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 PfWB fackeln (Bd. 2, Sp. 1006)   ElsWB fackleⁿ (Bd. 1, Sp. 102b) 

[Bd. 2, Sp. 1006]
   fackeln schw.:
1. 'mit etwas hin und her fahren', fackle (faglə) [SOPf (Nachlaß Heeger), KU-Schmittw/O], (fḁglə) [ PS-Dahn]. —
2. 'gedankenlos, unstet hin und her laufen, unschlüssig sein, zaudern'. RA.: Do werd net lang gefackelt 'Da wird frisch angepackt' [ KU-Kaulb, allg., auch Don Gal Buch]. Fackel doch nit sou lang! [ LA-Wollmh]. — Mhd. vacklen urspr. 'unstet sein wie die Flamme einer Fackel'. — Südhess. II 319/20; RhWB Rhein. II 230; LothWB Lothr. 131; ElsWB Els. I 102; Bad. II 2.

 

 fackleⁿ [fàklə Mittl. Co. Dü. Str.] 1. ein Licht unvorsichtig hin und herbewegen. Fackl niʰt eso mit dem Liecht, de könnst eps anzündeⁿ Str. 2. übertr. irgend einen Gegenstand unruhig hin- und herbewegen: fackl mⁱr niʰt eso mit dem Stück Papier vor den Auen herum! Str. 3. Frösche fangen, die durch ein Licht herangelockt wurden: dr Himmel is verwolkt, mⁱr könneⁿ geʰⁿ f. Mittl. 4. in hellen Flammen brennen: dis Hus het awer gfacklt! Mittl. 5. lügen, aufschneiden: fackl mⁱr nix vor, ich glaub dⁱr doch nix Str. Schwäb. 175. Hess. 97. Bayer. 1, 689.