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 PfWB Erste-mai-nacht (Bd. 2, Sp. 959)   PfWB Mai-nacht (Bd. 4, Sp. 1135)   PfWB Mai-männchen (Bd. 4, Sp. 1135) 
   Erste-mai-nacht f.: 'die Nacht zum 1. Mai', Eerschtmaainaacht [ KU-Brück RO-Als], Eerschdemainacht [ KL-Reichb KB-Kriegsf LU-Opp Oggh NW-Kallstdt Frankeck], -määnaacht [ LA-Gommh GH-Kand]; vgl. Hexen-, PfWB Mainacht. Brauchtum: In de E. hat er seim Schatz e Maistrauß gesteckt [ KL-Reichb]. Einem Mädchen, dem man geschlechtlichen Verkehr nachsagt, stellen die Burschen in der E. einen Strohmann vor das Haus oder streuen Erbsen auf den Hausweg [ HB-Bexb]. Die unehrenhafte Beziehung wird verdeutlicht durch eine Häckselspur (mitunter auf einer Unterlage aus Teer) vom Haus des Liebhabers zu dem des Mädchens [ RO-Winnw]. Eine besonders drastische Form der Mißachtung: Darstellung eines Mannes mit übergroßen Genitalien an der Vorderwand des elterlichen Hauses [ BZ-Dernb]. Südhess. II 266.

 

 -nacht f.: 'die Nacht zum 1.

[Bd. 4, Sp. 1136]
Mai', Maina(a)cht [WD-Niedkch KU-Herschw/ Petth W'mohr ZW-Stamb Wintbn RO-Nd'mosch Odh Sippf KL-Katzb PS-Gersb FR-Flomh LU-Alsh NW-Kallstdt LA-Wollmh GH-Kand BZ-Völkw], die eerscht M. [ WD-Niedkch, mancherorts]; Zs.: Erstemainacht; Syn. s. PfWB Walpurgisnacht. Brauchtum s. Mädchenversteigerung, PfWB Mai 1, PfWB Mai(en)strauß, PfWB -männchen. Volksgl.: In de erscht M. kummen die Häxe [ LU-Dannstdt]; vgl. PfWB Hexennacht. a. 1793: In der ersten Maynacht Soll mann, wie einen Gott Erschaffen hat ohne berufen an einen frucht acker Gehen und in seine Handt in den drei höchsten Namen die Handt mit dem thau waschen [LA-Walsh (aus: Heeger Vhk. 17)]. Südhess. IV 499; RhWB Rhein. V 769. —

 

 -männchen n.: Brauchtum: In der Nacht zum 1. Mai malen die Burschen Maaimänncher (Pl.) an die Häuser, in denen Mädchen wohnen. Sie werden von den Mädchen noch vor Tagesanbruch mit Kalkbrühe überpinselt [ HB-Höch]. Vgl. PfWB Mai, Maibutz(en) 2. —