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| PfWB Essen-träger (Bd. 2, Sp. 979) | PfWB Träger (Bd. 2, Sp. 399) | PfWB tragend (Bd. 2, Sp. 398) | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
1. 'wer das Essen zur Arbeitsstelle bringt', Esseträjer (-drjər, -drējər) [KU Bedb Diedk KB-Albish LU-Opp NW-Kallstdt], -trääer (-drər, -drēər) [verbr. WPf NPf nördl. VPf], -trächer [verbr. VPf], -träger [ LU-Oggh Friesh]. — 2. a. = PfWB Essenkorb, -träjer [ PS-Gersb]. — b. 'Gefäß zum Essentragen', -träjer [ PS-Schmalbg]; vgl. PfWB Essenkännchen. Das Gefäß ist entweder ein einfaches Kännchen mit Deckel oder ein Gerät, in dem die Gerichte in einzelnen Schalen übereinander stehen. Südhess. II 290; Rhein. II 201; ElsWB Els. II 745; Bad. I 717.
| 1. von Personen. a. 'Sargträger', Trääer, Träjer, Träächer, Träger, Trajer, s. F. [allg.]. Zs. PfWB Toten-, PfWB Leichenträger. Man wählt gewöhnlich vier Träger aus der Nachbarschaft des Verstorbenen. Die Trääer krieje Lorbeerstraißelcher, die sie ins Grab werfen [ KU-Schmittw/O]. Zum gleichen Zweck erhält in FR-Kindh jeder T. eine Zitrone. Volksgl.: Wann die Dreeger, as en Dodes drage, vär'me Haus stoppe (stehenbleiben), sterbt eens aus sellem Haus [Fogel Beliefs Penns Nr. 574]. — b. andere T. in den Zs. PfWB Aus-, PfWB Boten-, PfWB Brief-, PfWB Butten-, PfWB Essen-, PfWB Fackel-, PfWB Fahnen-, PfWB Gepäck-, PfWB Holz-, PfWB Hotten-, PfWB Kerzen-, PfWB Kohlen-, Korb-, Kranken-, PfWB Kreuz-, [Bd. 2, Sp. 400] Leid-, Logel-, PfWB Mären-, PfWB Mist-, Neuigkeiten-, PfWB Ohren-, PfWB Sack-, PfWB Schleppen-, PfWB Spatzen-, PfWB Speis-, PfWB Wasser-, PfWB Zeitungs-, PfWB Zuträger. — 2. von Dingen. a. α. 'senkrechter Pfosten bei Bauten' [verbr.]. Zs. Säulenträger. — β. 'Deckenbalken' [ ZW-L'wied LU-Friesh LA-Gommh BZ-Dierb]. Zs. PfWB Eisen-, PfWB Holzträger. — b. = PfWB Tragschemel [FR-Grünstdt verbr. NW]. Zs. PfWB Mittelträger. — c. 'Tragband an Kleidungsstücken'; die Trächer am Scharz (Schürze) [ LU-Opp, allg.]. Zs. PfWB Hosen-, PfWB Rock-, Schurzträger. — F. trər WPf NPf nördl. VPf, trēər KU-Schmittw/O RO-Als, drjər KU-Bedb KL-Weltb Matzb PS-Geisbg Schmalbg LU-Opp NW-Freinsh, drgər u. drχər VPf Ost-PS, drājÄr PS-Fischb. Im Auslaut vielfach -Är, in der SPf -Ä. — Südhess. I 1628/29; RhWB Rhein. VIII 1277/78; Saarbr. 210; LothWB Lothr. 98; ElsWB Els. II 745; Bad. I 524.
| [Bd. 2, Sp. 399] gend. — Zu PfWB tragen, s. d. I 3 a. — F.: Die Formen lassen sich bei aller Mannigfaltigkeit geographisch gut voneinander scheiden: 1. Schwund von -n- bei Erhaltung des auslautenden -d (drāgəd, drāxed, drχəd) in der SOPf; 2. Schwund von -d und -n- (drāgə, drāxə, drājə) in der mittl. VPf; 3. Schwund von -d bei Erhaltung des -n(drān, drn) im Westteil der NWPf und mit zusätzlichem Schwund von -n- bei Erhaltung der Nasalierung des vorausgehenden Vokals (dran) in dem südöstlich daran anschließenden Gebiet (hierzu vgl. z. B. bn u. bn auf K. 30 bei Bein). Die Vollform (drāgənd, drāxənd) ist wohl eine jüngere verhochdeutschte Form von drāgəd, drāxəd. Der Gebrauch der partizipialen Formen beschränkt sich, wie aus den Angaben zur Verbr. zu ersehen ist, auf die SOPf (mit wenigen Orten der mittl. VPf) und die NWPf. An den südl. Teil der SOPf nach dem Westen anschließend erscheint neben drχdiχ (s. PfWB trächtig) bis westl. Pirmas die Bez. drāxiχ und im Südteil von IB driχ (s. PfWB tragig, PfWB trägig). Der größte Teil der Pfalz, der sich nach beiden Seiten der Hauptverkehrsstraße Mainz—Kaiserslautern—Saarbrücken nach N und S ausdehnt, gebraucht neben drād, drd 'trägt' das Syn. PfWB trächtig (drχdiχ), das offenbar aus dem Rhein-Main-Gebiet eingedrungen ist und die ältere partizipiale Form nach und nach verdrängt hat; die NWPf und die SOPf erweisen sich damit als deren Reliktgebiete. — Südhess. I 1630 tragicht; Rhein. VIII 1271 Z. 31/32; ElsWB Els. II 745; Bad. I 259 links Z. 54.
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