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 PfWB Vaterlands-verteidiger (Bd. 2, Sp. 1068)   PfWB Dick-rübe (Bd. 2, Sp. 261)   ElsWB Dickrueb (Bd. 2, Sp. 221a) 
 -verteidiger m.: nur scherzh.
1. 'Kartoffel', bes. von der Pellkartoffel, weil sie in Notzeiten das Hauptnahrungsmittel war, -verteidicher [verbr., schon bei Schandein IV/2, 416]; vgl. PfWB Feldhünkel. —
2. 'Runkelrübe' [Neustdt (Wilde 216)]; vgl. PfWB Dickrübe 1.

 

  -rübe f.:
1. 'Runkelrübe (Beta vulgaris)', Dickrib (ˈdigrīb), Pl. -riwe (-rīwə) [VPf Ost-PS vereinzelt NPf WPf Wilde 216], Dickerib [ LU-Alsh Rh'gönh Altr NW-Ellstdt SP-Berghs GH-Lingf Rülzh Max'au Hagb BZ-Rambg]; Dickerrib [ FR-Eppst Studh LU-Assh Schauh Maud Neuhf NW-Ellstdt SP-W'see Harths], vgl. K. 88. Syn.: PfWB Bastardrübe, PfWB Dickwurzel, Frank-, Fütter-, PfWB Kuh-, PfWB Rotrübe, PfWB Rummel, PfWB Runkel, Sau-, PfWB Stoppelrübe. Dickriwe abgrotze 'den Blätterschopf von den geernteten Rüben abschneiden' [verbr.]; D. einmache 'einmieten für den Winter' [ PS-Erfw]. Aus Dickrüben, Schrot und Häcksel wird ein Mischfutter für die Kühe bereitet [ LA-Gommh]. Früher diente eine mit farbigem Papier verzierte D. im Blumentopf als Christbaumständer [ KB-Kriegsf Bubh Mauchh GH-Hatzbühl Leimh Mindlach]. —
2. scherzh. für 'länglicher Kopf'. Der mit seiner D. [ LU-Alsh Altr Maud]; vgl. Dickrüben-, PfWB Dickwurzelkopf. — F.: Das erhaltene ə in der Wortfuge (ˈdigərīb) ist aus ̩digəˈrīwə, der Nebenform des Plurals, übernommen; eine analoge Erscheinung ist gęlerīb, s. PfWB Gelbrübe. Die Form digər-

[Bd. 2, Sp. 262]
rīb ist aus digərīb hervorgegangen. Hierbei mag die Vorstellung eingewirkt haben, daß der erste Wortteil der Komparativ digər sei (die dicker Rib). Südhess. I 1509; RhWB Rhein. I 1346 and. Bed.; LothWB Lothr. 88; ElsWB Els. II 221; Bad. I 476.

 

 Dickrueb [Tìkryəp Rothb.; Pl. –rûwə Lorenzen] f. Runkelrübe, Beta vulgaris Kirschl. 2, 14.