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 PfWB ein-tunken (Bd. 2, Sp. 839)   PfWB tunken (Bd. 2, Sp. 621) 
   ein-tunken schw.:
1. gegenst. = PfWB eintauchen; die Fedder intunke (in die Tinte) [verbr. WPf], endunke [verbr. östl. NPf], ein- [verbr. VPf]; Kuche in de Kaffee eindunke [ LU-Maud]; vgl. PfWB tunken 1 a, PfWB hineintunken.
2. übertr.
a. RA.: Er hot sich e schäni Soß eingedunkt 'ist in eine unangenehme Sache hineingeraten' [ NW-Freinsh]; vgl. PfWB einbrocken 2 b. —
b. RA.: Dem haw ich's eingedunkt 'habe ich Hiebe versetzt'

[Bd. 2, Sp. 840]
[Frankth]; vgl. PfWB einreiben 2. Dem muß ich mol e paar intunke, dass. [ KU-Rutsw/L]. Den häw ich eingedunkt [ GH-Sondh]. —
c. RA.: Er hat mich eingedunkt 'angeschwärzt' [ NW-Frankeck]. — Südhess. II 151; RhWB Rhein. VIII 1462; ElsWB Els. II 694; Bad. I 667.

 

   tunken schw.:
1. 'eintauchen', tunke (tuŋgə) [verbr. westl. WPf LU-Limbghf NW-Hardbg Don Tscherwk Schowe Torschau verbr. Gal], tonke [ Don-Lenauh], tounke [ WD-Niedkch], dunke (duŋgə) [übrige Pfalz Lambert Penns 46].
a. etwas t. Zs. PfWB ein-, PfWB hineintunken.
α. Kuche in de Kaffee t. [verbr.]; die Klees (Klöße) ins Fett d. [RO-Als, verbr.]. Mer hen aa noch Schunke un ebbes zu dunke [Birmelin Penns Poems 23]. Spr-W.: Brot in de Wein gedunkt halt 100 Jahr gesund

[Bd. 2, Sp. 622]
[Wilde 262]. Volksmed. (Augenheilmittel): E leine Läppche mit Schmalz beschmeert un in Branntewein gedunkt häält (heilt) alles [ ZW-Bechhf]. —
β. die Ferrer (Feder) d. '(beim Schreiben) in die Tinte eintauchen' [KU-Brück, verbr.]. —
γ. in Mehl t.; ein verbrannter Finger werd in Mehl gedunkt [ LU-Böhl]. —
b. einen t. 'ins Wasser untertauchen', Zs. PfWB untertunken; ener d. [LU-Friesh, verbr.]. Er hat 'ne beim Bade getunkt [Wilms Alph. 57]. Der es emol getunkt worde [ LU-Limbghf]. Vielleicht däht's bei annere Schnapslumpe a helfe, wammersche (wenn man sie) gehörig tunke däht, so deck se besoff senn [PfId. 185 (Umgebung Kus)]. —
2. übertr.
a. 'prügeln', en(e) tunke (dunke) [verbr.]. Sie hän en bös gedunkt [ ZW-Battw]. Der werd emol gedunkt [ KB-Albish]. Der geheert gedunkt [ GH-Zeisk]. Syn. s. PfWB verhauen. —
b. einem ein paar t. 'einen ohrfeigen'. Dem werr ich e paar tunke [ KU-Ehw O'eisb Herschw/Petth Ohmb HB-Jägbg IB-Bierb ZW-Lambsbn]. Syn. s. PfWB ohrfeigen. —
c. 'über einen Unwahres erzählen, einen anschwärzen'. Den hun ich emol gedunkt [ KB-Kerzh, NW-Frankeck SP-Heiligst]. — Südhess. I 1834/35; RhWB Rhein. VIII 1461/62; LothWB Lothr. 112; ElsWB Els. II 693; Bad. I 596.