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 PfWB er-greifen (Bd. 2, Sp. 935)   PfWB er-wischen (Bd. 2, Sp. 963)   PfWB wischen (Bd. 6, Sp. 1414) 
   er-greifen st.: nach dem Schd.
1. jemand e. 'festnehmen'; de Dieb (de Verbrecher) ergreife [verbr.]; vgl. PfWB erwischen, PfWB arretieren, PfWB verhaften. a. 1563: Wenn ein uebeltäter des orts ergriffen wird, wird derselbe gen Dirmstein in haft geliefert [PfWeist. II 517 (FR-Flomh)]. —
2. übertr. etwas e.
a. e anner Handwerk ergreife [ ZW-Battw]; Partei e., für jemand, für etwas

[Bd. 2, Sp. 936]
[ KU-Schmittw/O]; 's Wort e., in einer Versammlung [ebd.]; die Flucht e. [Land BZ-Klingmst]. —
b. 'zu Herzen gehen'. Die Grabredd hot alle ergreffe [ BZ-Dernb]. — Südhess. II 246; Bad. I 703.

 

   er-wischen, -witschenschw.: wie schd., erwische [verbr. vorn. VPf], -witsche [ KU-Brück PS-Geisbg]; vgl. PfWB ergreifen 1, PfWB erhaschen, PfWB erschnappen, PfWB ertappen, PfWB verwischen. Wart, ich erwisch dich! [ PS-Fehrb]. Es hot'n erwischt 'Er ist verwundet worden' [ RO-Dielkch]. Dass. in der Bed. 'Er ist betrunken' [ KB-Kerzh]. a. 1480: erwüst der schultis jne (beim Waldfrevel), so ist er ein eynung schultig [MHVPf. 1870 IV, S. 4]. a. 1575: also namen sie rebbalken, backscheit, stangen vnd waß sie kundten erwischen [Zweibr. I 1394 (BZ-Wilgws)]. Südhess. II 270/71; RhWB Rhein. IX 586; ElsWB Els. II 873, 886.

 

   wischen schw.:
1. 'mit der Hand, einem Lappen o. ä. leicht reibend über etwas fahren, putzen, trocknen', wische (wiə) [verbr., Karch Gimmdg/ Muttstdt 54 Schneckenburger 49 Lambert Penns 179 Krämer Gal 243]; Zs.: PfWB ab-, PfWB auf-, PfWB aus-, PfWB darüber-, PfWB durch-, PfWB ent-, PfWB er-, PfWB ver-, PfWB herunter-, PfWB hin-, PfWB um-, PfWB weg-, PfWB zusammenwischen; Syn. s. PfWB scheuern 1; mit 'm Lumbe iwwer de Disch w. [Krämer Gal 243]. Wisch dem Kind sein Nas [ BZ-Dernb]. Er wischt sich die Aage [ LU-Alsh]. Sie wischt geren [ LU-Alsh]. VR.: Un hanns Fenschter net g'wischt, Forts. s. PfWB Saustall 1 [Schandein Sprachsch.]. SprW.: Schwarz gebore esch W. un Wäsche verlore 'Man muß sich mit seinen Naturanlagen abfinden' [ BZ-Dierb]. —
2. 'eine Ohrfeige geben' [mancherorts]; Syn. s. PfWB ohrfeigen; e paar (eeni) w. [mancherorts, Kamm 69 Kühn Kumödi 2]. Ich häb dem Lausbuu enni gewischt for sein Frechheit [ BZ-Dernb]. Ich unn mein Freind hätten 'm schun eeni gewischt, wann er 's Maul uffgerisse hätt! [PfRSch. 24. 3. 1927]. RA.: Er hot em eeni gewischt, daß er die zwett nimmi will [ LU-Neuhf]. —
3. 'einen Wisch 1 b als Verbotszeichen aufstellen' [ KU-Bedb Rockhs]. Der Acker werd gewischt [Rockhs]. Wee'e (Wege) werre gewischt [ RO-Odh]. —
4.
a. 'beim Kartenspiel Kreidestriche entfernen, mit denen Stiche angezeigt werden' [ BZ-Dernb]. Er hot sein Kaart gut gespeelt, wisch em zwee, un mir schreib eens dazu [ BZ-Dernb]. —
b. ein nicht näher erläuterter Ausdruck beim Kegelspiel, wische [ LU-Opp]. — RhWB Rhein. IX 585/86; ElsWB Els. II 873.