ein-fangen st.: 1.a. 'entwichene Tiere fangen und einsperren', einfange, in-, en-. s. PfWB ein-1 u. PfWB fangen [verbr.]; de Gaul, de Bieneschwarm infange [KL-Matzb, verbr.]. — b. 'Wild in Fallen und Schlingen fangen' [ ZW-Battw FR-Albsh BZ-Wind]. — 2.a. 'einen entwichenen Häftling stellen', wie schd. [LU-Altr Lambert Penns 48]; vgl. PfWB einsperren 1 a. — b. 'den Partner durch die Folgen des Geschlechtsverkehrs zur Heirat zwingen'. Sie wollt sich versorche, do hot se'n sich eingfange [LU-Opp, verbr.]; dafür auch PfWB anbinden 2, PfWB angeln 3, PfWB darankriegen 2, durch den Arsch gewinnen, verdienen. — c. 'für sich oder für eine Sache gewinnen', infange [ ZW-Battw]. — Südhess. II 82; RhWB Rhein. II 288; Bad. I 652. | | winnen II das Simplex ist in best. Bed. in einigen Geb. erhalten, u. zwar wi·n.ə(n), –e-, –ø- [in NSaarbg, Wittl, Bitb auch -a-], dau wi·n.ts, –e-, -ø-, Prät. wū:n, –ō:-, Konj. -ī:-, –ē:-, Part. gəwu·n.ən, –o-, –wun WSaarbg, Trier, Wittl, Bernk, Daun, Bitb, Prüm; -i-, –e-, –ø-, Prät. wo·n., Konj. wø·n., Part. jəwo·n.ə Rip in Malm, Schleid, Ahrw, Sieg, Eusk, Köln, uWupp, Dür; -ę-, –e-, du wø·n.ts, Prät. wo·n., Konj. -ø-, Part. jəwo·n.ə Eup, SNfrk; -e- usf. Sol, Mettm, Klevld st.: 1.a. bei Spiel gewinnen; de kann w.; oh, eich w.; hea well ger jide Schlag w. WEif, Ahr; wammer alles wesst (wüsste), da węnn mer emmer Daun-Neroth 1860. Dann nur in der RA.: Wer nit wog, der nit wennt Rip, Nfrk, Trier-Stdt, — wer nit haspelt, der nit spennt Nfrk, — wipupt, den stenkt Emmerich [wi·n.t, jəwø·n.ə Sieg-Honnef]; om Wennes (Geldes) spele Geld; dann Klevld in allg. Anwendung u. in RA.: Et es kenn Brot, dat mer fend, mar dat me wennt Mörs. We et iərsch wonn, wuərd deno ene ärme Mon Kemp. Wat den Hond met et Lope wennt, dat flüst (verliert) he met et Pesse Mörs-Xanten. Den Anhälder (Beharrliche) wennt Mörs, Geld; wen anhöllt, winnt Rees. De wennende Hand es meld (freigiebig) Emmerich. — b. etwas w., anpflanzen, auf dem Acker ziehen, Früchte, Getreide erzielen; mer w. dat Steck noch drei Johr; he wennt fofzch Murgen got Land; et niechst Johr w. ich Gerscht op dem St.; de winnt sich Brut genug Trier, Bernk, Bitb, SPrüm. — 2.a. de Koh w. loəte zum Stier führen, sie decken lassen; de K. hät gewonne, — kann ent w., — well w. Malm-Bütgenb, Eup, Aach 1836, Selfk, Erk-Körrenz, Bergh-Hüchelhv; s. winnig. — b. -ø- mit Klickern spielen Dür-Wissersh. — c. -ǫ-, Garn w., von der Garnkrone zum Knäuel abhaspeln Malm-Aldring. — Abl.: die Winnerei, dat Gewinn(s). |