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 PfWB fahr-lässig (Bd. 2, Sp. 1017)   RhWB lidderig (Bd. 5, Sp. 444) 
   fahr-lässig Adj.: nach dem Schd.; fahrlässich

[Bd. 2, Sp. 1018]
[ ZW-Bottb], fohr- [ KU-Schmittw/O]. a. 1581: So die herttmeister, schutzen fahrleßig in irren ambt sein, ... sollen (sie) auf 5 ß gestrafft allenmol werden [PfWeist. I 46 (KU-A'glan)]. RhWB Rhein. II 250; LothWB Lothr. 132; Bad. II 7.

 

 lidderig, lidderlich das Wort, im Abl. zu ladderig, lädderig, lodderig, lüdderig, ist als līrərliχ im Rhfrk verbr.; -idəriχ Saarbr, Saarl, Merz, Trier-Stdt (-liχ); -ed- Trier-Ld, Wittl, Bernk, Daun; -īd-, –īăd-, –ēd- Saarbg, Trier-Mos, Bitb; -id- Prüm (also im WMosfrk); lerərliχ Siegld; dann lidə(r)liχ, –ed- Rip, Eup, MGladb, Kref, Heinsb-Dremmen, Elbf, Sol, Mörs-Neuk; ledəliχ Aach-Stdt Adj.: liederlich, verkommen, schlecht, verludert, träge, unordentlich, von Menschen; nachlässig, schlecht, unordentlich, von der Arbeit; dat es ene l.ə Kerl (Puərsch, Patrun usf.); en l. Mensch Weib; en l.ə Gesellschaf; en l.ə Arbet (Werk, Krom); en l. Hus verrufen Rip, Allg.; dat es en l.ə Schwaf (Schwabe) verkommenes Weib Aach-Stdt; die Kinder laufen zu Fastnacht hinter der Maske einer ‘Alten’ (Au) her u. singen: Au Katzau, leddelije Au! Aach-Stdt, Eup-Kettenis; l. Bensberg Neckn. für MülhRh-Bensbg. RA.: L.ə Vügel mache l.ə Nester Köln-Stdt. To gotwellig (gutwillig) es half l. Sol. Sechsmol s. es s.undreissig, es der Mann och noch su flisseg un de

[Bd. 5, Sp. 445]
Frau es l., geiht de Wertschaf hinger söch Köln. Hopp Mariännche, h. M., loss dat Peppche danzen; eich sein l., dau bes l., seimer zwei l.ə Lumpe usf. Bernk. — Adv. leicht, ohne Mühe (bes. zu Geld zu kommen) Trier-Heidenbg; dat darf hen net eso l. duhn so ohne weiteres Trier-Mehring, Bitb-Hütting, Prüm-Mürlenb.