegel) [ HB-Höch]. Mer fehle die Spän 'Geldmittel' [ KL-Reichb]. Er hot e Messer uhne Kling, wu de Stiel fehlt 'Er hat nichts' [ NW-Hardbg]. Bei dem därf 's Dippelche uffm i net f. [KL-Frankst, verbr.]. SprW.: E Ax därf in kem Haus f. [ KL-Reichb]. VR. s. bei PfWB Bäcker, PfWB Brei 1 a, PfWB Metzger.
b. mit allg. Subj. (es, das, etwas, bißchen, viel, nichts). Dem fehlt's 'Er ist verrückt' [PS-Herschbg, verbr.], fehlt's im Kopp [KL-Fischb, verbr.], im Owwerstibbche [HB-Lu'thal, verbr.]. Dem fehlt's nit do (in den Armmuskeln), awwer do (im Kopf) [GH-Zeisk, verbr.]. Des hot grad noch g'fehlt! [ LU-Opp]. Dem seim Kopp fehlt aa nix 'Er hat einen dicken Kopf' [ RO-Semb].

[Bd. 2, Sp. 1093]
Dem fehlt eppes 'Er ist krank' [verbr. Gal]. Do fehlt e bissi (am richtigen Maß, auch an der Gesundheit) [ KU-Schmittw/O]. Do fehlt noch viel [verbr.]. —
2. 'verfehlen, nicht treffen'. SprW.: Net g'schosse is aach g'fehlt [Krieger 30]. — Südhess. II 401/02; RhWB Rhein. II 358 ff.; LothWB Lothr. 136; ElsWB Els. I 107/08; Bad. II 32.

 

 ver- fehlen: 1.a. einen (etwas) v., nicht antreffen Allg. — b. sich v., sich versündigen Allg. — c. Part.; dat is ein verfehlde Sak schwere, ungünstige Angelegenheit; ei verfehlt Wer ungünstiges Wetter Selfk, Allg. — 2. in Klev, Rees. a. -- verdriessen; et verfehlne min.b. langweilen; ene verfehlende Kerl.c. verfehlend lache heimtückisch.