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 PfWB Ein-leger (Bd. 2, Sp. 800)   PfWB Rod (Bd. 5, Sp. 563)   PfWB Bohnen-stufe (Bd. 1, Sp. 1083) 
   Ein-leger, -legenerm.:
1. 'Jungtier (bes. Kalb, Ferkel), das zur Aufzucht oder zur Mast bestimmt wird', Enleger [ FR-Beindh], Enlejer [RO-Sippf]; vgl. PfWB einlegen 1 f, PfWB Einlegsau, PfWB Läufer.
2. 'in die Erde eingeschlagene Rebe, die Wurzeln bilden und als Neusetzling verwendet werden oder einen eingegangenen Rebstock ersetzen soll', Einlechner [ BZ-Heuchh], -leggener [ LU-Alsh Assh], -legner [ NW-Wachh BZ-Pleisw], Einlecher [verbr. mittl. u. südl. VPf]; Inle(j)er [ RO-Schiersf KB-Zell], -li(j)er [ RO-Rehborn]; vgl. Einleg-, Grub-, PfWB Wurzelrebe, PfWB Einstufer, PfWB Gruber. a. 1775: daß ich ... zahlt worden bin Von zwey Viertel wingarten zu graben ... auch noch ... Vor Einlegener zu machen [SSp, v. d. Leyen, Fasz. 102 (BZ-Wernbg)]. —
3. 'Bauernschürze aus Sackleinen, die beim Legen der Kartoffeln getragen wird', Inlejer [ PS-Ruppw]. — Südhess. II 103; RhWB Rhein. V 303; Bad. I 658.

 

   Rod, Rottn. (m.), Röder Pl.:
1.
a. 'gerodetes Landstück'; Zs.: Dornrod. a. 1448: Macht aber imant ein Rott uszwendig des lehens, davon gibt er zins dem gotzhus von Lympurg [Grimm Weist. V 596 (Rechte der Abtei Limburg)]. a. 1480: rodt vnd die auw die zwen walde [HagbWeist.]. a. 1563: wo einer in der gemein were, der ein roth machen wolt, daz holtz abhauen [PfWeist. 711 (BZ-Gräfhs)]. a. 1724/26: Ein Rödell (Dim. zu Rod) obig dem Ober Candeler Deuch [StArch. GH-Kand B 169 Bl. 191']. —
b. 'Brachland' eigentl. 'zu rodendes Land', Redel [ NW-Elmst], Pl. Reder [PS-Nothw Rumb Schönau, PfW 6/1905 101]; vgl. PfWB Röderland. —
c. FlN, amtl. Rod u. Roth [LU-Maud, verbr., Christmann Kaulb 17], Am Rod (Im R., Auf dem R. bzw. Roth) [KU-Relsbg, verbr.], Rott [ LU-Neuhf NW-Geinsh], Im Rott [KL-Mölschb LU-Opp NW-Iggb, Wilde 295], Der Rott [ GH-Hagb], Rödchen (Dim.) [ PS-Herschbg KL-Hirschhn], Am Rödchen (Rötchen) [ KU-Albess, KL-Stelzbg], (Im) Rädchen, mda. Reedche [ RO-Höring Imsw], amtl. Hohe u. Untere Röder, mda. In de Reere [ NW-Iggb], amtl. Auf den Rödern [ LA-Ilbh], In den Rödern [ RO-Münchw KB-Zell]; vgl. PfWB Roth, PfWB Rotte1; Zs.: PfWB Neurod 2. a. 1342: in dem rode [Lam 1 29r (LU-Schauh)]. a. 1564: Redtgin (Dim., kleine Rodung) [SSp, Beschreibung des dorffs Wirschbach (KL-Wörsb)]; am Rettgen [Zweibr I A. 1363/2 (HB-Walsh)]. a. 1777: im Roth, oben der Wald [Kurpf. A. 1072/3 (KL-Gimsb)]. —
2. 'Rebneuanlage, junger Weinberg', das Rod (rōd) [ RO-Als Callb Duchr Ebbg Feilbg Schiersf FR-Bockh

[Bd. 5, Sp. 564]
Maxd NW-Dackh Deidh Dürkh Forst Leistdt Meckh Ungst Wachh LA-Böching Diedf Gleisw Gommh Mart Rhodt], der Rod [ RO-Odh], das Rott (rod) [RO-Dielkch Ebbg Rockhs KB-Gauh Otth FR-Saush NW-Bobh Deidh Geinsh Gönnh Haardt Wachh SP-Mechth LA-Edh, Journ. 3/1786 235], Pl. Rödder [Wilde 199]; vgl. PfWB Plänzer, PfWB Rebenland, PfWB -stück, PfWB Stufe; Zs.: PfWB Neurod 1; Bez. des jungen Weinbergs: e ääjährich (e zwää-, e dreijährich) Rott, vom vierten Jahr an: Wingert [ FR-Albsh]; die ersten drei Jahre: e Rott, im vierten Jahr: er kriet die erschde Rude [ NW-Kallstdt]; Rod setze 'Reben pflanzen, nachpflanzen' [ RO-Callb Duchr FR-Maxd], Rott setze [ FR-Quirnh]. »Es sind viele Rott gesetzt worden, Kammert wurde gemacht« [Franz 112]. a. 1673: 1 Morgen wingert ... vnd 3 Viertel Jung Rod davon angebauwet [StArch. NW-Deidh, Güterbuch]. Bes. Bed.:
a. 'Rebenschule', Rod [ RO-Als, vereinzelt], Dim. Rodche [ FR-N'lein]. —
b. 'Absenker des Rebstocks', Rott [ NW-Gönnh]; vgl. PfWB Einleger 2, PfWB Gruber. Zur Verbr. im südwestdt. Raum s. W. Kleiber Zur sprachgeographischen Struktur der deutschen Winzerterminologie, Wiesbaden 1980, S. 12 ff., K. 6. — Südhess. IV 1436/ 37; RhWB Rhein. VII 477/78; ElsWB Els. II 306.

 

 -stufe f.: = PfWB Bohnenkaute, Bauhnestuf [ LA-Venn]. —