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 PfWB Ewig-grün (Bd. 2, Sp. 994)   PfWB grün (Bd. 3, Sp. 469)   PfWB Grün-futter (Bd. 3, Sp. 487) 
   Ewig-grün n.: 'die Pflanze Vinca minor', Ewichgrien [ KU-Wahnwg]. Syn. s. PfWB Immergrün. RhWB Rhein. II 221. —

 

   grün Adj.:
1. 'von grüner Farbe'.
a. attrib. u. präd., grin (grīn) [weithin herrschend], (gRīn) [ KL-Lind], (grīə) [ NW-Freinsh], grin (grīn) [verbr. westl. WPf PS-Lu'wink LU-Altr], vgl. die Angaben zu PfWB braun. Zs.: PfWB donner-, PfWB gras-, PfWB weingrün. Die Wies werd g., 's Gras fangt an zu spitze [ ZW-Gr'bundb, allg.]. Eier Heu is schään g. [ LU-Alsh]. Die Blädder (am Rebstock) sin so g. wie de Efeu [ NW-Gimmdg]. Das alte schwarze Sonntagskleid is g. vor Altertum [ KU-Obw/Tiefb]. Er is g. un geel (im Gesicht) [RO-Semb, verbr.]. Ich schlaan dich g. un bloo [KU-Herschw/Petth, verbr.]. Es is mer vor de Aa g. un geel worr [RO-Alsbr, verbr.]. Ich han mich g. un bloo geärjert [Feierowend Nr. 30/1965 S. 4]. Heit gebt's bei uns griner Salat [ LU-Oggh], g. Kraut 'Spinat' [KU-Bedb, verbr.]. Grine Grumbeere schmacke berrer (bitter) [ KU-Schmittw/O]. Die Grüneidechse heißt auch die g. Edechs [ WD-Niedkch]. Er hot de grine Star [LA-Mörzh, verbr.]. Am Grine Dunnerschdag laiden die Glocke 's letschde Mol vor Oschdere [BZ-Annw, verbr.]. RA.: Den holt bald 's g. Wäälche 'Er ist verrückt' [KL-Rodb, verbr.]. Er hot de grine Wunner devun verzählt [ KU-Kaulb KL-Hirschhn]. Er dut sich g. lache (vor Schadenfreude) [ FR-Studh]. BR.: Grine Weihnachteweiße Oschtere [GH-Hatzbühl, verbr.]. Ein Rätsel vom Flachs s. PfWB Graf 1. VR. s. PfWB abfressen, Augenblater, PfWB Berg (I 705 Z. 38), Erbse 1. a. 1515: Ußgab in die kuchen: ... grun krutt fritag obgenant [GgHospR]. a. 1537: ein gröner gewirf-

[Bd. 3, Sp. 470]
felter Deppich [SpeyTreudInv.]. —
b. subst.: Greerel em Grine 'Schwarzkümmel (Nigella damascena)' [Wilde 225]. Mer gehn heit ins Grine [verbr.]. Er es bei de Grine 'bei der Schutzpolizei' [ KB-Kriegsf]. RA.: Er hot en Stich ins Grine 'ist nicht normal' [Land]. Sie hun bei Modder Grin geschloof 'im Freien übernachtet' [ KU-Schmittw/O]. Vgl. auch PfWB Grünes. Zs.: PfWB Dach-, PfWB Eppich-, PfWB Ewig-, PfWB Immer-, PfWB Sin-, PfWB Stetig-, PfWB Suppen-, PfWB Wintergrün. —
2. 'frisch'.
a. von Pflanzen; grine Erbse [KU-Kaulb, verbr.]. Die weiße Riewe werre g. gekocht [ ZW-Battw]; 's grine Holz (am Rebstock) [RO-Schiersf, verbr.]. RA.: Die kummen selebdag uf kän grine Zweig [ LA-Nd'hochstdt]. a. 1610: grün aspen-, kienbaumen vnd birckenholtz [PfWeist. I 103 (Bergz)]. —
b. 'ungeräuchert', vom Fleisch; g. Schweineflaasch [KU-Kaulb, verbr.]; griner Speck [KU-Diedk, verbr.]; griner Hering [Pirmas, verbr.]. a. 1444: etwan grune etwan dorre fisch, wie man das haben mag [ZweibrLuRb. Bl. 36]. a. 1514: vor grün ryntfleysch diß vergangen jar von ostern biß uff faßenacht [GgHospR, S. 20]. —
c. griner Käs 'Quark' [ SP-Heiligst]. —
3. 'unreif'.
a. vom Obst. Die Kinner essen die grine Äppel [PS-Erfw, verbr.]. —
b. vom Menschen; e grines Bärschelche 'unreifer und frecher Bursche' [PS-Hintwdth, verbr.]; e jung, g. Grasgedudder 'unreife Jugend' [ KL-Stelzbg]. Er is noch g. hinner de Ohre [ NW-Wachh]. Zu einem frechen Jungen sagt man: Mach dich net so g., sunscht fressen dich die Gäns (die Raupe, die Gääße)! [ KB-Kriegsf LU-Limbghf BZ-Dierb]. —
4. nicht g. 'übelgesinnt', umgspr. Er is mir net g. [verbr., mehr städtisch]. — Südhess. II 1487 ff.; RhWB Rhein. II 1452; LothWB Lothr. 216; ElsWB Els. I 276; Bad. II 483/84.

 

  -futter n.: wie schd., Grin-, Grinfuder, -furer, -fuler, s. PfWB grün, PfWB Futter [verbr.]; auch vom dritten Grasschnitt [ KL-Lind PS-Rodalb BZ-Wernbg]. Südhess. II 1498; RhWB Rhein. II 1455; Bad. II 487.