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 PfWB ein-streuen (Bd. 2, Sp. 834)   DWB einstreuen (Bd. 3, Sp. 315) 
 -streuen schw.:
1. 'dem Vieh Stroh streuen', einsträäe (-drə) [ BZ-Dernb]; dafür häufiger das Simpl. PfWB streuen. —
2. '(den ausgeformten Teiglaib) mit Mehl bestreuen', instraae [ Gal-Dornf]; de Reisbrei mit Zimmet instraa [ Gal-Obl]. — RhWB Rhein. VIII 827 and. Bed.; DWB DWb. III 315/16. —

 

 einstreuen , inspergere, interspergere, nnl. instrooijen, schw. inströ, dän. indströe.

[Bd. 3, Sp. 316]

1) samen einstreuen, sand einstreuen; dem vieh stroh einstreuen, was ein pleonasmus ist; laub einstreuen; salz einstreuen.
2) bildlich, verse, sprüche, bibelstellen einstreuen; anmerkungen einstreuen. Lichtenberg 1, 264;

doch, freund, in diese saat von kummer
ist auch vergnügen eingestreut.
Gotter 1, 226;

er begnügt sich, einen kleinen verdacht einzustreuen. Ramler dichtk. des Horaz 114; die überbringerinnen werden erzählen können, dasz uns bisher manches gute mit eingestreuten übeln widerfahren. Göthe an fr. v. Stein 3, 432; winke, die ich sogleich hie und da einstreuen will. J. P. Fibel 103.
3) einwenden, opponere: du wirst mir villeicht einstreuen, dasz in der ganzen welt nicht mehr ein solcher, als dieser gedultige Job anzutreffen. Butschky kanzl. 654; sie wird mir hingegen einstreuen, er habe nicht lange genug gelebet. 866; du dürftest mir zwar einstreuen. 888; wofern ihr euch unterfabet mir anderweit einzustreuen u. s. w. 899.
4) bloszes einstreuen heiszt schon einem verdacht erregen, etwas in den kopf setzen, verleumden. das hat dir der teufel eingestreut, eingegeben.