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 PfWB Estrich (Bd. 2, Sp. 983)   RhWB Esterich (Bd. 2, Sp. 203) 
   Estrich m.:
1. 'Zimmerdecke', Eschtrich (edriχ) [NPf KL-Fischb Dansbg Stelzbg ZW-Gr'bundb PS-Schaubg KL-W'lein BZ-Hofstätt]; zur Verbr. s. K. 53. Syn. s. PfWB Plafond 1. Ich schlaa d'r uf de Kopp, daß d'r 's Hern (Hirn) an de E. spritzt [ RO-Alsbr]. a. 1522: Esterich in dem Nawen haus [LandsbgKellR]. um 1525: esterich mit leymen zu blezen 'mit Lehm auszubessern' [SSp, Rechn. Buch des Klosters Seebach, Bl. 65]. a. 1566-87: Item 7 schilling kost der leymen zum Esterich vnd macherlon [SSp, Kirchenrechn. 63 (BZ-Wernbg)]. a. 1578: einen Estrich über dem Habber-Speicher ... zu machen [LeinGbl. 1908, S. 48]. a. 1583: schlagung eines Newen Esterich Oberhalb des Bierhauß ... zur Legung des Hopfens zu gebrauchen [Werschw-SchR]. a. 1653: daß Östrich [GGA, A. Nr. 1062, Bl. 2]. a. 1663: dem Maurer von einem Österrich ins Meisters Hauß zu machen [StArch. Kandel, R 1, Bl. 17]. a. 1751: (Im Schulhaus ist) ein grosses stück Estrich eingefallen, und (hat) beynahe unseres Schulmeisters Ehefrau und Kinder erschlagen [Kurpf. 812]. —
2. 'Fußboden' [ LA-Edk]. De Eschtrich hot sich negscht gesenkt, so hot er ufgetret (beim Tanzen) [Müller Butterbärwel 50]. M'r glaabt, de Eschtrich brecht (vom Auftreten) [Kühn Schnitze I 60]. —
3. 'Hausgang, Vorraum des Hauses' [KL-Landstl FR-Grünstdt LA-Arzh BZ-Billh]; vgl. PfWB Ern1. — Mhd. esterich < ahd. asterih < mlat. astracum

[Bd. 2, Sp. 984]
< griech. ostrakon 'Scherbe', Frings Germ-Rom2. — Südhess. II 295; RhWB Rhein. II 203/04, IX 1154.

 

  NRhWB Esterich Rhfrk ędrĭχ bis zur t/st-L.; Mosfrk ęsdrĭχ, - [-driŋ Daun-Neichen Kirchw; -iχt Daun-Auel]; Trier-Ld, Wittl, Bitb, Daun, Prüm durchweg ęsəriχ, -, –rek [seŋk Trier-Aach Beschd Nevel]; Rip ęstəriχ (bis Monsch, Rheinb, Gummb) [Rheinb-Flamersh ęi-] Sg. t. m.: 1. mit Lehm oder Mörtel ausgelegter Zimmerboden Allg.; Lehm an der Decke [gepflasterter Fussboden Gummb-Hombg; mit Steinen

[Bd. 2, Sp. 204]
ausgelegter Zimmerboden NOSiegld]. — 2. Kalk- bezw. Zementboden auf dem Speicher; ein aus Sand u. Kalk (Zement) gemachter fester Boden unter dem Dach zum Aufschütten des Getreides, dann der Dachboden, Speicher schlechthin, auch wenn er keinen E. hat Trier, WEif (bes. Prüm) bis Monsch; op dem Esserich [in Trier-Stdt hatten die ausgebauten Speicherzimmer einen E., der oben einen dünnen, mit kleinen Kieselsteinen vermengten Zementstrich zeigte, der Speicher selbst war mit Brettern gedielt]. RA.: Den hat mot E. gedeckt er hat eine Glatze Prüm-Ihren. — Dasselbe auf dem Heustall Trier-Heiligkreuz Schweich Fell Mehring, Bernk-Gräfendhron. — Die Scheunentenne aus Steinen Daun-Auel, Kobl-Weissenthurm. — 3. der steinige Grund, der sich unter der Humuserde befindet Altk-Herdorf NFischb. — 4. ędrĭχ Kreuzn-Boos, ęsd- Simm-Ebschd: Korb mit Tuch, wodurch über Asche u. Stroh Wasser auf die Wäsche geschüttet wurde beim Bauchen. Sicher zu Asche.