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 PfWB extra (Bd. 2, Sp. 998)   ElsWB elënd (Bd. 1, Sp. 30a) 
   extra:
I. Adv.
1. 'besonders, gesondert', extra (ęgsdrā) [verbr.]; eppes e. einpacke [nördl. VPf]; vgl. PfWB besonders. Ich muß ihm e. koche, weil er nicht alles essen kann [Kaislt, verbr.]. RA.: Er lacht mirm ganze Gesicht un mire (mit den) Backe e., von einem sehr vergnügten Menschen [ KU-W'mohr, RO-Rehborn]. Er kriet sein Werschtel (Würstlein) e. gebrore 'wird bevorzugt behandelt', s. unten II 1 [verbr. VPf]. —
2. 'zusätzlich'. Zur Belohnung krieschde noch extra e Schoppe Wein [KL-Kindsb, verbr.]. Gewwen dem Kerl noch e Portion extra uf mei Recheling (Rechnung) [Kühn Schnitze I 182]. RA.: Wann die mol sterbt, dann muß mer ehre Maul noch e. dotschlaa [RO-Alsbr, verbr., auch Gal]. —
3.
a. 'eigens, ausdrücklich', vgl. PfWB expreß 1 a. Ich hun's dir doch noch e. gesaat [KU-Kaulb, verbr.]. Das hot er e. meer (mir) zum Bosse gemach [ Gal-Reichb]. —
b. e. nicht 'zum Trotz nicht, erst recht nicht', vgl. PfWB expreß 1 b. Nää, ich kumm nit! Extra nit! [Neustdt]. —
II. Adj.
1. 'von besonderer Art, von besonderer Qualität'; extra Gebackenes [ PS-H'einöd FR-Bobh LA-Hainf]; vgl. PfWB Extragebackenes. Er will immer e extra Werschtel gebrode hawwe 'bevorzugt behandelt werden' [NW-Haßl, verbr.]; vgl. oben I 1, PfWB Extrawurst. Das is e extra G'schissener, wer sich für etwas Besonderes hält [ FR-Lambsh]. — Als subst. Adj. nach etwas: eppes Extraanes [verbr. vorn. WPf NPf], eppes Extraaes [verbr. vorn. VPf], eppis Extrais [ PS-Erfw], was Extrares [Germh]; vgl. PfWB extraig. Sie hält sich for eppes Extraes [ GH-Leimh]. Er hat immer eppes Extraes 'besondere Wünsche' [ PS-Nünschw]. —
2. 'übertrieben reinlich und ordnungsliebend, pedantisch', vgl. PfWB etepetete 1, PfWB exakt 1. Die isch d'r emol extra [ LU-Neuhf, KU-Schmittw/O RO-Dielkch Semb KB-Ilbh FR-Gerolsh Beindh LU-Ruchh SP-Schiffstdt LA-Nußd]. Syn. s. PfWB tüpfelig I 1 a. —
3. 'besonders gut', meist verneint. Es isch mir heit nit ganz extra [SOPf, Kühn Palz 134]; vgl. PfWB elend 4. — Südhess. II 312; RhWB Rhein. II 223/24; LothWB Lothr. 130; ElsWB Els. I 86; Bad. I 724.

 

 elënd [êlant Hf.; êla K. Z.] und elëndig [êlanti Logelnh. Ndhsn. Hf.; êlantiχ Wörth Ndrbetschd.] nichtswürdig: Du elënder Tropf, elëndiger Keib! S is mⁱr so e. hüt Ndrbetschd. ‘dass manch Ehrlich Gelehrter Gesell ... sich so elendig muss herumer schleppen’ Mosch. I Vorr. — Schweiz. 1, 178.