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| PfWB Feder (Bd. 2, Sp. 1081) | PfWB Schnee-flocke (Bd. 5, Sp. 1284) | RhWB Schneeflocke (Bd. 7, Sp. 1585) | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||
1. 'Vogelfeder', Fedderr (fędər) [KU-Diedk ZW-Battw RO-Obd PS-Geisbg FR-Grünstdt LU-Friesh Ostteil der mittl. VPf (Bertram § 231) Land], (fęðər) [KU-Kaulb (älteste Gener.) mancherorts mittl. VPf (Bertram § 232) verbr. Gal], Ferrer u. Ferre (färər, färə) [verbr. ganze Pfalz], Fadder (fadər) [ PS-Schönau], Farre (farə) [ RO-Rehborn PS-Bundth WD-Niedkch], Feller [ KU-Bedb ZW-Lambsbn LU-Altr], Fejjer (fęjər) [ SP-Schiffstdt]; Pl. u. Dim. s. F. — a. 'die Vogelfeder an sich'. Die Hinkel verlieren die Federe [ NW-Deidh, allg.]. De Gäns muß mer die Ferrere roppe [ ZW-Gr'bundb]. Heit owed schleißen mer Feððere [ Gal-Dornf]. Des Kind is leicht wie e Fedder [Gal-Brig, verbr.]. RA.: 's isch schun emol e Gaul an ere Fedder verstickt [Zahn Pläsier 111]. Du kannscht mer e Pund Feddere hinneneinblose [ NW-Esth Gal-Brotschk]. Er hot sich e Fedder ausgeroppt 'hat einen Furz gelassen' [ Don-Schowe]; vgl. PfWB federn1 2 a α. Die kennen uns e Ferrer ausroppe, wo mer ken han 'Wo nichts ist, hat der Kaiser das Recht verloren' [verbr. NPf]. SprW.: De Vool erkennt mer an de Feddere [KU-Diedk, verbr., auch Penns Don Gal Buch Rußl]. 's fliet käin Veelche iwwer 's Ort, er horre (hat ein) Ferrerche devun, 'Er weiß bei jeder Gelegenheit seinen Vorteil zu wahren' [ RO-Als]. BR.: Wann Gäns dicke feine Feddre hän, gebt's en härter Winter [Fogel Beliefs Penns Nr. 1194]. Einen VR. s. PfWB Amen 1. Zs. PfWB Pfau-, PfWB Trag-, PfWB Enten-, PfWB Fasanen-, PfWB Flaum-, PfWB Flügel-, PfWB Vogel(s)-, PfWB Gänse-, PfWB Gockels-, Häher-, PfWB Hahnen-, PfWB Hühner-, PfWB Hünkel(s)-, PfWB Keil-, Rupf-, PfWB Schwanz-, PfWB Schwung-, PfWB Sichelfeder. — b. die Vogelfeder in ihrer Verwendung. α. als Schmuck, bes. am Hut. Sie trächt noch en Hut mit Feddre [LA-Gommh, verbr.]. RA.: Er is net, wie er die Feddere traat 'Er verstellt sich' [Kus]. SprW.: Besser e Stick Brot im Sack as wie e Fedder uf'm Hut [verbr. Don]. — β. Pl. 'die Bettfedern', meist die geschlissenen Federfahnen und die Daunenfedern von Gans und Ente; im weiteren auch 'das Bett' [allg.]. Im Owwerbett sin lauder gude Feddere [ NW-Kallstdt]. RA.: Er geht in die Feddere 'zu Bett' [FR-Grünstdt, verbr.]. Er kummt heit wirrer nit aus de Ferrere [BZ-Dernb, verbr.]. Volksgl.: Wann en Krankes net sterwe kann, nemmt mer'n vun de Feddere, wu er druf leit, noh sterbt's glei [Fogel Beliefs Penns Nr. 609]. [Bd. 2, Sp. 1082] a. 1761: seyn Beth ist angefilt mit Fettern [Lein. Gesch. Bl. 1911, S. 76]. — c. s. PfWB Abkehrfeder. — 2. a. Pl. 'feines, weiches Haar', vom ersten sprossenden Bart des jungen Burschen. Er hot schun Ferrere unner der Nas [ KB-Kriegsf]. Mer waaß es noch net, gebt's Hoor bei'm orrer Ferrere [ FR-Kindh, KU-Diedk NW-Hardbg]. — b. ein Fischname s. PfWB Rotfeder. — c. 'feine Schneeflocke'. Es schneicht Ferre (färə) [ GH-Vollmw]. — 3. 'Metallfeder als Gerät oder Geräteteil'. a. 'Schreibgerät' s. PfWB Blei-, PfWB Füll-, PfWB Rehgeiß-, PfWB Reiß-, PfWB Schräg-, PfWB Schreib-, PfWB Stahlfeder. Ich muß mer e neii Ferrer in de Halder stecke [KU-Schmittw/O, verbr.]; die Fedder in de Dinde eintunke [ LU-Limbghf]; die Ferrer sauwer mache [ KU-Brück]. — b. als Teil der Uhr in PfWB Spring-, PfWB Sprung-, PfWB Uhrenfeder. De Uhrmacher macht e neui Ferrer nein [ LA-Mörzh, allg.]. — c. 'Spiralfeder in Polstermöbeln' [allg.]. — d. ' Teil des Grubbers', Ferrer [ KU-Hundh]; vgl. PfWB Federgrubber. — e. Beschläge am Wagen, Feddere [ KB-Bubh]; am Silscheit, Färer [Klein Wag. 102]. — f. 'Schneide des Maurerhammers' [verbr. westl. WPf]; vgl. PfWB Ber2. — g. 'spießähnliches Jagdgerät' s. PfWB Saufeder. — F.: Im Pl. tritt fast durchweg -ə an; Ferre (2c) durch Verschleifung aus Ferrere. Das Dim. hat -che, Pl. -cher in WPf NPf nördl. VPf; -le, Pl. -le u. -lich in der übrigen Pfalz. — Südhess. II 391 ff.; RhWB Rhein. II 347 ff.; Saarbr. 62; LothWB Lothr. 135; ElsWB Els. I 95; Bad. II 29.
| 1. 'Schneekristall', -flock (-flog) [ PS-Donsied, vereinzelt, Sg. selten], Gen. [Bd. 5, Sp. 1285] m. -flocke (-flogə) [ KU-Diedk LA-Mörzh BZ-Gossw]; Pl. -flocke (-flogə) [verbr.], Schnäi- [ LU-Altr]; Dim. Schneefleckelche (-flegəlχə) [ KU-Bedb]; Dim. Pl. -flecklich (-flegliχ) [LA-Impfl]; vgl. PfWB Feder 2 c. De Schnee fällt in große Schneeflocke [ HB-Kirrbg]. Die erschte Schneeflocke kummen [ LU-Alsh/Gr]. 's fallen dicke Schneeflocke [ ZW-Bechhf]. Die Schneeflocke stermen (stürmen) [ GH-Leimh]. — 2. 'eine Kartoffelsorte mit weißlichen Knollen', Schneeflocke [ FR-Bockh]. — RhWB Rhein. VII 1585; ElsWB Els. I 168. —
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