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| PfWB Etappen-bummler (Bd. 2, Sp. 984) | PfWB Schwein (Bd. 5, Sp. 1582) | |||||||||||||||||||||||||||
| 1. a. 'Hausschwein', Schwein [KU-Adb Hachb Reiffb Schmittw/O WD-Niedkch RO-Dielkch, Lambert Penns 95 Don-St. Andreas Gottlob Heufeld Tschest], Schwinn [lothr. SWPf (Keiper Nachl.)]; Pl. wie Sg.; das Wort ist als Simplex nur resthaft am äußersten Westrand als genereller Gattungsbegriff bezeugt (sonst Sau), in Übertragungen und Zusammensetzungen, bes. als Bestimmungswort, ist es dagegen weit verbr.; Zs.: PfWB Buteil-, PfWB Trieb-, PfWB Eckerich-, PfWB Ecker-, PfWB Edel-, PfWB Frischlings-, PfWB Gast-, PfWB Herbst-, PfWB Land-, Läuflings-, PfWB Mach-, PfWB Mutter-, PfWB Schlacht-, PfWB Wildschwein. RA.: Die Schwein sinn im Kore, vom Wogen des Kornes im Wind [ KU-Hachb Reiffb]. Was leit on zwei Schwein, wann's e scheen Gedänz (Tänzerei) gift (gibt) [ WD-Niedkch]. SprW.: Wer sich mischt unner die Kleie, denne fresse die Schwein [ Don-Gottlob, vereinzelt Don]. Volksgl.: »Eine begegnende Schafherde gilt als günstig, Schweine hingegen sind unwillkommen« [Schandein Bav. IV,2 402]. VR.: (Bastlösereim beim Pfeifenschneiden): Peifche willst du nit gerate, / Werf ich dich ins Nachbars Gaade, / Kummt die Kuh, freßt dich zu, / Kummt des Kalb, freßt dich halb, / Kummt de Storch, freßt dich dorch, / Kummt die Maus, freßt dich aus, / Kummt des Schwein, freßt dich klein, / Freßt dich über un über nei'. / Jetz wird's Peifche fertig sei' [Wilde 257]; Var. s. PfWB Pfeife 1 a, PfWB Saft 1 a. a. 1425: von eyme swin zü slagen vnd zü bereiden in daß salze [LeinArch. (Löhne)]. a. 1442: der mulner zu Walphusen 12 gulden vor dru swin [ZweibrLuRb. 28r]. a. 1602: Tragen gern ecker, daß man zu guten jahren über 300 [Bd. 5, Sp. 1583] schwein drin schlagen könne [ABlieskst 108 (Ingb)]. a. 1635: Ist ein jeder Burgmann befugt zu jeder Zeit 8 Schwein frey einzuschlagen [Niedhammer 211]. a. 1761: Georg Graff steigt (ersteigert) 2 Schweinger [LeinGbl. 75 (RO-Gonb)]. — b. vgl. PfWB Luß-, PfWB Stachelschwein, PfWB Meerschweinchen. — 2. übertr. a. 'wer sich beschmutzt, unordentlich ist', auch Schimpfw., Schwein [vereinzelt ges. Pf, Krämer Gal 195]; Zs.: PfWB Dreck-, PfWB Sauschwein. Du Schweinche!, zu einem Kind, das sich beschmutzt hat [ NW-Wachh]. — b. 'niederträchtige, charakterlose, unsittliche Person', auch Schimpfw. [vereinzelt ges. Pf]; Zs.: PfWB Etappenschwein. Des isch e Schwein [ LU-Iggh]. — 3. 'Herbstzeitlose (Colchicum autumnale)', nur Dim.: Schwinnche, Pl. Schwinncher [IB-Ensh, Glass II 60]. — 4. 'Glück', in der Wend. Schwein hawwe (han, hun) [mancherorts]. Sch. g'hat! [ LA-Wollmh]. Der hot Sch. [ FR-N'lein]. Er hot Sch. g'hat [ LU-Alsh/Gr]. — Südhess. V 902/03; RhWB Rhein. VII 2038 ff., K. IX N 15; LothWB Lothr. 473; ElsWB Els. II 525.
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