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 PfWB einig (Bd. 2, Sp. 792)   PfWB ein-stellen (Bd. 2, Sp. 833) 
   einig2 Adj.:
1. 'eines Sinnes', äänich (niχ, -i) [Hauptform für WPf u. VPf], eenich (ēniχ, -i) [mancherorts, bes. westl. WPf], aanich (āniχ, niχ, -i) [Hauptform für NPf]. Dodrin sin mer uns äänich [KL-Kindsb, verbr.]. Geschwister kenne net eenicher sen wie die [ KU-Bedb]. Komm, mer wolle werrer äänich sin! 'wollen uns wieder vertragen' [ KL-Reichb]. Wann die mitnanner kreische, sin se sich äänich [Krieger 45]. Die

[Bd. 2, Sp. 793]
Junge sein äinich 'sind entschlossen, einander zu heiraten' [ KU-Schmittw/O]; vgl. PfWB beschließen 1. Wenn die Dienstboten mit dem neuen Dienstherrn äänich werren, dann erhalten sie ein Handgeld [ GH-Zeisk]. Der Ehemann beruft sich bei einem Kaufgeschäft gern auf die Zustimmung seiner Frau: Wann du äänich werscht mit meiner Frää, isch mer's recht [ PS-Erfw]. Drohung gegenüber einem unfolgsamen Knaben: Bärschelche, met deer werr ich noch aanich [ KU-Kaulb]. Mer muß die zwää wirrer äänich mache 'ihren Streit schlichten' [ BZ-Nd'horb]; vgl. PfWB einigen 1. —
rend=>+2." level="3" value="20793.13"> 'allein für sich', vgl. PfWB alleinig. SprW.: In der Not schmackt em eenig Brot [PennsDeitschEck 5. 10. 1935]. a. 1560: Woe aber jemandt zu seiner notturft enig kiffernholtz zur krippen, kelter, püetten, multten oder sonst bedörfte [PfWeist. II 561 (NW-Freinsh)]. a. 1563: unser gnädigster churfürst und herr ... ist solchem flecken ... rechter, einiger regierender herr [ebd. I 86 (FR-Beindh)]. — Südhess. II 93; RhWB Rhein. II 86/87; ElsWB Els. I 46; Bad. I 655.

 

  -stellen schw.:
1.
a. etwas e. 'vorübergehend unter-, abstellen', z. B. ein Fahrrad, einstelle (-delə), in-, en- [verbr.]. —
b. ein Rind, ein Schwein e. 'im Stall behalten und mästen' [verbr. WPf]; 'ein Jungtier zur Aufzucht bestimmen, es nicht verkaufen' [ KU-W'mohr]; vgl. PfWB anbinden 1. —
2. jemand e. 'in ein Arbeitsverhältnis aufnehmen', umgspr. Die Baufirma stellt noch zehn Maurer ein [Neustdt, verbr.]. —
3. sich e. 'sich einfinden, kommen', umgspr. [verbr.]; vgl. PfWB eintreffen 1. WR.: Was sunndags sell for Werrer sein, des stellt sich Freidag mittags ein [BZ-Albw, verbr.]. —
4.
a. technisch richtig e., umgspr.; de Apparat instelle [KL-Kindsb, verbr.]. —
b. sich auf jede mögliche Lage e., wie schd. Mer hun uns uf e lange Winder engestellt [FR-Bockh, verbr.]. —
c. 'sich einigen'. a. 1581: Wan einem im dorff schaden geschicht, das sich derselbig nicht mit im will einstellen vnd eigenwillig den schaden bezallen, der ihn gethan hatt [PfWeist. I 45 (KU-A'glan)]; vgl. PfWB einigen 2. —
5. 'beenden, mit etwas aufhören'; die Musik einstelle [LA-Wollmh, verbr.]. 's Verfohre is ingestellt [ KU-Schmittw/O]. Ich stell der dein frech Maul in, Drohung [ KU-A'glan]; vgl. PfWB einstecken 1 b. BR.: Kathrein (25. November) stellt's Danze un 's Feldschaffe ein [verbr. Gal]; vgl. einsper-

[Bd. 2, Sp. 834]
ren 3. — Südhess. II 144; RhWB Rhein. VIII 624; ElsWB Els. II 590; Bad. I 665.