Wörterbuchnetz
Netz-Navigator
 
 PfWB fackeln (Bd. 2, Sp. 1006)   RhWB flackern (Bd. 2, Sp. 530) 

[Bd. 2, Sp. 1006]
   fackeln schw.:
1. 'mit etwas hin und her fahren', fackle (faglə) [SOPf (Nachlaß Heeger), KU-Schmittw/O], (fḁglə) [ PS-Dahn]. —
2. 'gedankenlos, unstet hin und her laufen, unschlüssig sein, zaudern'. RA.: Do werd net lang gefackelt 'Da wird frisch angepackt' [ KU-Kaulb, allg., auch Don Gal Buch]. Fackel doch nit sou lang! [ LA-Wollmh]. — Mhd. vacklen urspr. 'unstet sein wie die Flamme einer Fackel'. — Südhess. II 319/20; RhWB Rhein. II 230; LothWB Lothr. 131; ElsWB Els. I 102; Bad. II 2.

 

  NRhWB flackern -a- Verbr. bis ins SNfrk; -ę-

[Bd. 2, Sp. 531]
Saarbr-Sulzb, Trier-Crettnach Bernk-Wehlen schw.: 1. wie nhd., vom Feuer, Licht, zu hell u. unruhig brennen. — Seltener von andern Dingen; de Oge fl. em er blickt fieberhaft unruhig MüEif; ein im Gefüge loser Gegenstand flaggert oder flockert windet sich hin u. her Heinsb-Myhl; die Vögel fl. schwirren in die Höhe Zell-Raversbeuren; enen fl. mache wegjagen Ottw-Wiebelsk. — 2.a. mit den Augen fl., zwinkern Saarbr-Sulzb (-ę-), Simm-Schlierschd, verbr. in Bitb, Prüm, Schleid, Neuss (-g-).b. et flackert mir für de Aue es flimmert verbr. in Saarl, Merz, Simm, Koch, Kobl, Prüm, Malm, Schleid, Ahrw, MGladb-Jüchen, MülhRuhr-Styrum, Rees. — 3. nachlässig, bummelig herankommen, meist geflackert komme Bernk-Hottenb. — Abl.: die Flacker(er)ei, dat Geflacker(sch), sich zerfl.