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 PfWB eng (Bd. 2, Sp. 894)   RhWB eng (Bd. 2, Sp. 128) 
   eng Adj.:
1. 'schmal', Gegensatz: weit, eng (ęŋ) [verbr.], ing (iŋ) [ PS-Geisbg Hintwdth BZ-Gossw].
a. 'fest anliegend', von Kleidungsstücken. De Anzug is mer eng (zu eng, so eng, se

[Bd. 2, Sp. 895]
eng) [KL-Reichb, verbr.]. Mach mer de Kiddel (de Wams) net so eng! [ LU-Alsh, KU-Körbn]. Das is e enger Sack, von der Anzugstasche [ KL-Hütschhs]. Enge Schuh kenne äim (einen) verkeile 'quälen' [ KU-Schmittw/O]. VR.: Schneider, mach die Hosse weider, mach se net so eng, suscht (sonst) gebt's de Buckel voll Fäng! [ KU-Kaulb]. Ich muß de Gärtel (de Leibrieme) enger mache [ KU-Körbn LU-Alsh], de Hosserieme enger schnalle [ KB-Kriegsf]. RA.: Ich muß e Loch enger schnalle 'Ich bin hungrig' [ KU-A'glan]. —
b. 'dicht gedrängt'; eng sitze [verbr.]; e enger Strähl 'Kamm mit dicht stehenden Zähnen' [ LU-Alsh Neuhf]. —
c. 'dünn', von Därmen; enge Därem [ KL-Weilb PS-Erfw]; vgl. PfWB Engdarm. —
d. das enge Liebche, wohl umgedeutet aus Engelliebchen 'Stiefmütterchen' [ IB-Seelb]. —
2. von der Engbrüstigkeit, vgl. PfWB dämpfig 2, PfWB engbrüstig. Er isch eng 'bekommt schlecht Luft' [LA-Maik, verbr.]. Wann ich morgens uf bin, isch's mer so eng [ PS-Erfw]. Klagt einer: Ich sein so eng uf de Bruscht, dann sagt man ihm: Ei do loß dich (wie einen engen Schuh) iwwer de Leischt schloon [ KU-Schmittw/O]. Er hot e engi Bruscht [ LU-Limbghf Opp]; vgl. PfWB Enge. De Newwel (Nebel) is bees for die enge Leit [ ZW-Gr'bundb]. Volksgl.: Das Drickemännche (s. PfWB Drückemännchen 1) macht die Leit eng [ KL-Schneckhs]. —
3. adv. 'fest, unwiderruflich' in der RA.: Eng g'schenkt bleibt g'schenkt, bis die Welt unnersenkt [Kaislt, bei Alten]. — Südhess. II 202/03; RhWB Rhein. II 128; Lothr. 122/23; ElsWB Els. I 53; Bad. I 686.

 

  NRhWB eng ę-, im Geb. der Schärfung ę·ŋ. [Prüm -ŋk; Saarl-Diefflen Nalb Bilsd Bettstdt Prims Piesb engk u. e·ŋ.k; Bitb i-; Trier-Ld, Wittl z. B. Kenn Sehlem ŋ; Bitb-Speicher ē-; Mülh-Ruhr i·ŋ.; Klevld ] Adj.: 1. wie nhd., schmal, klein Allg. RA.: Su e. wie en Mönechsmau (Mönchsärmel) (ironisch gemeint) Bergh-Blatzh. E. un wahl es besser als wick (weit) un wih Köln. Liewer op et Enge e. as op et Wiə tu wit Mörs. Et wiərd mer ze e. he ich halte es hier nicht mehr aus Rip, Allg. Et wor mer ze e. on ze weck (weit) an allen Ecken on Ennen alles behagte mir nicht, grösster Grad des Unbehagens Sieg-Ägid. Beter in de wije Welt as in den e.ən Buk vom Furz Nfrk, Allg. De Jong hät ene e.ə Bauch met weit Hötte dren der Vielesser Ahrw. He hät en e.ə Kopp ist dumm Duisb. De Rock wird em ze e. vor Ungeduld u. Wut tanzt er hin u. her Rip. Der weren de Röck ze e. sie ist schwanger Allg. »Festes Gestein macht den Kittel e.« Saarbergmspr. 1800. De Stross (Strasse) es em ze e. dem stolzen Menschen Sieg-Eitorf. De es dörich en e. Löuchsje gekroufe mit einem blauen Auge davon gekommen Aach. Gedold, Vernonft un Zeit mächt e. Lecher weit Daun-Neroth. De es e. gereppt arm, geizig Mosfrk; de es e. gestalt ein sparsamer Mensch Koch-Lutzerath. De es e. beu Groschen hat wenig Geld ebd. De wird arg e. gehale bekommt wenig oder gar kein Taschengeld Rip, Allg. Wat se wider e. zesamme dohn! heimlich Rip, Allg. En e. Fröndschaf wie nhd. Allg. E. fahre (plöge, halle (halten)) dass die Furchen dicht beieinander liegen Allg. — 2. übertr. a. asthmatisch, engbrüstig Allg.; er es arg e. Rhfrk, — e. on dämbig Birkf, — e. of der Brust Allg.; et wird mer ze e. ich bedarf frischer Luft, mir wird unwohl Allg. — b. hinsichtl. des Charakters α. geizig, knauserig Prüm. — β. skrupulös Verbr.