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| PfWB Eisen (Bd. 2, Sp. 849) | PfWB Schür-eisen (Bd. 5, Sp. 1504) | RhWB Schür-eisen (Bd. 7, Sp. 1916) | |||||||||||||||||||||
1. 'das Metall Eisen', auch 'Stück [Bd. 2, Sp. 850] des Metalls Eisen', Eise (aisə) [verbr.], (āisə) [Neustdt], (ęisə) [ KU-O'alb], Ise (īsə) [lothr. SWPf]. Das Holz do is hart wie Eise [ KU-Ulm]. Er hot e Hernkaschde wie vun Eise [ LU-Alsh]. Er hot Nerve vun Eise un Stahl [ LU-Opp]. Ich meen grad, e glierich 'glühend' Eise fahrt ma durch de Leib, un es brennt wie die Hell [Westrich-Kalender 1957, S. 104]. Der is aus Eise 'robust, ausdauernd, widerstandsfähig gegen alle Unbilden der Witterung [ Gal-Dornf]; vgl. PfWB Eisenkeil. RA.: Mer geheeren ball zum alde Eise [ KB-Albish, allg.], unner 's alt Eise [ BZ-Dernb]. Das kummt zum alde E. 'Das taugt nichts mehr' [ KU-Schmittw/O]. Der loßt nix leie 'liegen' wie Mihlstään un glierich E., von einem Taschendieb [NW-Weish/S, verbr.]. SprW.: Aldi Lieb roscht net, un wann se hunnert Johr beim alde E. leit [ FR-Albsh, LU-Böhl]. Not brecht E. [Horne Penns 98]. Volksgl.: Wann en Baam net trage will, ladt 'belädt' mer'n mit Eise un Steen [Fogel Beliefs Penns Nr. 1002]. Rätsel: Hinne Flääsch un vorre Flääsch, un in de Mitt Holz un E. (der pflügende Bauer) [Hebel 114]. VR.: Schneiregääß, mach e E. hääß; schlupp unner de Disch, mach Flerrerwisch!, spöttisch vom Schneider [ BZ-Dierb]. Ich wollt, ich wollt, du hättscht e Sack voll Gold un ich e Sack voll E.! Dann däte mer minanner schmeiße, dann hätt ich 's Gold un du 's E. [ KU-Diedk]. a. 1425: als fiel zu lone geben als ein schiene isens gilt [LeinArch. (Löhne)]. a. 1425: von einem wagen zu beschlahen mit altem ysen [ebd.]. — 2. Geräte aus E. a. 'Hufeisen'; e E. ufschlaa [KU-Bedb, verbr.]. Zs. PfWB Huf-, PfWB Sommer-, PfWB Wintereisen. — b. 'Stoßeisen auf der Schuhsohle', Dim. Eis'che (aisχə) [verbr. (1925)], Äis'che (ęisχə) bzw. Is'che (isχə) [verbr. SWPf (1925)], Eiselcher (Dim. Pl.) [ Gal-Dornf Obl]; vgl. PfWB Schuhplatte. Loß der Eis'cher uf die Schuh mache! [Kaislt]. Zs. PfWB Schuh-, PfWB Spitz-, PfWB Stoßeisen. RA.: Sie hot 'n Eise hunne 'Sie hat ein uneheliches Kind' [Fogel Prov. Penns Nr. 439]. — c. 'Klicker aus E.', Eis'che (aisχə) [ ZW-O'aub KL-Miesb]; vgl. PfWB Eisenklicker. Syn. s. PfWB Schießklicker. — d. andere Geräte und Geräteteile s. PfWB Pfahl-, PfWB Pflanz-, Pflug-, PfWB Bill-, PfWB Brech-, PfWB Bügel-, PfWB Daber-, PfWB Deichsel-, PfWB Teller-, PfWB Distel-, PfWB Trag-, PfWB Eß-, PfWB Fall-, Fang-, PfWB Fuchs-, PfWB Fuß-, Gargel-, Hals-, Heb-, PfWB Hobel-, PfWB Kelter-, Klöppel-, PfWB Kratz-, PfWB Kuppel-, PfWB Last-, PfWB Leg-, Lein-, PfWB Loh-, PfWB Mühl-, PfWB Rad-, PfWB Reib-, PfWB Reih-, PfWB Reiß-, PfWB Rinde-, Roll-, PfWB Rüben-, PfWB Schab-, PfWB Schieß-, PfWB Schlag-, PfWB Schneid-, PfWB Schnitz-, Schrank-, Schnüffel-, PfWB Schür-, Schwing-, PfWB Setz-, PfWB Spang-, PfWB Spann-, PfWB Spekulier-, PfWB Sperr-, PfWB Stachel-, PfWB Stech-, PfWB Steig-, PfWB Stemm-, PfWB Stempel-, PfWB Strähl-, PfWB Waffel-, PfWB Wend-, PfWB Winkel-, PfWB Wurst-, PfWB Zwercheisen. — 3. nur Pl. in den RA. auf die E. gehen 'in strenge Zucht [Bd. 2, Sp. 851] nehmen', aus den E. fahren 'aus der Haut fahren'. Vadder, du muscht dem Lausbu besser uf die E. gehn [ NW-Haßl, KU-Kaulb]. Do kennt mer aus de E. fahre! [KU-Hundh HB-Kirrbg Schandein Sprachsch. 18]. — 4. als Schimpfw. für lästige Menschen in PfWB Fege-, PfWB Feuer-, PfWB Grammel-, PfWB Keidel-, PfWB Krangel-, PfWB Nag-, PfWB Quäleisen. — 5. die Äise (ęisə), Spottname auf die Bewohner von KU-O'alb, weil sie das Wort E. so aussprechen. — Südhess. II 162/63; RhWB Rhein. II 94/95; Saarbr. 56; LothWB Lothr. 261; ElsWB Els. I 76; Bad. I 671/72.
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