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| PfWB Engel (Bd. 2, Sp. 895) | PfWB Messer (Bd. 4, Sp. 1305) | PfWB Klotz-messer (Bd. 4, Sp. 321) | |||||||||||||||||||||
1. 'die Himmelsgestalt E.' Engel (ęŋəl, ęŋl) [allg.]; Dim. Engelche [verbr. WPf NPf nördl. VPf], Engele [mittl. u. südl. VPf]; Dim.-Pl. in südl. VPf: Englich, vgl. Bäämlich auf K. 27. Zs. PfWB Posaunen-, PfWB Erz-, PfWB Schutzengel. RA.: Wann er gut se esse un se trinke hat, is er de reinscht E. [ ZW-Battw]. Das is e E. merreme (mit einem) B vorre dron [KU-Schmittw/O, verbr.]. Sie hot gemeent, er wär so'n rechter Engel; doch was sie sehnt (sieht), is juscht e growwer [Bd. 2, Sp. 896] Bengel [Birmelin Penns Gezw. 32]. Ins G'sicht is er e E., hinnerum e B. [ ZW-Battw], ... un hinnerum e Deiwel [LU-Oggh, verbr.]. Der kann singe wie die E. unnerm Schäferkarch, von einem schlechten Sänger [Hebel 15]. Wann du singscht, heert mer die Engelcher em Himmel lache [ KB-Kriegsf]. Bei großen Schmerzen: Do heert mer die E. im Himmel singe (peife) [verbr.]. Du kriescht än (eine Ohrfeige), daß de määnscht, du heerscht die E. peife (singe) [RO-Semb, verbr.]. SprW.: Kinner han oft e gude E. [Pirmas]. Wer heirat, kriet käin E., er is jo selbscht aach käiner, weil jeder Mensch seine Fehler hat [ KU-Schmittw/O]. Wann die E. reisen, greint de Himmel, galante Art, weibliche Personen bei regnerischem Reisewetter zu trösten [ FR-Bockh, LA-Nd'hochstdt]. De Berch (Berg) enunner helfe alle Deiwel, de Berch enuf keen E. [ KU-Bosb]. Volksgl.: En Kind, wu en guter Singer is, gebt en E.; 's werd net alt [Fogel Beliefs Penns Nr. 71]; vgl. PfWB Engelamt. Kleinen Kindern erzählt man, ein E. habe sie vom Himmel gebracht [ KU-Nerzw PS-W'fischb KB-Harxh BZ-Dernb]. WR.: Wenn sich während des Regens Blasen auf dem Wasser bilden, wissen die Engel im Himmel nit, wann's ufheert [ SP-Schiffstdt]; dass. gilt, wenn der Regen mit Nordwind einsetzt [ FR-Mörsch]. Das Kinderspiel Engel, Engel in Abrahams Schoß s. bei PfWB Abraham. VR.: Engel, Bengel, laß mich leben, ich will dir einen Vogel geben [PfRSch. 2. 12. 1934]. Vierzehn Englein fahren, fahren, fahren; vierzehn Englein fahren, dideldadeldum! [ KU-Diedk]. Stehre (steht ein) Engelche an de Wand, hot e Gacka 'Ei' in de Hand. Mecht gere esse, hot ke Messer. Fallt 's Messer vum Himmel rab, schlagt 'm Engelche 's Händel ab [PS-Burgalb (Wilde 259)]. AR.: Engel, Engel, hupps ins Pännl! Hupps wieder raus, du bischt draus! [ SP-Schiffstdt]. — 2. schwarzer E. 'Teufel'. Was schwebt vum Kerchetarn (Kirchturm) so ruhich her, wie aus de diefe, dunkle Nacht gebore? As wann's en g'fallner, schwarzer E. wär, mit Kloofieß (Klauenfüße) un häßlich wieschde Ohre! Des muß die niederträchtig Speckmaus sei [Birmelin Penns Gezw. 86]. — 3. Neckname für Schüler im vierten Schuljahr. Die Viertklässer sin die Engel [Kaislt]. — 4. Kosewort für ein liebes Kind. Du liewes Engelche! Mein goldich Engelche! [ PS-Erfw ZW-Battw]. Mein Engelche! (bei Älteren auch: Mein Ningelche!) [ KU-Kaulb]. Volksgl.: Wammer 'n Kind Engel heeßt, lebt's net lang [Fogel Beliefs Penns Nr. 155]; vgl. PfWB Engelamt. — 5. 'Gebäck in Engelform als Christbaumschmuck', Pl. Engelcher [KB-Bennhs, verbr.]. — 6. s. PfWB Gassen-, PfWB Straßen-, Würgeengel. — 7. Koseform zum Frauennamen Angel(ik)a. — Südhess. II 203 ff.; RhWB Rhein. II 129; Saarbr. 58; LothWB Lothr. 123; ElsWB Els. I 53; Bad. I 686/87.
| [Bd. 4, Sp. 1306] PfWB Ausbein-, PfWB Ausmach-, PfWB Ausnehm-, PfWB Balbier-, PfWB Bart-, PfWB Batzen-, Binderschneid-, PfWB Blättel-, PfWB Brot-, PfWB Taschen-, PfWB Distel-, PfWB Dolch-, PfWB Torschen-, Tranchier-, PfWB Trester-, PfWB Feder-, Veredlungs-, Viertel-, PfWB Groschen-, PfWB Grundbirnen-, PfWB Hack-, PfWB Hau-, PfWB Hep-, PfWB Käse-, PfWB Käseschmier-, PfWB Klotz-, PfWB Knochen-, PfWB Krotten-, PfWB Küchen-, Mäh-, PfWB Metzel-, PfWB Metzger-, PfWB Okulier-, PfWB Rasier-, PfWB Sächsel-, PfWB Sack-, PfWB Säckel-, PfWB Säcker-, PfWB Schlag-, PfWB Schneid-, PfWB Schnitz-, PfWB Schor-, PfWB Schrot-, PfWB Schwing-, PfWB Speck-, PfWB Stall-, PfWB Stech-, PfWB Stoß-, PfWB Stroh-, PfWB Ulacker-, PfWB Waben-, Wiege-, Wiesenmesser; e alt M. [ KL-Niedkch]; e alt, roschelich (rostig) M. [ KU-Wolfst]; e strack M. 'ein Messer mit feststehender Klinge' [ KU-Bedb]; das kleen Meesserle 'Küchenmesser' [Neustdt, vereinzelt]; e M. scharf mache [ GH-Nd'lustdt]; mi'm M. steche [ BZ-Dierb]. RA. für ein stumpfes Messer: das M. schneidt (is so stump) wie e Sech [ RO-Als, KB-Kerzh], schneidt warm (kalt) Wasser [PS-Geisbg, mancherorts, auch Auslandspfälzer], oft mit Zusatz: un weeche (faule) Kees (Käse) [mancherorts]; uf dem M. kammer reite [ RO-Obd]; des M. muß mer (iwwer Nacht) uf de Bese binne [ Don-Gottl, Heuf]. Weitere RA.: e M. hawe uhne Kling, wu de Stiel fehlt 'gar nichts haben' [NW-Hardbg u. Umg.]. 's M. steht em am Hals 'Er befindet sich in höchster Not' [ FR-Bockh]. Es M. is schun gewetzt [Krieger 52]. Wann ich dich seh (un mei bar Geld) geht mir 's M. im Sack uf [ KU-Kaulb Kreimb]. Er springt (z. B. uf die Arwet) wie e Bock (die Geiß) ins (ans) M. 'er tut etwas äußerst widerwillig' [HB-Kirrbg Kleeberger 98 Hebel 16]. SprW.: Wer Brot hat, findt aa e M. [Kaislt PS-Saalstdt LA-Edh]. Volksgl.: Fällt ungewollt, unabsichtlich ein M. zu Boden und bleibt stecken, dann wird man von Besuch überrascht [Feierowend 5/1953 Nr. 23]. Wann en M. fallt, kummt en Weibsmensch [Fogel Beliefs Penns Nr. 379]. »Die Wirbelwinde auf den Straßen sind Wirkungen der Hexen, wer ein M. mit 3 Kreuzen hineinwirft, erkennt die Hexe, welche diesen Wirbel verursacht hat« [Journ. 7/1790 142-144]. VR.: 's Hinkel un de Hahn, / die gehn mitnanner dran. / 's Hinkel hot e M. im Sack, / schneidt 'm Hahn 's Schwänzel ab [ LA-Offb], Var. s. PfWB Bippel 2 c. Weitere VR. s. PfWB Bader, PfWB Beeden, PfWB David, PfWB Engel, PfWB hoch 2 a, PfWB Saft, PfWB Weide. a. 1487: der Fautschultheiß muß sin messer schone machen 'den Imbs bezahlen' [SSp, Urk.-Reg. 146/182 Jahrgeding St. Remigiusberg]. Südhess. IV 639/41; RhWB Rhein. V 1100/05; LothWB Lothr. 361; ElsWB Els. I 720.
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