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| PfWB Farze (Bd. 2, Sp. 1046) | RhWB Farze (Bd. 2, Sp. 299) | DWB farzen (Bd. 3, Sp. 1335) | |||||||||||||||||||||||||||||
1. 'tiefklingende Weidenpfeife (ohne Mundstück), Hupe aus abgestreifter Weidenrinde', Farz (fārds, frds) [verbr. nördl. WPf (im Süden bis KU-Langb [Bd. 2, Sp. 1047] Gries Kollw KL-Matzb Alsbn) NPf nördl. VPf (im Süden bis NW-Weish/B)], (fds) [Kirchhbol], Forz (frds) [verbr. KU WD-Ostbr RO-Rehbn Duchroth Wintbn Kalkof FR-Albsh BZ-Schwanh], Faazje (Dim.) [ KB-Dreis], Färz (fǟrds?) [ FR-A'lein Merth], Färzel [ PS-Leim], Farzer (fārdsər, frdsər) [KU-Einöll Reichsth verbr. RO KB-Bennhs Frankth LA-Roschb GH-Neubg], Faazer [ RO-Nd'mosch], Färzer (fǟrdsər) [ RO-Gundw N'hemsb KB-Dannfs], Forzer (durchweg frdsər?) [ KU-Schmittw/O Bedb Kus Rathskch HB-Einöd ZW-Hornb Niedhs Wintb Walshs PS-Busbg Erfw KL-Niedkch FR-Heuchh LU-Muttstdt NW-Herxh Erpolzh Gimmdg Mußb Haardt Wachh Speyd LA-Maik GH-Hatzbühl], Pforzer [Wilde 256], Farzert (fārdsərd, frdsərd) [ KU-Kaulb Kreimb Haschb KL-Heilmosch Morb Eulbis Einsdhf KB-Weihf BZ-Dimb], Forzert [ RO-Rehborn KL-Reichb]. Die F. werden wie die Pfeife 1 a gemacht, von der sie sich jedoch durch das Mundstück unterscheiden; bei den F. wird das obere Ende ganz dünn geschabt und zerbissen, so daß sich die Öffnung zusammenklebt. Verkürzte F. heißen Huppe(rt). Syn. PfWB Bandpfeife, PfWB Brammler, PfWB Brummbaß 2, PfWB Brummer 3, PfWB Brummler 3, PfWB Dudel 1 a, PfWB Fagser. SprW.: Wann's kään Peif gebt, gebt's immer noch e Farz [ RO-Schmalfhf]. — 2. 'kleines Blasinstrument aus einem Roggenhalm', Faazer [Wilde 148]; vgl. PfWB Blase I 1 a. — 3. 'Blasinstrument aus dem Stengel des Löwenzahns', Fazer u. Fezer [Wilde 166]. — Zu farzen 'furzen', DWB DWb. III 1335. — Südhess. II 358 Farze, 359 Färze, Farzer, Farzert; RhWB Rhein. II 299 Farze, 925 Furz 2 b; Schweiz. I 1047, Furzen, Furzeren.
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| der clagt sein pauch und hab in acht tagen nit gefarzt. fastn. 61, 7; das ich in dreien tagen nit hab gefarzt. 61, 19; wil er den farzen, so well wir scheiszen. 298, 13; wenn das ich schlafen solt, so wacht ich, sagt, farzt er oder scheiszt er ser? 1061, 22; das wir die stuben wermen, si grolzet, reispert, farzt und huest. no 240; wüste geberd haben von dem frasz, koppen lassen, raubsen (rülpsen), ufstoszen, kotzen, geifern, schrien, singen wüste lieder, sürflen, farzen, von den sachen wüsten die frauen basz zu sagen, die semlich ding müssen leiden von iren trunknen mannen. narrensch. 142b; und als er hernach auf ein andermal ist auf seinem pferdlin geritten, und das pferdlin auch ein furz hat gelassen, das hat der narr gehört und ist bald herab gesprungen und hat ihm den sattel abgethan und auf sein kopf genommen und das pferdlin also mit einem stecken vor anhin getrieben und gesprochen, also thut man einem der farzt, kanstu farzen, so mustu auch zu fusz laufen. sch. und ernst 1550, 44. 1555, 202; da sprachen die frawen, die bei ir waren, ewer herr (s. Gangolf) hat aber ein zeichen gethan. 'ja, sprach sie, er zeichnet eben, wie mein ars reden kan'. da fieng sie an zu farzen und liesz ein scheisz uber den andern, und wenn sie oben redt, so redet sie auch unden. 1522, 225. 1550, 195. 1555, 264; wiltu farzen, so gang in den hof. Eulensp. cap. 52; da tht man anders hören nicht der esel sprach, des (illius) schnorken, farzen, ein doctor thet ein kranken arzen
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